Urbanes Wohnen liegt im Trend


Häuser Award 2009: Die besten Stadthäuser stehen in Köln und Hamburg
 

Stadtleben ist in: „Besser Wohnen in der Stadt“ lautete daher das Motto, unter dem das Magazin Häuser den Häuser AWARD 2009 auslobte. Immer mehr Bauherren setzen auf die Infrastruktur der Städte mit ihren kurzen Wegen zu Kultur und Konsum. Während die Attraktivität des ländlichen Raums abnimmt, wird das Bauland in guten urbanen Lagen knapp. Die Dichte der Stadt fordert von Architekten und Bauherren umsichtige Planung und viel Kreativität.

„Wer heute in der Stadt wohnen möchte, muss auf Individualität und Raumqualität nicht verzichten“, erklärt Wolfgang Nagel, Chefredakteur von Häuser. „Ob privater Hofgarten oder grosse Dachterrasse: Auch urbanes Wohnen sucht heute den Kontakt zur Natur. Dies belegen die 141 Einsendungen, die wir zum diesjährigen Häuser Award erhalten haben.“
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1. Platz LK Architekten. Foto: Hartmut Nägele / Häuser

Der 1. Platz des Häuser Award 2009 geht an das Architektenpaar Regina Leipertz und Martin Kostulski (LK Architekten) aus Köln für ihr schlankes Büro- und Familienhaus über 12 Ebenen. Auf einem schmalen Restareal von gerade einmal 96 Quadratmetern ist ein komplexes Haus entstanden, das durch klare Linienführung und eine geniale Lichtregie besticht. Beispielhaft für innerstädtisches Bauen befand die Jury zudem die harmonische Verbindung der beiden Bereiche „Arbeiten“ (mit 161 m2) und „Wohnen“ (auf einer Fläche von 144 m2).
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Die Architekten reagierten mit ihrem Entwurfskonzept auf die beengte Grundstückssituation.

Mit dem 2. Platz zeichnet Häuser die Architektin Ute Piroeth für ihre beispielhafte Wohnanlage aus, die ebenfalls in der Kölner Innenstadt entstanden ist. Piroeth gelang es, auf einem nur 1600 Quadratmeter grossen und ringsum von hohen Nachbarbauten umzingelten Areal 14 erstaunliche Wohneinheiten unterzubringen. Im „Quartier 21“ mischt sich urbane Dichte perfekt mit einfamilienhausähnlicher Wohnqualität und privaten Gartenhöfen. Insbesondere die Aussenbereiche zählen zu den Hauptqualitäten der Anlage.
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2. Platz Ute Piroeth / Quartier 21. Foto: Lioba Schneider / Häuser

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Durch eine differenzierte Höhenentwicklung gelang es, den vorhandenen Blockrand in die Bebauung miteinzubeziehen.

Den 3. Platz belegten die Hamburger Jan Hinrichs und Frank Nicolovius von HinrichsNicoloviusArchitekten. Ihr Stadthaus im quirligen Szeneviertel Hamburg-Ottensen bietet dank intelligenter Staffelung viel Licht, Luft und Sonne auf sechs Etagen. Besonders reizvoll: Ein abgetreppter Gebäudeflügel ragt nach Süden in den Hinterhof. So verfügt jede der vier Einheiten über grosszügige Terrassen.
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3. Platz HinrichsNicoloviusArchitekten. Foto: Klaus Frahm / Häuser

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Auf der Strassenseite präsentiert sich das Stadthaus in schnörkellos moderner Formensprache und fügt sich nahtlos in die Kubatur der Blockrandbebauung ein.

Der Häuser Award 2009 wird in Zusammenarbeit mit Schüco, dem Verband Privater Bauherren e. V. (VPB) und dem Callwey Verlag durchgeführt. Zu gewinnen gibt es ein Preisgeld von insgesamt 15.000 Euro. Zusätzlich zahlt der VPB jedem Bauherrn der drei Gewinnerhäuser eine Prämie von 1000 Euro. Die Jury setzt sich zusammen aus Klaus Becker, Schüco International KG, Thomas Penningh, Vorstandsvorsitzender des Verbands Privater Bauherren, Michael Frielinghaus, Präsident des Bundes Deutscher Architekten (BDA) und Häuser-Chefredakteur Wolfgang Nagel.
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Aktuelles Häuser Cover

Das Buch zum Häuser Award 2009
Am 17. März erscheint das Buch zum Wettbewerb: Die Autoren Heinrich Wefing und Bettina Hintze präsentieren auf 176 Seiten mit 200 Abbildungen und 90 Plänen eine thematische Auseinandersetzung sowie eine ausführliche Dokumentation der Ergebnisse des Häuser Award 2009. „Die besten Einfamilienhäuser in der Stadt“ erscheint im Callwey Verlag.
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