Newsletter 07.2009


Liebe Leserinnen und Leser,

Das Material Filz erlebt eine Renaissance: Nicht nur in der Mode, sondern neuerdings auch im Produktdesign und in der Architektur beschäftigen sich immer mehr Gestalter mit den Möglichkeiten dieses Werkstoffes. Architonic zeigt eine aktuelle und umfassende Übersicht.

'Architecture &' ist eine neue grossformatige Publikation der University of Edinburgh, die zweimal jährlich ein Thema architektonisch beleuchtet, mit fundierten Texten und gut gestaltet.

Thonet lanciert einen Fotowettbewerb rund um den Stuhlklassiker Nr. 214, der mit über 50 Mio. Stück als meistproduzierter Stuhl weltweit gilt. Schiessen Sie Ihr Glück!

Lassen Sie sich inspirieren!

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Feeling Felt
Filz in Architektur und Design der Gegenwart
 

Das Material Filz erlebt eine Renaissance: Nicht nur in der Mode, sondern neuerdings auch im Produktdesign und in der Architektur beschäftigen sich immer mehr Gestalter mit den Möglichkeiten dieses Werkstoffes. Im Spannungsfeld zwischen archaischem Material und Normprodukt, zwischen Handwerk und industrieller Fertigung verlangt sein textiler Charakter einen ganz eigenen Umgang. Architonic zeigt eine aktuelle und umfassende Übersicht.

  Feeling Felt  
Wosk Theater, Simon Wiesenthal Center Museum of Tolerance. Architekt: Yazdani Studio von Cannon Design. Design und Fabrikation Filzwände: Kathryn Walter von FELT Studios. Foto: Anne Garrison of Hewitt Garrison Photography

Die zunehmende Bedeutung ökologischer Baustoffe und Materialien in Architektur und Design haben dem Filz, einem der ältesten Werkstoffe der Menschheit, in letzter Zeit zu einer Renaissance verholfen.

Wollfasern oder Tierhaar werden in Wasser, Seife und Tonerde zu Wollvlies verarbeitet. Dabei quellen die Fasern und Haare auf und bekommen raue, schuppenartige Oberflächen, die durch ständige Bewegung wie walken, kneten und pressen immer weiter miteinander verfilzen und sich nicht mehr lösen lassen. Nach dem Austrocknen ist Filz ein Material, das gerade für den ökologischen Innenausbau interessante Eigenschaften aufweist: Filz aus 100% Schafwolle ist z.B. schwer entflammbar, daneben atmungsaktiv und klimaausgleichend, da Filz grosse Mengen an Feuchtigkeit aufnehmen und wieder verdunsten kann. Auf Grund seiner Faserstruktur ist Filz auch eine hervorragende Wärme- und Kältedämmung, wie auch Schall- und Schwingungsdämpfung. Da Filz aus natürlichen nachwachsenden Rohstoffen besteht, ist er vollständig biologisch abbaubar.

Industriell gefertigt kann Filz heute in nahezu jeder Form geliefert werden: dünn oder dick, leicht oder schwer, weich oder hart, flexibel oder steif - und in allen Farben.

   
Coat easy chair, 2009, Design: Fredrik Färg. Hersteller: Materia

Doch gerade die Bandbreite seiner Lieferformen vom archaischen handverarbeiteten Material bis zum normierten formgepressten Industrieprodukt machen den Filz zu einer gestalterischen Herausforderung für Architekten und Designer: Denn trotz der Vielzahl von Möglichkeiten bleibt eine Eigenschaft konstant: Immer ist der textile Charakter des Werkstoffes erlebbar. Diese Eigenheit überzeichnend, begegnen uns in den Entwürfen Rückgriffe auf Bilder des fliegenden Teppichs oder des Mantelkragens wieder. Doch wie erste Beispiele zeigen, wird gerade im architektonischen Massstab Neuland betreten, die Filz als textile Wandverkleidung interpretieren.

 

Das Cooper-Hewitt National Design Museum widmet mit 'Fashioning Felt' dem Thema noch bis zum 7. September 2009 eine wichtige Ausstellung, die von einem gleichnamigen Katalogbuch begleitet wird.


Architonic bietet ihnen hier eine umfassende und aktuelle Übersicht zum Thema Filz in Design und Architektur.

 
 
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Architecture &
Eine themenbezogene Publikation der University of Edinburgh
 

Gegründet 2009 von der School of Arts, Culture and Environment der Universität von Edinburgh, bietet die Zeitschrift 'Architecture &' eine Plattform für innovative Ideen aus dem Feld der Architektur und diesbezüglicher Forschungsmethodik.

  Architecture &  
Jede Ausgabe zeigt auf dem Umschlag eine Arbeit eines schottischen Künstlers: Ausgabe 1 zeigt Donald Urquharts 'North Uist Drawing'.

