Piccolino | 2039 von Draenert
Designer
David Palterer
Einführungsjahr
2002
Architonic ID
1029556
Der „Piccolino“ ist entstanden im Verlangen, das Traditionelle mit der Gegenwart zu vereinen, er scheint daher fast ein Gegenstand der Vergangenheit zu sein. Durch das ungeheuer reiche kulturelle Phänomen, genannt David Palterer, erscheint er frei und aktuell wie nie zuvor. Palterer sagt, seine formelle und kulturelle Vieldeutigkeit bedeute ihm viel, er spreche von einem Stuhl als von einem Freund („parlo di un’amica, di una sedia“).
Der Typus des Palterer-Stuhls mit seinen 45° versetzten Beinen geht auf den so genannten „Fauteuil de bureau“ zurück, einem Schreibtischstuhl, der im 18. Jahrhundert in Frankreich aufkam. Charakteristisch bis heute ist die halbrunde Rückenlehne, die mit den Armlehnen eine Einheit bildet. Die übereck gestellte Zarge und der frontal gestellte Fuß ermöglichen beim langen Sitzen eine bequeme Haltung.
Schon im Napoleon-Schloss auf Elba steht ein interessanter Vorläufer dieses Stuhles, der so genannte „Eckensteher“, auf dem die auf eine Audienz Wartenden Platz nehmen konnten.
Immer wieder wurde dieser Typus seit dem 18. Jh. aufgegriffen.
Ein Vorläufer des Palterer-Stuhls wurde in den 90er Jahren bei ACERBIS gefertigt, die endgültige heutige Version bei DRAENERT.
56 x 55 x 79 cm, Sitzhöhe 46 cm
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