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UMBAU EINES DENKMALGESCHÜTZTEN APARTMENTS

Es ist der perfekte Ort für einen jungen Investmentbanker, der Kunst sammelt. Das Apartment liegt hoch über der Londoner City, nur ein paar Schritte vom Bankenviertel entfernt und inmitten einer auf den ersten Blick unscheinbaren Oase: dem denkmalgeschützten Barbican Centre. Kein Autoverkehr, dafür Wasser, Gärten und im Erdgeschoss statt hektischem Geschäftsleben ein bedeutendes Kulturzentrum mit Konzerthalle, Theatern, Kunstgalerie und drei Kinos.

Eine Loggia streckt sich um alle vier Zimmer der Wohnung, nach Osten hin vor dem Küchenfenster wird sie sogar zur Terrasse. Man muss nur die Schiebetüren öffnen, dann steht man über der Stadt. Vom Frühstück in der Morgensonne bis zum Sun-Downer am Abend sind es nur ein paar Schritte den Balkon entlang.

Die 100-Quadratmeter-Wohnung im 17. Stock mit ihrem spektakulären Blick über die Dächer der Stadt soll nicht nur der neue Lebensmittelpunkt sein, sondern zugleich als Ausstellungsraum dienen. Zum Zeitpunkt des Kaufs sieht es drinnen aus, als sei die Zeit stehen geblieben: Vergilbter Teppichboden, 80er-Jahre-Einbauküche und Badezimmerausstattung, drei enge Zimmer reihen sich neben dem großzügigen Wohnraum. Flur, Küche und Bad sind so zum Treppenhaus des Hochhauses gelegen, dass sie dunkel und klein wirken.

Die Wohnung soll – bei Wahrung des historischen Grundrisses mit seinen drei Schichten (außen Loggia, dahinter die Wohnräume, ganz innen Flur, Bad und Küche) - flexibler nutzbar werden, mehr Großzügigkeit bekommen. Von jedem Winkel soll man das Panorama und die Helligkeit genießen können. Und sie soll Raum für zeitgenössische Kunst bieten.

Dazu wird die Wand zwischen Flur und Schlafzimmern durch eine lichtdurchlässige Schiebetüranlage ersetzt. Die Wohnräume sind komplett in weiß gehalten, das verleiht ihnen Großzügigkeit und bietet einen minimalistischen Hintergrund für die Kunstsammlung des Besitzers. Im starken Kontrast dazu werden die nach innen gelegenen Räume von Flur, Bad und Küche rundum mit einer seidig schimmernden schwarzen Oberfläche versehen. Die dunkle Farbe lässt die kleinen Räume größer erscheinen und unterstützt die Wirkung des Kunstlichts, das man hier auch am Tag braucht. Ein Bad ohne Wand? In dieser Wohnung Pflicht. So kann man nun die lichtdurchlässige Schiebetür öffnen und den Tag in der Badewanne ausklingen lassen – mit Blick auf die Lichter des nächtlichen Londons. Falls gleichzeitig auch noch die Balkontüren geöffnet sind, hört man dabei das gleichmäßige Rauschen der Metropole.

Man ist mittendrin in London, doch hier oben klingt die Stadt sanft wie aus der Ferne.


Das Quartier des Barbican Estate in der Innenstadt von London wurde im Zweiten Weltkrieg durch Angriffe der deutschen Luftwaffe weitgehend zerstört. In den 1958 gewann das Büro Chamberlin, Powell und Bon den ausgeschriebenen Architekturwettbewerb zur Neugestaltung des Areals. Die Corporation of London ließ das Barbican Centre zwischen 1971 und 1982 für damals 156 Millionen Pfund Sterling erbauen. Am 3. März 1982 wurde es eröffnet.
"The intention underlying our design is to create a coherent residential precinct in which people can live both conveniently and with pleasure. Despite its high density the layout is spacious: the buildings and the space between them are composed in such a way as to create a clear sense of order without monotony. Uninterrupted by road traffic (which is kept separate from pedestrian circulation through and about the neighbourhood) a quiet precinct will be created in which people will be able to move about freely enjoying constantly changing perspectives or terraces, lawns, trees and flowers seen against the background or the new buildings or reflected in the ornamental lake."
Chamberlin, Powell & Bon, Architects "Barbican Redevelopment" April 1959

private

AUTHOR: UTARCHITECTS, Tim Bauerfeind, Henning von Wedemeyer
TEAM: Tim Bauerfeind, Wenke Schladitz, Henning von Wedemeyer

Mr. Chong Yeoh, Contractor

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