Wilkhahn

Wilkhahn Wohnmöbel Büromöbel / Objektmöbel
Wenige Unternehmen haben die Büro- und Objektmöbelbranche so geprägt wie Wilkhahn. Über viele Jahre hinweg haben wir einen eigenen, wegweisenden Standpunkt eingenommen und diesen konsequent vertreten.
Heute beschäftigt Wilkhahn weltweit über 600 Mitarbeiter, mehr als 50% des Gesamtumsatzes werden außerhalb Deutschlands erzielt. Trotz Globalisierung und zunehmendem Kostendruck: Auch mittelständische Unternehmen aus einem Hochlohnland können sich auf dem internationalen Markt behaupten. Voraussetzung ist allerdings eine klare Differenzierung vom Wettbewerb - durch herausragende Produkt-Qualität und eine ausgeprägte Unternehmenskultur.
Geschichte


Wilkhahn hat bereits einen langen Weg zurück gelegt. Dabei hat sich das Unternehmen entwickelt wie eine Persönlichkeit. Eine Persönlichkeit, die für Werte ein steht und aus ihrer langen Erfahrung heraus immer wieder Beiträge zu einer allgemeinen kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung geleistet hat. Auf unsere Vergangenheit sind wir stolz, der Zukunft blicken wir gespannt entgegen.
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Wilkening & Hahne: Zunächst nur einer von vielen Handwerksbetrieben in der Region

1907 Die Anfänge



Friedrich Hahne und Christian Wilkening gründen in Eimbeckhausen bei Hannover eine Stuhlfabrik. Die Namen der beiden Gründer bilden später den Firmennamen: Wilkhahn. Aus dem Holz der umliegenden Wälder entstehen qualitätvolle Stühle aus massiver Buche. Noch unterscheidet sich der Betrieb nicht wesentlich von den ca. 100 anderen kleinen und mittleren Stuhlfabrikationen der Region.
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Noch ganz dem Holz verhaftet, doch zeichnet sich die eigene Gestaltungshandschrift bereits ab: Der Stuhl 351 von Georg Leowald

1946 Aufbruchstimmung



Fritz Hahne und Adolf Wilkening übernehmen die Stuhlfabrik ihrer Väter. Die Geschäfte gehen gut, damit wollen sich die beiden jedoch nicht zufrieden geben. Sie suchen nach neuen gestalterischen Wegen. Finden Kontakt zu Walter Heyn, dem Leiter der Deutschen Werkstätten, zu Gestaltern wie Georg Leowald und Herbert Hirche, die aus der Tradition des Bauhauses und des Werkbunds heraus arbeiten. Was damals noch niemand wissen konnte, diese Experimentierfreude sollte sich später auszahlen. Vom regionalen Handwerksbetrieb zum international agierenden Unternehmen, das Geheimnis ist einfach: Erfolg durch Design.
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Ein Klassiker der Moderne: Der Reih- und Stapelstuhl 224 von Georg Leowald entstand 1955.

1950er Jahre: Beim Bauhaus in der Schule



In den 50er Jahren kann das Unternehmen mit Herbert Hirche, Georg Leowald, Roland Rainer, Jupp Ernst und Helmut Lohmeier herausragende Gestalter für sich gewinnen. Wilkhahn wird zum Pionierunternehmen im deutschen Industriedesign, experimentiert mit neuen Werkstoffen und findet zu seiner ganz eigenen Formensprache. Puristische Möbel entstehen, deren Form streng aus der Funktion entwickelt werden. Einige davon schreiben Design-Geschichte.
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Mittagspause in den Werkstätten: Mit Bier und Brot und einem Prototyp des Modells 240

1954 Keine Anordnung ohne Erklärung



Wilkhahn führt als eines der ersten deutschen Unternehmen die betriebliche Altersvorsorge ein. Der Grundstein für die legendäre Wilkhahn-Unternehmenskultur ist gelegt. Fritz Hahne, der von 1946 bis 1982 die Firma leitete, sucht nach immer neuen Wegen, die Mitarbeiter aktiv am Unternehmenserfolg zu beteiligen. Das Ziel: Ein partnerschaftliches, verantwortungsvolles Miteinander. Die Mittel: Eingefahrene Strukturen und Hierarchien werden radikal hinterfragt. Die Devise: "Keine Anordnung ohne Begründung".
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Auf der Suche nach der wahrhaften Form: Schaukelpferd oder Schaukelplastik? Design: Walter Papst

1960er Jahre: Wahrhaftigkeit

In enger Zusammenarbeit mit der Ulmer Hochschule für Gestaltung entstehen im wahrsten Sinne des Wortes revolutionäre Produkte. Die "Jungen Wilden des Industriedesign" loten die politische Dimension der Gestaltung aus. Dem Konsumwahn und der formalen Beliebigkeit wird die gesellschaftliche Verantwortung der Designer und die Moral der Dinge entgegengesetzt. Eine These aus dem Gründungsmanifest der "Ulmer" hat sich auch Wilkhahn auf die Fahnen geschrieben: "Ziel ist es, dauerhafte Güter zu produzieren, die Gebrauchsfähigkeit zu erhöhen und die Verschwendung zu reduzieren."

