Eingesetzte Produkte

Frei schwebend

Die neue ThyssenKrupp Zentrale ist Arbeitsplatz für mehr als 2.000 Beschäftigte und neues Herzstück des Unternehmens. Die moderne, transparente Architektur steht für Dialog und Wissensaustausch. Mit dem überkonfessionell ausgerichteten „Raum der Stille“ bietet der Konzern seinen Mitarbeitern und Besuchern einen in heutigen Bürowelten selten zu findenden Ort der inneren Einkehr.

Bei seiner Planung verzichteten die Architekten von JSWD, Köln, mit Chaix & Morel, Paris, bewusst auf eine hervorstechende Geometrie. So reiht sich der äußerlich unauffällige Raum dezent in die angrenzende Abfolge von Konferenzsälen im Q2-Forum ein. Erst der Blick ins Innere macht diesen „Raum der Stille“ so absolut spektakulär. Hier, im 135 qm großen und 7 m hohen Hauptraum, scheint ein nach unten offener, großer Kubus frei im Raum zu schweben. Ganz ohne Bodenkontakt und im Deckenbereich quasi freigestellt durch ein umlaufendes Oberlicht. Dieser schwebende Kubus zentriert die gesamte Raumeinheit. In seinem Inneren taucht eine animierte Lichtdecke die Wandverkleidung aus Hunderten von fingerförmigen Titan-Schindeln effektvoll in blaues Licht, wodurch der schwebende Charakter des Kubus zusätzlich verstärkt wird.

 Geschick auf großer Fläche

Neben der reinen Formensprache war den Architekten bei der Gestaltung des „Raums der Stille“ vor allem eine angemessene Materialwahl wichtig. So sind alle Wände, die Decke, der äußere Kubus und auch der Boden mit nur einem Material belegt. Zum Einsatz kam ARDEX PANDOMO, ein monolithisches System zur fugenlosen, individuellen Oberflächengestaltung. So entstand ein Raum wie aus einem Guss in einem klaren, reduzierten Design. Seine fugenlose Flächigkeit wirkt großzügig und intensiviert das prägende Raumerlebnis.

Die Umsetzung an Wand und Decke erforderte von den ausführenden Stuckateuren der Firma Heinz Vorwerk aus Warendorf viel Erfahrung und einiges an handwerklichem Geschick. Die besondere Herausforderung:  Trotz der nicht ganz einfachen Arbeitsbedingungen hatten die Warendorfer Profis eine absolut durchgängige Optik mit gleichmäßigem Farbabsatz auf allen Flächen zu gewährleisten.

Im ersten Schritt wurden diese Flächen zunächst verputzt, zweifach gespachtelt und nachfolgend geschliffen. Darauf aufbauend verlegte man dimensionsstabiles Rapidvlies zur Schaffung glatter, gleichmäßiger und strapazierfähiger Oberflächen. Auf dem so sorgfältig vorbereiteten Untergrund erfolgte nun die Schlussbeschichtung mit ARDEX PANDOMO W1, einem vielseitigen Dekor-spachtel auf zementärer Basis, der gleichermaßen durch seinen edlen, seidigen Oberflächenglanz wie auch durch seine hohe Festigkeit überzeugt.

Zunächst wurde die ursprünglich weiße Spachtelmasse präzise in dem von den Planern vorgegebenen lichten Creme-Ton gleichmäßig abgemischt und nachfolgend Fläche für Fläche aufgebracht. Immer frisch in frisch, damit keine sichtbaren Ansätze entstehen. Dabei erwies sich dieser Dekorspachtel in der Praxis als leicht und schnell zu verarbeiten. Nach dem Aushärten wurden die Flächen in zwei Durchgängen geschliffen, poliert und abschließend mit PANDOMO-Steinöl versiegelt. So sind sie auch schmutz- und flüssigkeitsabweisend imprägniert. Durch die Politur entstanden die gewünschten matt glänzenden, homogenen Oberflächen in Steinoptik. Selbst die Ausbildung von Schattenfugen war problemlos möglich. Für den durchgängigen Anschluss im System am Boden sorgten die Spezialisten der Firma Estrichverlegung Otto Aman mit ARDEX PANDOMO Floor und PANDOMO Loft. Fugenlos auf 135 qm verlegt, vermittelt der Boden den Eindruck einer gewachsenen Steinplatte. Durch die Gleichbehandlung aller Oberflächen entstanden so Boden, Wand und Decke in einem Look. Ein Raumkontinuum als einzigartiges Gestaltungskonzept.

Architect

JSWD Architekten, Köln, mit Chaix & Morel et associès, Paris

Project Partners

Heinz Vorwerk GmbH
Warendorf
www.vorwerk-putz.de

Otto Aman GmbH & Co.KG
www.estrich-aman.de

Property Owner / Client

ThyssenKrupp AG, Essen
vertreten durch ThyssenKrupp Real Estate

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