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Kunst für Kenner: Lack


 

interlübke fertigt Oberflächen mit Tiefgang: Möbel, in denen man sich spiegeln kann - Sinnbilder für Handwerkskunst und technische Vollkommenheit. Diese Kompetenz des Herstellers reicht bis in das Jahr 1937 und der Gründung der "Spezialfabrik für polierte Schlafzimmer" zurück. Schimmernde Interieurs erleben aktuell ihre Renaissance. Doch schon lange haben sich Menschen den Verführungen der Lackkunst verschrieben.
Kunst für Kenner: Lack

"Der Lack ist ab" – so umschreibt man gern das Auftreten der ersten Falten, an Möbel denken wir dabei nicht. Makellosigkeit und Schönheit sind mit dem Begriff 'Lack' seit jeher verbunden: Die ältesten Zeugnisse der Lackkunst stammen aus dem Jahr 300 vor Christus, gefunden in China. Von dort aus gelangt sie nach Japan, seit der Renaissance auch nach Europa. Die Kunstfertigkeit, das Harz des Lackbaumes für dekorative Gegenstände zu verarbeiten, perfektioniert sich über die Jahrhunderte. Anfänglich werden Rot und Schwarz (heute immer noch aktuell), später weitere Farben in immer mehr Schichten aufgetragen. Diese müssen aushärten und werden dann erneut bearbeitet. Die Werkstücke werden geschliffen, bemalt, graviert, beschnitzt. Teilflächen werden herausgeschnitten und erneut mit Lack oder Ölfarben ausgemalt. Urushi lautet der Begriff für das traditionelle asiatische Handwerk, aus dem Schalen, Tabletts, Rüstungen, Helme und Möbel hervorgehen.

Es liegt in der Natur der Sache, dass interlübke andere, ebenso meisterhafte Verarbeitungs-techniken einsetzt. Zum Teil gelten die gleichen Voraussetzungen. Eine davon ist Staubfreiheit, eine weitere das Auftragen möglichst dünner Schichten und Poliervorgänge. Je weniger Lack-material verwendet wird, (Folien kommen nicht zum Einsatz), je hochwertiger es ist, desto feiner und tiefer der Glanz, der den Möbelkörper seidig-matt oder auch brillant schimmern lässt. Der Verlockung, sanft über solche Flächen zu streichen, erliegt man nur allzu gern. "Grundsätzlich versehen wir die Oberflächen in sieben Arbeitsschritten mit mehreren Lackschichten – auch von innen. Vor jedem Weiterverarbeitungsschritt werden diese jeweils gebürstet und geschliffen." Detlef Mika, Geschäftsleitung Marketing und Vertrieb, erklärt weiter: "Diese Feinheit bedarf vieler Hände, aber auch der Technik. Erst die Kombination aus Handwerk und Automation macht es möglich, Möbel in dreissig Standard- und zahllosen Wunschfarben zu produzieren." Verarbeitet wird dieser Regenbogen an Farbnuancen in einer umweltschonenden Lackieranlage im Wert von 2 Mio. Euro, die 2006 errichtet wurde.
Kunst für Kenner: Lack

Perfektion und Pioniere
"Glänzenden Fronten haftet der Hauch von Luxus an", sagt Leo Lübke, Geschäftsführender Gesellschafter, "zudem wirkt das Klischee vom 'Schleiflackmöbel mit Dackelbein' immer noch nach. Das wollen wir ändern. Kasten- und Systemmöbel sind schlichte Körper mit Funktion, die sich zurücknehmen. Es ist ästhetisch reizvoll, sie in schimmernde Objekte zu verwandeln, die dem Raum Glanz verleihen." Seit jeher ist Lack ein Kulturgut, das der Pioniere oder Mäzene bedarf. Ab dem 16. Jahrhundert gelangen asiatische Stücke nach Europa – Luxusartikel, begehrt von feinsinnigen Fürsten und Herrschern, die sich und ihre Höfe damit schmückten. Sie zeigen sie in 'Wunderkammern' oder eigens errichteten 'Lack-Kabinetten'. Eines davon ist heute noch im Bayerischen Schloss Nymphenburg zu sehen.
Kunst für Kenner: Lack

Schlafzimmer für Marie Antoinette
Die vielleicht berühmteste Liebhaberin feiner Lackarbeiten war Marie Antoinette, die von ihrer Mutter Kaiserin Maria Theresia eine Sammlung von fünfzig Objekten erhielt und durch gezielte Akquisitionen aus dem Pariser Kunsthandel ergänzte. Aufgestellt wurden sie im 'Cabinet Intérieur' ihres Versailler Apartments: "in dieser Verbindung von Sammlung und Mobiliar eine wahrscheinlich einzigartige Raumkomposition des 18. Jahrhunderts." (Quelle: Lackmuseum Münster)

"Ein Schlafwohnzimmer für Marie Antoinette hätten wir gern eingerichtet – als Kombination aus 40S, unserem neuen Schrankwand-Wohnsystem und dem System S 07", meint Detlef Mika. "Doch auch bei ernster Betrachtung und in aller Bescheidenheit: Ein Lackmöbel von interlübke ist salonfähig, wo immer es auch steht, in kleinen oder grossen Räumen. Es wird makellos produziert, vom Fachhandel geliefert und aufgebaut. Doch es erfordert im täglichen Leben etwas Sorgfalt und höflichen Umgang. Nur dann können Sie jeden Tag vor ihm stehen und sagen: Spieglein, Spieglein an der Wand!"
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