Newsletter 10.2010

Liebe Leserinnen und Leser,

In unserer Artikelserie "Beton in der Architektur" zeigen wir die Versatilität dieses Baustoffes auf und stellen Ihnen moderne, hoch technologische Anwendungsformen vor.

Auf dem diesjährigen London Design Festival trafen wir den Britischen Designer Matthew Hilton und bekamen von ihm die Geschichte seines 2007 gegründeten Labels - von den ereignisreichen Anfängen bis zur aktuellen Kollektion - eindrücklich geschildert.

Bekommen Sie außerdem auf Architonic@Facebook einige Eindrücke von Ausstellungen und Neuheiten, die Architonic für Sie auf der INTERIEUR 2010 in Kortrijk gesammelt hat.

Vom 29. bis 31. Oktober finden in Leipzig zum sechsten Mal die Designers' Open statt. Als Medienpartner möchten wir Sie herzlich zu den Ausstellungen internationaler Produkt-, Grafik- und Modedesigner einladen.

Lassen Sie sich inspirieren!

Ihr Architonic Team

Zürich | Mailand | Berlin | Barcelona | Kopenhagen | London | Miami
 
 
Beton in der Architektur (1): Einerseits stigmatisiert - andererseits zelebriert
Architonic wirft einen Blick auf das Material an sich, neue Technologien und eine Auswahl an interessanten Projekten, an welchen diese zum Einsatz kamen
    Beton in der Architektur (1): Einerseits stigmatisiert - andererseits zelebriert  
fibreC Glasfaserbeton der Firma Reider am [C]SPACE Pavilion London, von Alan Dempsey und Alvin Huang, 2008

Kaum ein Material vereint so gegensätzliche Assoziationen in sich. Einerseits stigmatisiert, andererseits zelebriert, erregt er die unterschiedlichsten Empfindungen.
Zum ersten Mal wurde das Wort Beton als Bezeichnung für ein Mörtelgemisch von Bernard Forêst de Bélidor um 1750 in seinem Buch "Architecture hydraulique" verwendet.
Die ersten Eisenbeton-Bauten entstanden um 1900 - heute ist Stahlbeton über 100 Millionen verbauten Kubikmetern im Jahr der wichtigste Baustoff Deutschlands. Sein Potenzial scheint fast unerschöpflich und immer neue innovative Anwendungsweisen machen ihn zu einem wertvollen Material für neue Architekturkonzepte.

   
Herzog de Meuron setzten auch hier einen Trend in der Architektur: Fotobeton-Fassade der Bibliothek der Fachhochschule Eberswalde, 1998
Was ist Beton eigentlich? Im Wesentlichen besteht Beton heutzutage aus Zement, Wasser und einem Gesteinszuschlag:
Zement, ein hydraulisches Bindemittel, ergibt in einem bestimmten Verhältnis mit Wasser gemischt den Zementleim, der mit einem Gesteinszuschlag angereichert wird. Der Zementleim umhüllt die Gesteinskörner, füllt die Hohlräume und macht den Frischbeton verarbeitbar, bis er durch Hydratation erstarrt und erhärtet: Dann bleibt Beton auch unter Wasser fest und behält ein konstantes Volumen.
Zu einer Revolution im Bauwesen hat der Stahlbeton geführt. Stahl verfügt über eine hohe Zugfestigkeit im Gegensatz zu Beton und macht somit grosse Decken-Spannweiten möglich ohne die Konstruktion eines Gewölbes.
Sein Image als kalter und unmenschlicher Baustoff wurde dem Beton vor allem in den 70-er Jahren zuteil.
Die Elementbauweise mit ihrem repetitiven Charakter und monotone Wohnsilos trugen dazu bei, wie auch das als unästhetisch empfundene Alterungsverhalten des Sichtbetons. Die Architektur aus "Béton brut" , zu Deutsch "roher Beton", führte zu dem Begriff des Brutalismus. Die Assoziation der Brutalität schwingt dabei im Begriff immer mit, was das Image der Sichtbetonarchitektur verdeutlicht.

 
 
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'It's all about surprising yourself'
Matthew Hilton at the London Design Festival
    'It's all about surprising yourself'  
British furniture designer Matthew Hilton: 'It's nice to show the things you've been slaving away on. It's part of the reward.'

British furniture designer Matthew Hilton's work manages to walk that very fine line between restraint and expressiveness. It's probably why his designs, offering as they do a kind of reassurance, are so respected by so many. But the path hasn't always been a smooth one, as Architonic discovered when we met up with Hilton at this year's London Design Festival.

Those of you who like your music somewhat on the minimal side will probably know contemporary composer Steve Reich's 'Different Trains', a hypnotic piece where a string quartet at times dovetails, at times spars melodically with sampled human voices, creating a multilayered, complex work that assails the listener with its repetitive insistence. It's anything but easy listening.

   
The latest additions to Matthew Hilton's furniture collection, due for production by quality-focused Portuguese manufacturer De La Espada, shown at the Tramshed during this year's London Design Festival

'Different Trains' is also the working title for a new storage piece created by British designer Matthew Hilton, presented for the first time during the recent London Design Festival. While the unit also displays a certainly constructional complexity, it offers, as is typical of Hilton's work with its consideration and emphasis on the well-made, an immediate sense of reassurance. And complex, at least in terms of personality, the designer himself is anything but. You'd be hard pushed to find a more friendly, more open person working in the design industry.

Simon Cowell met up with Hilton at the Tramshed, a pop-up exhibition space in London's Hoxton/Shoreditch district, initiated by high-end Portuguese design brand De La Espada, where his new furniture designs, 'Different Trains' among them, were shown alongside recent work by, among others, Ilse Crawford, Autoban and Leif.designpark. Here, Hilton spoke thoughtfully and candidly about past production difficulties, future creative challenges and why he finds buying a vacuum cleaner so problematic.
 
