Media-Tic-Building von Dornbracht | Herstellerreferenzen

Fotograf: © Heiko Sohn/Iwan Baan

Media-Tic-Building von Dornbracht | Herstellerreferenzen ×
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„Digital Pedrera“ - das Media-Tic-Building als Hommage an Antoni Gaudí

Im gerade fertig gestellten Media-Tic in Barcelona kann der performative Charakter von Architektur erprobt werden.

In direkter Nachbarschaft zu Jean Nouvels Torre Agbar ist das Media-Tic als Drehscheibe und Treffpunkt für Unternehmen und Institutionen aus den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie sowie dem Mediasektor konzipiert. An einem industriell geprägten Ort, der über lange Zeit den Wirtschaftsmotor der Metropole ausmachte, entstand eine Transformation zu einem neuen intellektuellen Modell, das die kreativen Prozesse, Synergien und die Zusammenarbeit von Forschung, Technologie und Business miteinander verknüpft. So gliedert sich das Gebäude in mehrere Ebenen – von der öffentlichen Communication Exhibition Zone mit Auditorium und Gastronomie bis zu den Forschungs- und Büroflächen der angesiedelten Unternehmen und Institutionen - alles unter dem Dach des ICT Technological Center.

Auch programmatisch ist das Gebäude nicht in eine Schublade einzusortieren. Zu vielschichtig sind die verschiedenen Ansätze und Gedanken, die das Gebäude ausmachen. Keimzelle ist das interdisziplinäre Team an der Schnittstelle von Architektur, Kunst, technologischen Materialentwicklungen und digitalen Prozessen, das den „performativen“ handelnden Charakter der Architektur sichtbar macht. Nach dem Motto:„Where the structure itself performs other functions“ – denn im digitalen Informationszeitalter wird der Architektur auch eine technologische Handlungsweise zugewiesen, an der neue Materialien, Technologien und Verbindungsfähigkeiten ablesbar sind. Die neue Balance der performativen Ablesbarkeit zeigt sich am augenscheinlichsten in der digital gesteuerten Fassade aus ETFE-Oberflächen. Über die schützende Hülle hinaus organisiert sich das unregelmäßige Mosaikmuster aus konkaven und konvexen Flächen selbst – von der Absorption des Sonnenlichts zur Energiespeicherung, über die Filterung von UV-Licht bis zur selbstreinigenden Antihaftoberfläche.
Eine zeitgenössische Interpretation von Industriebaukultur, die über die gestalterische Komponente hinaus den Gebäudeteilen noch aktive Handlungselemente zuweist, nachhaltig und innovativ zugleich.

Was aber neben dem ungewöhnlichen äußeren Erscheinungsbild noch mehr überrascht, ist die Wahl der Vorbilder, die für den Entwurf Pate standen. Von den Überresten der bestehenden Industrieruinen bis zu Ikonen der industriellen Revolution wie der AEG-Turbinenhalle von Peter Behrens – die Anleihen hinsichtlich Formensprache und Innovationsgehalt sind nachvollziehbar. An Originalität kaum zu übertreffen ist jedoch die Verbindung zu Antoni Gaudís Casa Milà – im Volksmund spöttisch „La Pedrera“ (der Steinbruch) genannt, deren Abwicklung der gebrochenen Steinfassade die Verbindung zur „digitalen Revolution“ herstellt. Eine neue Sichtweise eines digitalen Steinbruchs.

EL CONSORCI de la ZONA FRANCA

Architektur: Cloud9, Enric Ruiz Geli

Armaturen Dornbracht: Tara .Logic

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