Der Design Educates Awards zeichnet in einem anspruchsvollen Wettbewerb Projekte aus, die in sozialer, ökologischer und nachhaltiger Hinsicht einen Gewinn für die Gesellschaft darstellen.

Nachhaltig Skifahren oder Müllverbrennung als Freizeitspass: CopenHill ist ein ungewöhnliches Projekt des Architekturstudios BIG, das dafür 2020 mit dem DEA-Award ausgezeichnet wurde

Die Gewinner des diesjährigen Design Educates Awards werden geehrt | Aktuelles

Nachhaltig Skifahren oder Müllverbrennung als Freizeitspass: CopenHill ist ein ungewöhnliches Projekt des Architekturstudios BIG, das dafür 2020 mit dem DEA-Award ausgezeichnet wurde

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Was haben ein weltweit agierendes Unternehmen, das mit einem starken US-Vertriebspartner, einem Vertriebsbüro in Hongkong und neun Tochtergesellschaften sehr gut aufgestellt ist, und ein kleiner Ort in Polen gemein? Ausgesprochen viel: seit vor wenigen Jahren aus der Idee, Design und Architektur auszuzeichnen, die in sozialer, ökologischer und nachhaltiger Hinsicht ein Gewinn für die Gesellschaft sind, ein anspruchsvoller Wettbewerb entstanden ist.

Die Rede ist vom Design Educates Awards (DEA), der in diesem Jahr zum dritten Mal verliehen wird und der es international bereits zu Ansehen gebracht hat. Die Partner hinter der Auszeichnung sind die Non-Profit Organisation Laka Foundation, benannt nach ihrem Sitz in der polnischen Gemeinde Laka, und der marktführende Hersteller für Glas-Faltwände Solarlux, deren gemeinsames Anliegen weit über den Wettbewerb hinaus geht.

Der Award ist für die Laka Foundation nur ein Aspekt der Arbeit. Sie vernetzt vor allem Experten, um Perspektiven der Architektur aufzuzeigen und nachhaltige Entwicklungen voranzutreiben. Genauso versteht sich Solarlux nicht nur als Förderer des DEA-Awards, sondern bietet mit dem Solarlux Campus in Melle eine adäquate und offene Plattform zur Auseinandersetzung mit vielfältigen Themen der Architektur und des Designs.

Zur diesjährigen DEA-Jury gehören – von links nach recht und oben nach unten – u.a. Prof. Alison Brooks, Prof. Toyo Itō, Prof. Farshid Moussavi, Hadi Teherani, Hani Rashid, Issa Diabaté, Marco Zavagno und Konstantin Grcic

Die Gewinner des diesjährigen Design Educates Awards werden geehrt | Aktuelles

Zur diesjährigen DEA-Jury gehören – von links nach recht und oben nach unten – u.a. Prof. Alison Brooks, Prof. Toyo Itō, Prof. Farshid Moussavi, Hadi Teherani, Hani Rashid, Issa Diabaté, Marco Zavagno und Konstantin Grcic

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Eine Jury aus bekannten Architekten

Die Jury des jungen Awards ist entsprechend erstklassig besetzt und das Teilnehmerfeld exzellent. „Wir sind selbst ein wenig überwältigt, welch positive Reaktionen wir bei Teilnehmern und Juroren erleben und welch hohes Niveau die Entwürfe haben“, meint Architekt Dr. Peter Kuczia, Initiator des DEA, der mit seiner Forschung über „Bildende Bauten“ eine Art Leitfaden für nachhaltige Architektur geschaffen hat.


„Wir sind selbst ein wenig überwältigt, welch positive Reaktionen wir bei Teilnehmern und Juroren erleben und welch hohes Niveau die Entwürfe haben“


Die Entscheidung, den Wettbewerb von Anfang an anspruchsvoll anzulegen und inspirierende Lösungen zu fördern, erweist sich als goldrichtig. Internationale Grössen wie Toyo Ito, Alison Brooks, Hadi Teherani und viele mehr kommen wie selbstverständlich, um sich als Juroren mit den aussergewöhnlichen Entwürfen der Wettbewerber in den Kategorien Architektur, Produktdesign, Universal Design und Response Design auseinanderzusetzen.

Die Auswahl der vier Hauptpreisträger fällt durch die Bandbreite der originellen Einreichungen schwer: So gab es in den letzten drei Jahren bereits 500 Teilnehmer aus 35 Ländern und Auszeichnungen für sehr spezielle Designs und spektakuläre Architekturen wie CopenHill, das als Naturdesign eine Müllverbrennungsanlage mit einem urbanen Freizeitzentrum kombiniert, oder das Futurium Berlin, das als Kommunikationsort mit Klimafreundlichkeit zukunftsweisend ist.

