Die ag möbelfabrik horgenglarus wurde 1880 in Horgen am Zürichsee von Emil Baumann gegründet. Von Anfang an hat sich das Unternehmen auf die Herstellung von hochwertigen Stühlen und Tischen spezialisiert. Im Jahre 1902 kam in Glarus das zweite Werk hinzu, wodurch die Marke horgenglarus entstand.
Philosophie
Die Neue Einfachheit geht wieder zurück zu den Wurzeln: Mit 120-jährigem Know-How, höchster Handwerkskunst und modernsten Produktionsanlagen entwickelt horgenglarus zusammen mit führenden Designern Stühle und Tische, die sich durch klare Linien und einfache, eigenständige Formen auszeichnen.
Bereits 1946 diskutierte die Designerszene und die Möbelbranche die Fragwürdigkeit der «Verschleisswirtschaft» und stellte den sinnvollen und sparsamen Umgang mit Rohmaterialien als Alternative dagegen. Heute, wo Nachhaltigkeit aus zwingenden Gründen bei verantwortungsbewussten Unternehmen zuoberst im Denken steht, erhält dieser Begriff eine ganz aktuelle Bedeutung. Für horgenglarus gehören der sparsame Umgang mit Ressourcen und die umweltbewusste Herstellung schon immer zu den Leitplanken unternehmerischen Handelns.
«Die Schönheit von Gegenständen muss selbstverständlich, unmodisch und ungewollt sein». Dies forderte 1931 der Kunsthistoriker Siegfried Giedion, der zu den Mitbegründern der Wohnbedarf AG gehörte. horgenglarus begann eine intensive Zusammenarbeit mit dieser «Zentralstelle für den zeitgemässen Wohnbedarf» und weiteren führenden Inneneinrichtern: Die Stühle und Tische von horgenglarus fanden Aufnahme in deren Verkaufssortimente. An dieser innovativen Grundausrichtung hat sich bis heute nichts geändert. horgenglarus wurde kürzlich mit dem Prädikat «Weltklasse – Made in Switzerland» ausgezeichnet.
1925 wählte LeCorbusier für seinen «Pavillon de l'Esprit Nouveau» an der Exposition internationale des Arts décoratifs in Paris Stühle aus der Fabrikation von horgenglarus als repräsentative Beispiele für seine Auffassung von Wohnkultur. Es war die Zeit neuer Ideen. Zu den nachhaltigsten Innovationen dieser Zeit gehörten die sogenannten Bugholzmöbel, deren Herstellung in der Schweiz nur von horgenglarus beherrscht wird: darunter schlichte Holzstühle, die sich durch raffinierte Details auszeichnen. Dazu zählt auch das Modell «classic 1-380», ein Werkentwurf aus dem Jahr 1918. Dieser Stuhl ist seitdem fest im Programm von horgenglarus und besitzt echten Kultstatus. Das Unternehmen pflegt auch heute noch die Kultur des Werkentwurfs.