Aris von Atelier Pfister

Aris

Hersteller

Designer Moritz Schmid
ID 53908
Architonic ID 1173555

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Mit vielen Fragen vor Augen bin ich während des Entwerfens zum ersten Briefing “Hülle in der Hülle” immer wieder in Gedanken durch verschiedene Wohnungen gegangen. Aufgrund von Beobachtungen suchte ich nach Antworten und Lösungen zu diesen Fragen, wie wir sie auf den ersten Blick vielleicht nicht erwarten.

In welcher Situation brauchen Kleider eine Hülle, wo brauchen sie Ordnung? Kann ein Kleiderschrank frei im Raum stehen und ihn gliedern, wie eine freistehende Gartenhecke, in die man eintauchen kann?

Die wichtigste Erkenntnis und Frage nach all den Beobachtungen war wohl, ob es nicht von Vorteil wäre, wenn der Kleiderschrank kein Vorne und Hinten hat und von beiden Seiten zugänglich ist wie eine Kleiderstange?

Dies würde uns viele neue Möglichkeiten eröffnen, einen Raum mit einem Schrank zu gestalten und ihn so zu gliedern. Der Schrank kann zum attraktiven Raumteiler werden, der von beiden Seiten her als Speicher zugänglich ist

Der Kleiderschrank ARIS hat keine Vorder- oder Rückseite. Der Schrank kann frei im Raum positioniert und auf eine neue Art genutzt werden. Er ist Raumteiler und Speicher zugleich.

Eine leichte Textilhülle wird beim Öffnen zur Seite geschoben, ähnlich einem Ärmel, der zurückgekrempelt wird. Das freigelegte Innere des Schrankes ist so jeweils von beiden Seiten zugänglich. Zwei querstehende Ständer die durch vier Rundprofile verbunden sind, bilden die Tragstruktur des Schrankes. Die vier Rundprofile sind zugleich die Führung der Hülle. Der Schrank ist in drei Bereiche unterteilt, welche sich alle separat öffnen lassen. Im Innern sind links und rechts Tablare vorhanden. In der Mitte ist die Kleiderstange montiert.

Mit Hilfe eines Holzrahmens, der zentral geführt wird, kann die Hülle zur Seite geschoben werden. Die sehr leichte Hülle besteht aus einem Watteflies, welches beidseitig mit einer dünnen Ballonseide bedeckt ist. Eine computergesteuerte Nähmaschine verbindet die drei Schichten mit geraden, senkrecht verlaufenden Steppnähten miteinander. Diese Nähte sind funktional bedingt, da sie beim Öffnen der Hülle die Faltung vorgeben. Die Nähte sind aber auch ein Gestaltungselement, das durch seine Farbigkeit der Hülle einen schönen Akzent gibt und sie weich erscheinen lässt.

Tragstruktur:
Esche massiv, Klarlack mit 2 % Weissanteil

Tablare:
Spanplatten, weiss beschichtet

Führungsschiene:
Aluminium, weiss beschichtet

Hülle:
weisse Ballonseide, Watteflies, farbiger Faden / Farbvariante in Kieselgrau



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