Über den Preis freuen dürfen sich in diesem Jahr das Architekturbüro Dietrich|Untertrifaller für die innovative Gestaltung der Stadtbibliothek in Dornbirn (unten) und Walda Verbaenen für ihr Design „Braille meets Emoticons“

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Über den Preis freuen dürfen sich in diesem Jahr das Architekturbüro Dietrich|Untertrifaller für die innovative Gestaltung der Stadtbibliothek in Dornbirn (unten) und Walda Verbaenen für ihr Design „Braille meets Emoticons“

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Wer sind die Gewinner 2021?

In diesem Jahr darf sich u.a. Walda Verbaenen für ihre Braille meets Emoticons in der Kategorie Universal Design über den Gold Prize freuen. Die Belgierin, die schon 2020 für ihre visuelle Aussprachehilfe zum Erlernen der niederländischen und flämischen Sprache mit dem DEA geehrt wurde, überzeugt 2021 mit der Übersetzung visueller Emoticons in ein Braille-Dingbats-Raster für Blinde und Sehbeeinträchtigte.

Der Solarlux Choice Award, den das Familienunternehmen als Förderer selbst vergibt, geht in der Kategorie Architectural Design, die Bildungsbauten in den Fokus rückt, in diesem Jahr an das Architekturbüro Dietrich|Untertrifaller. Das kreative Team begeistert mit seinem Entwurf der Stadtbibliothek im österreichischen Dornbirn Fachleute, Kollegen und Nutzer jeden Alters – durch die eindrucksvolle Fassade aus 8000 Keramikbüchern, gemütliche Lesezimmer, die moderne Gaming-Zone und viele andere ästhetische wie funktionale Ideen.

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Auch eine Pandemie kann hervorragende Projekte nicht aufhalten: 2020 präsentierte sich architektur im foyer und der DEA digital

Spannende Referenten in Melle

So wie die Kommunikation zwischen Gestalter und Nutzer die Basis bildet, um Wünsche und Anforderungen an einen Bildungsbau in einen bahnbrechenden Entwurf zu übersetzen, ist der Erfahrungsaustausch unter den Gestaltern wichtig, um die Visionen der Architektur und des Designs voranzutreiben. Für Letzteres steht die Veranstaltung architektur im foyer (aif), in deren Rahmen der DEA verliehen wird.

Die aif gibt als Ausstellung und Vortragsreihe auf dem Solarlux Campus direkte Einblicke in die Arbeit kreativer Köpfe und bringt den Nachwuchs in Kontakt mit etablierten Gestaltungsgrössen. Neben den beiden Preisträgern Walda Verbaenen und Much Untertrifaller vom Büro Dietrich|Untertrifaller konnten für den 30. September und den 1. Oktober 2021 auch Jette Cathrin Hopp, Sven Thorissen, Armin Pedevilla und Kristina Bacht als Referenten gewonnen werden.

Die norwegische Architektin Jette Cathrin Hopp arbeitet seit langem für Snøhetta und gilt als innovative Nachhaltigkeitsexpertin. Der niederländische Architekt Sven Thorissen vom renommierten MVRDV steht für zukunftsweisende Projekte und experimentelle Formgebung. Mit Armin Pedevilla verbindet man Bauten, die mit regionalen Bezügen, Oberflächen und Materialien beeindrucken.

Kristina Bacht ist als Preisträgerin 2020 und als diesjährige Jurorin den DEA Awards mehrfach verbunden und verfügt als Kuratorin des AIT-ArchitekturSalons über eine brillante Expertise zur Lehrmethode „DesignBuilt“, bei der Entwürfe von Studierenden in unterversorgten Gebieten realisiert werden.

Das Foyer des Solarlux Campus in Melle ist ein moderner und offener Ort, in dem der Austausch über die Architektur der Zukunft gefördert wird: mit erstklassigen Referenten, interessanten Gästen und einer Ausstellung, die spannende Einblicke verspricht

Die Gewinner des diesjährigen Design Educates Awards werden geehrt | Aktuelles

Das Foyer des Solarlux Campus in Melle ist ein moderner und offener Ort, in dem der Austausch über die Architektur der Zukunft gefördert wird: mit erstklassigen Referenten, interessanten Gästen und einer Ausstellung, die spannende Einblicke verspricht

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Die Zukunft der Architektur

Die Vorträge werden – wie die preisgekrönten Entwürfe in der Ausstellung – den interdisziplinären Austausch ganz im Sinne der Laka Foundation und Solarlux fördern und an den Erfolg der letzten beiden aif-Events anknüpfen. In der Solarlux-Hauptverwaltung in Melle geht es übrigens nicht nur an den Veranstaltungstagen der aif darum, zu baukulturellen Fragen anzuregen und sich mit individuellen Strategien auseinanderzusetzen.

Das Unternehmen steht seit 40 Jahren für die Kultivierung des Lichts, massgeschneiderte Lösungen und vertrauensvolle Zusammenarbeit rund um bewegliche Fenster- und Fassadenlösungen und Glasanbauten. Gut 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dabei mit Engagement und Ideenreichtum für optimale Bedingungen zur Umsetzung von Projekten aller Art – von revolutionär einfach und bis entscheidend anders.

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