 
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Architonic beim Designers' Saturday 2010
Zum letzten Mal mit dem Concept Space III von Oskar Zieta
 
Am 6. und 7. November wird sich Architonic auf dem Designers' Saturday präsentieren. Alle, die den von Oskar Zieta gestalteten Architonic Concept Space III noch nicht gesehen haben, bekommen dann noch einmal eine Chance dazu, denn der beliebte Design-Event im schweizerischen Langenthal wird die vorerst letzte Station der mit Wasserhochdruck aufgeblasenen Metallstruktur sein.

Mit 71 ausstellenden Betrieben, 12 ausgesuchten Inhabern einer Carte Blanche und mehreren nationalen und internationalen Design-Hochschulen ist der diesjährige 13. Designers' Saturday der umfangreichste seit seiner Gründung im Jahr 1987. Besonders durch die aufwendigen und kunstvollen Installationen der Aussteller unterscheidet sich der alle zwei Jahre stattfindende Event von den bekannten Möbelmessen und so hat sich der Designers' Saturday trotz seines vergleichsweise unspektakulären Austragungsortes zum festen Termin im Veranstaltungskalender des Fachpublikums etabliert.

Tickets für den Samstag und Sonntag können an den Tageskassen am Bahnhof, auf den zentralen Parkplätzen und an allen Ausstellungsstandorten bezogen werden - oder im Online-Vorverkauf. Das Ticket berechtigt auch zur Nutzung der Shuttlebusse zwischen den Ausstellungsstandorten - ausserdem beinhaltet es die Verpflegung an allen Stationen.

  Architonic beim Designers' Saturday 2010  
Architonic Concept Space III by Oskar Zieta, Foto von gee-ly
 
 
Eindrücke der INTERIEUR 2010 Design Biennale in Kortrijk
Jetzt auf Architonic@Facebook
 
Besuchen Sie unsere Fotoserie auf Facebook und entdecken Sie neue Produkte und Inspirationen, die Architonic für Sie zusammengetragen hat.
  Eindrücke der INTERIEUR 2010 Design Biennale in Kortrijk
 
 
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Architonic Guide Orgatec 2010
Ihr handlicher Messebegleiter für die Büro und Objektmöbelmesse in Köln
 
In diesen Tag öffnen die Pforten zur Orgatec, der internationalen Fachmesse für Büro- und Objektmöbel in Köln. Wer noch keine Zeit hatte, sich auf das umfangreiche Angebot an Ausstellern vorzubereiten, kann sich hier unseren Architonic Guide mit den besten Herstellern der Messe herunterladen. Der Guide liegt außerdem an den Ständen aller aufgeführten Hersteller aus.
Außerdem würden wir uns über Ihren Besuch freuen, in unserem Architonic Concept Space III von Oskar Zieta in Halle 9.1, Stand A70-B71.

  Architonic Guide Orgatec 2010
 
 
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Designers' Open
29. - 31. Oktober 2010 in Leipzig
 
Bereits seit einigen Jahren entwickelt sich Leipzig mit seinem reichhaltigen kulturellen Angebot und den vergleichsweise günstigen Mieten neben Berlin zu einem wachsenden Zentrum für Deutschlands Kreativszene.
Vom 29. bis 31. Oktober finden in Leipzig die Designers' Open statt. Bereits zum sechsten Mal werden in diesem Rahmen die aktuellen Arbeiten nationaler und internationaler Ausstellern - in diesem Jahr 120 an der Zahl - aus den Bereichen Interior-, Industrie-, Mode- und Kommunikationsdesign präsentiert. Mit der Messe, erstmals unterteilt in "DO/Market" für Endverbraucher und "DO/Industry" für Fachpublikum, und dem umfangreichen Rahmenprogramm bestehend aus Design-Sonderausstellungen, externen "DO/Spots" in der Leipziger Innenstadt, Vorträgen, Filmenvorführungen und Workshops, haben sich die Designers' Open als einer der wichtigsten Designevents im deutschsprachigen Raum etabliert. Als Medienpartner möchten wir Sie herzlich dazu einladen.
  Designers' Open  
Hôtel de Pologne, vor der Renovierung, eine der beeindruckenden Designers' Open Locations
 
 
Neue Projekte aus 'Architektur & Gestaltung'
 
King Shih Architects
  Neue Projekte aus 'Architektur & Gestaltung'  
2010 Taipei International Floral Expo, Fine Arts Museum Park, Foto von Marc Gerritsen
Correia / Ragazzi Arquitectos
   
Casa no Gerês, Foto von Luis Ferreira Alves
Pir II Arkitektkontor AS
   
Hotel SUB, Stokkøya, Foto von Dan Ågren
kleyer.koblitz.letzel.freivogel.architekten
   
'Umhüllter Raum', Foto von Thorsten Klapsch
crossboundaries architects
   
Family Box, Foto von Chaoying Yang
Edward Szewczyk & Associates, Architects
   
‘BIG ROCK JETTY'
 
 
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Détente Cordiale: when Noé Duchaufour-Lawrance met Bernhardt Design
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Architonic spent some time with the trained sculptor at this year's London Design Festival, discussing, among other things, his experience of transatlantic collaboration, why he's not a modernist, and the particular commercial - and physical - demands of the American market...
Beton in der Architektur (2): Nicht wirklich grau
 
Im zweiten Teil der Artikelreihe "Beton in der Architektur" zeigt Architonic, dass Beton keineswegs maus-grau sein muss. Von sanften Tönen über starke Leuchtkraft kann er die vielfältigsten farblichen und emotionalen Kolorite annehmen.