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Mitarbeiterbeteiligung? Diese Idee war so neu, dass sie zunächst sogar bei einigen Mitarbeitern auf Skepsis stieß.

1971 Leistung lohnt sich



Fritz Hahne verkündet auf einer Betriebsversammlung im Dezember 1970 die 50-prozentige Ergebnisbeteiligung der Mitarbeiter, die ab Januar 1971 wirksam wird. Damit hat er sogar die Gewerkschaften "links überholt". Zahlreiche andere Firmen verlegen ihre Produktion in Billiglohnländer, bei Wilkhahn arbeiten hoch motivierte Angestellte, die sich mit den Produkten identifizieren. Als stille Gesellschafter hält die Belegschaft heute knapp 3,5 Mio. Euro des Firmenkapitals.
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Gesundes Sitzen als Beitrag zur Völkerverständigung: Unser "Botschafter" in China

1980 Sitzen ohne Führerschein



Nach intensiven ergonomischen Studien und Versuchsreihen entwickeln Klaus Franck und Werner Sauer einen neuen Büro-Drehstuhl. Die FS-Linie setzt das Prinzip des Bewegungssitzens konsequent um, noch lange bevor dessen Bedeutung in seiner ganzen Tragweite erkannt wurde. Statt der hochgerüsteten "Sitzmaschinen", mit Hebeln, Rädern und Einstellknöpfen, gibt es nun einen Stuhl, der sich ohne aufwändige Voreinstellungen flexibel der Körperhaltung anpasst und zur Bewegung animiert. Stühle der Serie wurden bislang weltweit über 2 Millionen mal verkauft und sind noch heute im Programm.
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Die Gleichung geht auf: Zeitlos gültiges Design = international gültiges Design

1980er Jahre: Wilkhahn weltweit



Die 80er Jahre stehen bei Wilkhahn im Zeichen der internationalen Expansion. Vertriebsbüros und Tochtergesellschaften werden gegründet, ausländische Handels- und Lizenzpartner gewonnen. Heute werden 50% des Gesamtumsatzes außerhalb Deutschlands erwirtschaftet. Diese Entwicklung bestätigt nicht nur unsere Marketing- und Vertriebspolitik, sondern auch unsere Design-Haltung.
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Ökologie und Design sind keine Widersprüche: "Picto" wurde mit Auszeichnungen aus beiden Bereichen bedacht

Anfang der 90er: Ökologischer Wandel



Wilkhahn wird seinem Vorreiterstatus auch im Umwelt-Bereich gerecht: Die 1993 fertig gestellten Produktionshallen von Thomas Herzog gelten weltweit als Musterbeispiel für ästhetisches und zugleich umweltverträgliches Bauen. Der Drehstuhl "Picto" - aus sortenrein gekennzeichneten und vollständig zerlegbaren Einzelteilen montiert - wurde 1995 als erster Bürostuhl der Welt mit dem Umweltprädikat der niederländischen Stiftung Milieukeur ausgezeichnet.
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Flexibel: Arbeitsformen, Raumstrukturen und Möblierung

Ende der 90er: Arbeitsformen im Wandel



Internet, Start up, Teamarbeit, Selbstorganisation, lernende Gesellschaft, Konferenztechniken: Das sind die Schlagworte einer Arbeitswelt, die in einen revolutionären Bewegungsschub geraten und seither nicht mehr zum Stillstand gekommen ist. Bei Wilkhahn entsteht die Produktentwicklung aus einer umfassenden Analyse moderner Arbeits- und Kommunikationsformen. Als Ergebnis entstanden u.a. die Einrichtungsprogramme Confair und Conrack, die Raum geben für Kreativität und Wandel, zum Denken, Arbeiten und Leben, für Gruppen und Individuen.
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Preisverleihung: Fritz Hahne (li.) und Staatssekretär Siegmar Mosdorf

1999 Ein Lebenswerk



Fritz Hahne erhält den Bundespreis "Förderer des Design". Die vom Rat für Formgebung verliehene Auszeichnung ehrt Personen, die sich um den Stellenwert des Design in Deutschland verdient gemacht haben. Der Jury-Vorsitzende Dr. h. c. Dieter Rams: "Die besondere Leistung Fritz Hahnes liegt darin, dass er immer wieder gezeigt hat, dass gute Produktgestaltung, beste Produktqualität, soziale Verantwortung und ökologisches Bewusstsein in einem wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen verwirklicht werden können."
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Teamarbeit: Der Wilkhahn InteracTable mit integrierter Hard- und Software bringt Konstrukteure und Projektmanager, Gestalter und Kunden an einen Tisch