'Architecture &', herausgegeben von Dr. Cary Siress, ist eine themenbezogene Publikation, bei der sich jede Ausgabe einem besonderen, mit der Architektur verknüpften Themenkreis widmet. Ziel ist es, die Vielfalt von Beziehungen und wechselseitigen Beeinflussungen zu verstehen, die das Wirkungsfeld der Architektur ständig erweitern, indem den Lesern verschiedenste Ausblicke auf Schlussfolgerungen aus solch weit reichendem Gedankenaustausch geboten werden. Die Ausgaben erscheinen zweimal jährlich und sind weltweit an ausgewählten Orten erhältlich. Die erste Ausgabe beschäftigt sich mit dem sehr kontroversen Thema 'Architecture & Property' ('Architektur und Besitz'), das derzeit ein Kernproblem vieler ungelöster, aber bedeutsamer Diskussionen darstellt.

   
Aus 'Architecture & Property': "Happy Together?" von Catherine Ingraham: Der rekonstruierte Chicago Stock Exchange Trading Room (orig. 1893-94, von Adler & Sullivan) mit seiner ornamentalen Schablonen-Malerei auf Decken und Wänden.

Die zweite Ausgabe 'Architecture & Work' ('Architektur und Arbeit'), die im Herbst 2009 erscheinen wird, beschäftigt sich mit einem Thema, dessen Problematik sich angesichts der derzeitigen globalen Finanzkrise noch zuspitzt. Der Diskurs wird mit der Frage begonnen, wie das Thema Arbeit mit seinen vielschichtigen Bedeutungen unter anderem im gegenwärtigen architektonischen Denken und entsprechenden Fragestellungen integriert ist. Um sich dezidiert in die Auseinandersetzung mit solchen Fragen einzuschalten, wurde Mark Jarzombek (Professor der Geschichte, Theorie und Kritik an der Fakultät für Architektur am Massachusetts Institute of Technology und u.a. Autor des Buches "A Global History of Architecture") eingeladen, einen ausführlichen Beitrag zu schreiben. Der Umschlag wurde von Donald Urquhart and dem Fotografen John K McGregor entworfen.

'Architecture &' ist interessiert an einzeln oder in Gruppen erarbeiteten Beiträgen, beispielsweise von Fachleuten, Forschern, Akademikern, Künstlern und interessierten Laien. Die Beiträge werden von einem Redaktionsteam, bestehend aus Fakultätsmitgliedern der School of Arts, Culture and Environment sowie international führenden Akademikern und Architekten, geprüft.

 
 
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Architonic Poster Series
 

Die ersten zwei Ausgaben der Architonic Poster Series sind jetzt online erhältlich - mit jeweils mehr als hundert Produkten, ausgewählt von unserem Team aus Architekten und Designern. Wie der Name schon andeutet, sind unsere Poster als Serie konzipiert. Im Halbjahres-Rhythmus erscheint jeweils ein weiteres, das Sie passgenau dem vorhergehenden anfügen können. So wächst - wie unsere Datenbank - auch Ihre Schnellübersicht der besten Produkte an der Wand. Detaillierte Informationen zu den Produkten auf dem Poster finden Sie jederzeit auf architonic.com. Geben Sie einfach unsere Internetadresse ein und hängen Sie die ID-Nummer des Produkts an. Selbstverständlich können Sie dort auch Kataloge anfordern, Preise bei den Herstellern erfragen und herausfinden, welcher Fachhändler in Ihrer Nähe die Produkte führt.

  Architonic Poster Series
 
 
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Thonet Fotowettbewerb 214x214
Thonet sucht die besten 214 Fotos des Stuhls Nr. 214
 

Stuhl der Stühle wird er oft genannt. Es gibt keinen anderen, der so oft produziert wurde - bis heute gibt es über 50 Millionen davon. Und er wird von dem Familienunternehmen Thonet noch immer nach bewährtem Prinzip in Deutschland gefertigt.

Die Basis war eine neue Technik, das Biegen von massivem Holz, das Michael Thonet in den 1850er Jahren perfektionierte und damit eine Serienfertigung überhaupt erst möglich machte. Und es gab eine geniale Vertriebsidee. In einer Kiste wurden 36 zerlegte Stühle verpackt und in die ganze Welt geschickt. Montiert wurden sie vor Ort - in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Deshalb gilt Thonet als Pionier des Industrie-Designs und der Stuhl Nr. 14, heute 214, als eines der gelungensten Industrieprodukte weltweit.

  Thonet Fotowettbewerb 214x214

Die Jury mit Peter Thonet, Philipp Thonet, Roland Ohnacker, Susanne Korn, James Irvine, Judith Brauner und Claudia Neumann wählt die 214 besten Motive aus. Den Gewinnern winken tolle Preise, auch eine Reise für 2 Personen nach New York. Die Teilnahme ist kostenlos und steht jedem frei (ausgenommen Mitarbeiter der THONET GmbH). Einsendeschluss ist der 31. August 2009.

 
 
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Gestalter gesucht: Manager PR
 

Die DE SEDE GROUP mit den Marken de Sede, FSM, Machalke&Machalke und Living by Machalke sucht Sie als Manager PR für die Kommunikation aller unternehmensrelevanten Themen gegenüber der Öffentlichkeit. Haben Sie eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich Kommunikations-, Medienwissenschaft oder Journalismus und erste Berufserfahrungen?

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