Am 10. Juli ist Anmeldeschluss für den GERMAN DESIGN AWARD 2021, der sich in einer neuen Kategorie erstmals auch an junge Architektur- und Designbüros wendet.

Architektonische Anklänge: formale und konstruktive Innovationen werden seitens der Jury des German Design Award honoriert

Reine Formsache: German Design Award 2021 | Aktuelles

Architektonische Anklänge: formale und konstruktive Innovationen werden seitens der Jury des German Design Award honoriert

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Der eigentliche Entwurfsprozess ist zweifellos das Schönste am Beruf des Architekten oder Designers: Wenn man eine Idee hat reifen lassen, alle Informationen und Anforderungen geistig verarbeitet hat, plötzlich der Durchbruch da ist und man ein Gebäude oder Produkt klar vor seinem geistigen Auge sieht. Dann kann es ganz schnell gehen. Von Frank Lloyd Wright gibt es die Anekdote, dass er lange mit einem Entwurf rang – und erst als der Wagen des neugierigen Auftraggebers schon am Horizont zu sehen war, brachte Lloyd alles rasant zu Papier.

Dieser positive Stress kann sehr erfüllend sein, das wissen Kreative genau. Aber jeder Gestalter kennt auch das Gefühl, dass man manchmal alles von sich weg schiebt, was nicht die eigentliche kreative Arbeit betrifft. Das ist auch wichtig, um zum Ziel zu kommen. Nur ist es eben genauso wichtig, dass man sich aktiv zum Beispiel um die Akquise neuer Auftraggeber kümmert, indem man auf seine bisherigen Leistungen aufmerksam macht. Nicht selten gelingt das durch persönliche Kontakte, durch das direkte Gespräch.

Klare Linienführung: mit dem German Design Award ausgezeichnete Stuhl-Entwürfe

Reine Formsache: German Design Award 2021 | Aktuelles

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Aber zur Zeit – das wissen wir alle – sind derartige Zusammentreffen, etwa auf Fachmessen und Konferenzen, sehr eingeschränkt oder unmöglich. Gerade jetzt kann es sehr entscheidend sein, verstärkt auf digitalem Wege Kompetenzen zu vermitteln. Wenn man als Architekt oder Designer zum Beispiel eine renommierte Auszeichnung wie den German Design Award kommunizieren kann, hat eine Pressemeldung in eigener Sache fraglos mehr Gewicht – und auch mehr internationale Strahlkraft. Denn der vom Rat für Formgebung ausgelobte Preis ist eine starke Marke und weit über die Grenzen Deutschlands hin bekannt.

Ohne Frage: Zeit spielt beim Aufbau von Vertrauen immer eine Rolle. Und die Geschichte des Rat für Formgebung reicht sogar zurück bis in das Jahr 1953 – als er auf Initiative des Deutschen Bundestages mit dem Ziel gegründet wurde, die Designkompetenz der deutschen Wirtschaft zu stärken. Seine vielfältigen Aktivitäten dienen auch heute noch der nachhaltigen Steigerung eines Markenwerts durch den strategischen Einsatz von Design. Nun sind Architektur- und Designbüros heute selbst Marken, die für ein bestimmtes Leistungsspektrum, für eine individuelle Arbeitsweise und Formensprache stehen. Der German Design Award kann gerade durch seine langjährige, internationale Bekanntheit Kreativbüros und Gestalter dabei unterstützen, ihre Stärken und Kompetenzen zu vermitteln.

Einfach und zeitlos: Design mit reduzierter Formensprache fürs Bad

Reine Formsache: German Design Award 2021 | Aktuelles

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Wichtig, gerade für kleinere Büros: Allen Kleinunternehmen und Freiberuflern gibt der Rat für Formgebung die Möglichkeit, sich durch Förderung von den Servicegebühren für Gewinner befreien zu lassen. Die Freistellung kann nach Antrag und anschliessender Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse erfolgen. Voraussetzung ist, dass der Jahresumsatz des jeweiligen Design- oder Architekturbüros in den letzten beiden Jahren jeweils nicht mehr als 50.000 Euro betrug. Der Antrag muss bis zum 10. Juli 2020 gestellt werden, das entsprechende Formular ist unter diesem Link abrufbar:

Der 10. Juli ist gleichzeitig der diesjährige, allgemeine Anmeldeschluss für den German Design Award 2021. Und auch in diesem Jahr wird wieder eine namhaft besetzte, internationale Jury die besten Einreichungen in den Kategorien Architecture, Product Design und Communication Design auswählen. Neben der Preisverleihung im Rahmen der Ambiente in Frankfurt – ein idealer Ort zum Netzwerken – profitieren die Gewinnerinnen und Gewinner auch von der Ausstellung ihrer Entwürfe gleich an zwei Orten: auf der Messe und im renommierten Museum Angewandte Kunst in Frankfurt.

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Eine neue Kategorie namens "Start-up" richtet sich erstmals an junge Architektur- und Designbüros. Wichtig für Kleinunternehmen: Sie können unter bestimmten Voraussetzungen eine Befreiung der Servicegebühren für Gewinner beantragen

Mit rund 30.000 Veröffentlichungen in den klassischen und den sozialen Medien hat der Preis im letzten Jahr seine mediale Relevanz einmal mehr unter Beweis gestellt. Die jährliche Auszeichnung einer "Personality of the Year" trägt mit dazu bei, dass über den German Design Award gerade auch international berichtet wird. Denn diesen bekommt nur, wer wirklich Grosses in seiner Karriere geleistet hat – zu Preisträgern der vergangenen Jahre zählen etwa Jasper Morrison, Konstantin Grcic, Erik Spiekermann und Hartmut Esslinger.

Genau diese Strahlkraft und Bekanntheit des Preises nützt gerade auch jenen Büros, die noch dabei sind, sich einen Namen aufzubauen. Hier kann die Begründung der Jury für die Pressearbeit der ausgezeichneten Büros zu einem wichtigen Instrument der Kundengewinnung werden. Und mit der neuen Kategorie "Start-up" fördert der Rat für Formgebung in diesem Jahr erstmals innovative und zukunftsorientierte Projekte junger Architektur- und Designbüros, die sich seit dem Februar 2017 gegründet haben – also bis zur Preisverleihung im Februar 2021 nicht älter als vier Jahre sind.

Ausgezeichnete Baukunst und Innenarchitektur: Der German Design Award bietet internationalen Architekten und Designern eine grosse Bühne

Reine Formsache: German Design Award 2021 | Aktuelles

Ausgezeichnete Baukunst und Innenarchitektur: Der German Design Award bietet internationalen Architekten und Designern eine grosse Bühne

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Last, but not least bedeutet innovative Gestaltung heute mehr und mehr, digital gesteuerte Entwurfs- und Fertigungstechniken so einzusetzen, dass sich Produkte auf die Umwelt möglichst gering auswirken. Wer es also schafft, neue, ökologisch relevante Konzepte zu entwickeln, wird die Jury des German Design Award sicherlich für sich gewinnen können. Ging es in den 1950er Jahren, als der Rat für Formgebung gegründet wurde, vordergründig um Design als Wirtschaftsfaktor und die Förderung einer neuen Produktästhetik im Nachkriegsdeutschland, so geht es heute wahrlich um mehr: um unsere Zukunft.


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