Die neue Saanersloch-Gondelbahn in Gstaad ist nicht nur eine statische Meisterleistung, sie hat es mit ihrer speziell konzipierten und bisher einzigartigen Ganzglas-Fassade von GLAS MARTE sogar an die Weltspitze gebracht.

Auf dem Gipfel: Die erste Seilbahn mit Echtglasfassade beweist in vielerlei Hinsicht besonderen Weitblick

Höchst durchsichtig: Glas Marte | Aktuelles

Auf dem Gipfel: Die erste Seilbahn mit Echtglasfassade beweist in vielerlei Hinsicht besonderen Weitblick

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Weisse Weite, der knirschende Schnee unter den Schwüngen, die Nase im Fahrtwind – bergab geht es mit den Brettern, die die Winterwelt bedeuten. Unten angekommen, voller Glück im Gepäck, kann man es kaum erwarten, erneut in die Lüfte und auf die nächste Piste gehoben zu werden. Umso schöner, wenn es sich dabei um eine Seilbahn der besonderen Art handelt.

Die neue Gondelbahn Saanenmöser-Saanerslochgrat in Gstaad ist nicht nur die erste D-Line-Kabinenbahn der Schweiz, sondern auch die erste weltweit, deren Stationen eine Glaspanorama-Konstruktion besitzen. Ein Highlight voller Durchblick und Weitblick, das neben der architektonischen Ästhetik auch mit LED-Technik nachgerüstet werden kann und so vielfältige Marketing-Möglichkeiten bietet.

1979 gebaut, war die Saanersloch-Bahn damals ein Meilenstein der Technik. Nach fast 40 Dienstjahren wurde die viel befahrene Bahn gemeinsam mit dem renommierten Seilbahnhersteller Doppelmayr/Garaventa durch eine D-Line ersetzt und im Dezember 2018 für alle Bergbegeisterten eröffnet. Wiederum ein Meilenstein, technisch wie optisch.

First Class wie First Glass: Die neue D-Line-Gondelbahn in Gstaad fährt nicht nur in puncto Technik und Komfort an der Spitze, sondern auch in der Wahl der Glasbauweise. Und ist auch optisch ein echtes Highlight

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First Class wie First Glass: Die neue D-Line-Gondelbahn in Gstaad fährt nicht nur in puncto Technik und Komfort an der Spitze, sondern auch in der Wahl der Glasbauweise. Und ist auch optisch ein echtes Highlight

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Um die besondere Seilbahntechnik auch architektonisch sichtbar zu machen, entwarf das beauftragte Stuttgarter Planungsbüro die einzelnen Stationen im kubischen Design mit Glasfassade und Wellblechdach. Im Sommer kein Problem, doch aufgrund der hohen Schneelasten im Winter eine statische Herausforderung, für die die Verantwortlichen sich den langjährigen Glasspezialisten Glas Marte zur Seite holten. Die perfekte Seilschaft, denn dank einem besonderen Befestigungssystem, anspruchsvollen Glasverklebungen sowie speziell konzipierten Gläsern, die enormen Kräften wie widrigen Wetterbedingungen standhalten können, wurde aus dem Entwurf am Ende eine tragfähige Umsetzung.

Innovative und individuelle Lösungen im konstruktiven Glasbau stehen bereits seit drei Generationen für den Erfolg von Glas Marte. Das 1930 gegründete Unternehmen mit Sitz in Bregenz und Itter gehört seit vielen Jahren zu den führenden europäischen Glasspezialisten und bietet Glasbau, Glasbearbeitung und Glassysteme auf höchstem technischem Niveau. Stets abgesichert durch Patente und den ständigen Austausch mit internationalen Experten und Universitäten.

Dass Glas zu einem wesentlichen Material der Architektur geworden ist, ist offensichtlich und spiegelt auch den Wandel der Gesellschaft zu mehr Offenheit und Transparenz wider. Dafür muss der Baustoff jedoch zunehmend eine tragende Rolle und Funktion übernehmen. Vom Fenster bis zur Fassade, von der Glastreppe bis zur Brücke, vom Wintergarten bis zur Überdachung eines Sportstadions. Oder bis zur ganzheitlichen Glasfassade einer Seilbahn.

Rudolf Marte (unten) gründete die Firma 1930 als Ein-Mann-Betrieb. Heute beschäftigt das Familienunternehmen 340 Mitarbeiter

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Rudolf Marte (unten) gründete die Firma 1930 als Ein-Mann-Betrieb. Heute beschäftigt das Familienunternehmen 340 Mitarbeiter

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Durchdachte Glaskonstruktionen können inzwischen fast alle bauphysikalischen, konstruktiven und architektonischen Aufgaben erfüllen und sind somit ein möglicher wie bereits beliebter Ersatz für Holz, Stahl und Beton. Die grosse Kür dabei ist, so wenig sichtbare Konstruktionsteile zu verwenden wie nötig, denn nur so können Glasflächen auch ihre volle ästhetische Wirkung entfalten.

Auch wenn Glasbauten erstmal nichts zu verbergen haben, hat das transparente Material noch viele weitere Künste auf der Scheibe, die auf den ersten Blick noch gar nicht ersichtlich sind. Von der Farbe über die Verdunklung bis zur Isolation und sogar als Werbefläche. Die Glasfassade der Saanersloch-Bahn z. B. kann bei Bedarf mit einer LED-Medientechnik nachgerüstet werden, um Besuchern grossflächig Werbung oder andere Informationen zu präsentieren.

Und auch farblich passt sich das Glas an. Der Farbton „Guardian SunGuard HD Royal Blue 20“ klingt nicht nur nach blauem Himmel, sondern verleiht den Glaskuben eine elegante Natürlichkeit und fügt sie so bedacht ins Gesamtbild des Berner Oberlands ein. Die grösste Stärke von Glas, Akzente zu setzen – mit Leichtigkeit.

© Architonic

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