2000 Mensch - Natur - Technik



Unter diesem Motto präsentiert die EXPO 2000 Szenarien für eine mögliche Zukunft an der Schwelle zum neuen Jahrtausend. Unser Beitrag: "Zukunft der Arbeit im Spannungsfeld Mensch, Natur, Technik und Markt", eine Sonderausstellung der Expo in Kooperation mit dem DGB, der AOK, der Deutschen Arbeitsschutz Ausstellung und dem Institut für Arbeit- und Sozialhygiene.
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Philosophie


Zusammenhänge herstellen. Wach sein. Neugierig bleiben. Wir haben nie an die reine Form geglaubt: Wer Möbel oder Räume gestaltet, gestaltet seine Umwelt und die Beziehung der Menschen miteinander. Ästhetik hatte für uns immer auch eine ethische Dimension. Seit Jahren gehen wir deshalb beständig neue Wege in der Gestaltung, seit Jahren üben wir uns in einem partnerschaftlichen, verantwortungsvollen Umgang. Mit der Natur, unseren Mitarbeitern und der Technik, die wir einsetzen.

Umwelt



„Im Zweifelsfall hat der ökologische Aspekt einen höheren Stellenwert als schneller Gewinn.“ Aus dem Grundsatzpapier des Verwaltungsrates 1989.

Mit Picto, dem ersten vollständig recyclebaren Bürodrehstuhl, erbrachten wir 1992 den Beweis, dass man innovative Produkte ökologisch konzipieren und produzieren kann. Als Vordenker demonstrieren wir unsere Innovationskraft auch im Umweltbereich: Im Einsatz umweltgerechter Materialien, mit einem ausgereiften Mehrwert-Verpackungssystem, bei der Abfallentsorgung oder bei der Verwendung lösungsmittelarmer Lackierungen. Belohnt wurden wir für dieses Engagement mit zahlreichen Auszeichnungen.
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Mitarbeiterführung



„Keine Anweisung ohne Begründung“

Mit diesem Satz gab Fritz Hahne schon früh den Umgangston vor. Entscheidungen werden bei Wilkhahn durch Argumente legitimiert und nicht durch Hierarchien. Eine solche Unternehmenskultur bringt starke, selbstbewusste Individuen hervor, die sich mit ihrer Arbeit identifizieren können und mit ganzem Herzen bei der Sache sind. Ein angenehmer Nebeneffekt: zahlreiche internationale Auszeichnungen für unser sozialökonomisches Engagement.
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Architektur


Erschreckend viele Menschen leben und arbeiten in Gebäuden, zu denen ihnen jede innere Beziehung fehlt. Wie sollen aber in einer entfremdeten, unmenschlichen Umgebung gebrauchsfreundliche, harmonische Produkte entstehen? Eine Fabrikationshalle kann mehr sein als eine mit Wellblech überdachte Maschine. Mit Frei Otto und Thomas Herzog konnten wir herausragende Architekten für unsere Firmenarchitektur gewinnen.
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Pavillons von Frei Otto



Frei Otto wurde als Architekt des Münchener Olympiaparks auch über die Fachwelt hinaus bekannt. Als 1987 die Produktionsfläche bei Wilkhahn erweitert werden sollte, entwarf er Gebäude für die Näherei und Polsterei. Statt einer herkömmlichen Fabrikhalle entstanden 4 Pavillons mit einer leichten Zeltdachkonstruktion aus Holzhängestäben. Die aus organischen Strukturen abgeleiteten Formen fügen sich harmonisch in die Landschaft ein. Das Innere ist freundlich, hell und bietet ein beneidenswertes, produktives Arbeitsklima. Die mehrfach preisgekrönten Bauten gelten weltweit als Musterbeispiele einer human orientierten Industriearchitektur.
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Produktionshallen von Thomas Herzog



"Wir müssen mit der Natur bauen - nicht gegen sie"
Thomas Herzog

8000 Quadratmeter überbauter Raum - und dennoch vermitteln die Produktionshallen von Thomas Herzog einen leichten, fast schwebenden Gesamteindruck. Zwischen vier weit aufragenden Holz-"Böcken" sind drei verglaste Hallenfelder abgehängt, gekreuzte Stahlzugstangen machen die Hängekonstruktion nach außen sichtbar. Ein trotz seiner Größe äußerst feingliedriger Bau, der auch ökologisch bis ins Detail durchkonzipiert ist: Spezielle Glasfronten zum Wärmeschutz, ein weitgehend natürliches Lüftungssystem, eine Solarstrom-Anlage, begrünte Dächer als Klima- und Regenwasserpuffer setzen Maßstäbe für umweltbewusstes Bauen.

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