Artifort Profil

Artifort Wohnmöbel Büromöbel / Objektmöbel Garten / Terrasse
Ein neues Design
Die Fundamente von Artifort wurden von Jules Wagemans gelegt. Er ließ sich 1890 in Maastricht als Tapezierer und Polsterer nieder. Sein Sohn Henricus Wagemans baute den Betrieb zu einer Möbelfabrik aus. