Steelcase ist der weltweit führende Hersteller von Büroeinrichtungen und innovativen Raumlösungen. Das Unternehmen wurde 1912 in Grand Rapids in Michigan, USA, gegründet. Dort befindet sich auch heute noch die Konzernzentrale. Zu Steelcase Inc. gehören Steelcase North America, zuständig für die USA, Kanada und Mexiko, sowie Steelcase International, Dachunternehmen der übrigen Länder mit Sitz in Strasbourg (Frankreich). Weltweit hat Steelcase etwa 13.500 Beschäftigte, 31 Fertigungsstandorte und 650 Fachhändler. Im Geschäftsjahr 2008 erwirtschaftete der Büromöbelhersteller, der seit 1998 an der New Yorker Börse gehandelt wird, einen Umsatz von 3,4 Milliarden US-Dollar.
Als Teil von Steelcase International ist die Steelcase Werndl AG für die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständig. Sie entstand 1998 aus der Übernahme der Werndl Büromöbel AG, gegründet 1895 in Rosenheim. Die Deutschland-Zentrale sowie eine der Fertigungsstätten befinden sich in Rosenheim (Bayern). Zweiter Produktionsstandort ist Durlangen (Baden-Württemberg). An beiden deutschen Standorten sind insgesamt 680 Mitarbeiter beschäftigt. Zusammen mit 150 Fachhandelspartnern erwirtschaftete die deutsche Tochter im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von 190 Millionen Euro.
Fokus: User-centered Design
Der Steelcase-Erfolg begründet sich in der lösungsorientierten Beratung und den entsprechenden Produkten. Weltweit verfügt das Unternehmen über mehr als 500 Produktlinien. Darunter finden sich architektonische Produkte, Möbelsysteme, Technologieprodukte, Sitzmöbel, Beleuchtung, Archivierungs- und Ablagemöbel.
In den letzten drei Jahren investierte Steelcase 152,5 Millionen US-Dollar, um zu erforschen, wie Menschen arbeiten und auf welche Weise sie dabei am be-sten unterstützt werden können. Gemeinsam mit renommierten Partnern, Forschungseinrichtungen und Universitäten wie beispielsweise der Stanford University, dem Fraunhofer Institut, der LMU in München oder Designbüros wie Foster and Partners arbeitet Steelcase daran, dass Menschen ihr Potenzial bei der Arbeit voll ausschöpfen können.
Bei der Entwicklung neuer Produkte und der Planung und Gestaltung ganzheit-licher Arbeitswelten bestimmt dieser nutzerorientierte Denkansatz (usercentered design) das gesamte Handeln. Dieses Prinzip begleitet das Unternehmen seit seiner Gründung vor fast 100 Jahren. Steelcase erforscht, wie Menschen arbeiten. Daraus resultiert ein umfassendes Verständnis der sich ständig wandelnden Bedürfnisse von Einzelpersonen, Teams und Unternehmen. Dieses Wissen wird in Produkte und Lösungen umgesetzt, mit denen Menschen besser und gesünder arbeiten. Lösungen, die den Arbeitstag angenehmer machen und den Unternehmen helfen, ihre Ziele besser, schneller und effektiver zu erreichen.
Raumplanungsmethode: Inspiration Office
Mit Hilfe der Raumplanungs-Methodik Inspiration Office können die Zusammenhänge zwischen Raumsituation und Leistungsbereitschaft von Mitarbeitern aufgezeigt werden. Ziel ist es, ein genau auf die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens abgestimmtes Arbeitsumfeld zu schaffen, um den Menschen Raum für bessere Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten und dadurch eine höhere Arbeitseffizienz zu generieren. Die individuelle Beratung startet üblicherweise mit einer Wertschöpfungsanalyse, die Potentiale auslotet und Möglichkeiten zur Prozessoptimierung aufzeigt. Auf dieser Basis entstehen Vorschläge zur (Neu-)Konzeption des Raumes. So ermöglicht Steelcase seinen Kunden tiefere Einblicke in das Nutzer-Verhalten des eigenen Unternehmens.
Die konsequente Umsetzung der Inspiration Office Raumplanungs-Methode ist das Steelcase WorkLab in Rosenheim. Dort wird gezeigt, wie die Ressource Raum als Potential für Wertschöpfung genutzt werden kann. Viele Architekten, Bauherren und Entscheider informieren sich hier zu Themen wie Innenausbau, Akustik, Licht, Klimadesign oder Arbeitsplatz-Produktivität und erleben technische Innovationen, die Steelcase zusammen mit renommierten Partnern entwickelt hat.
Steelcase Performance Check: Raumqualität ist messbar
Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut IAO hat Steelcase ein Analyse-Instrument entwickelt, das es Unternehmen erstmals ermöglicht, die Auswirkung des Bürodesigns auf die Leistung ihrer Mitarbeiter zu messen: der Steelcase Performance Check. So können Büro-Performance und mögliche Verbesserungs-Potenziale für ganze Unternehmensbereiche dargestellt
werden.
Ökologischer Vorreiter
So wie der Mensch im Mittelpunkt des Handelns von Steelcase steht, trägt das Unternehmen auch Verantwortung für die Umwelt. Daraus ergibt sich die Verpflichtung zu nachhaltigem Handeln, nicht nur in Produktentwicklung und Produktion. Bereits 1960 begann Steelcase mit dem Recycling. Seit Jahrzehnten fertigt das Unternehmen Produkte, die in höchstem Maße die Erhaltung der Natur in ihrer Ursprünglichkeit garantieren: durch Lebenszyklus-Analysen, entsprechende Zertifizierungen und durch Fertigung nach dem anspruchsvollen „Cradle-to-Cradle-Prinzip“. Zahlreiche internationale Umwelt- und Innovationspreise unterstreichen das Engagement seit Beginn der sechziger Jahre.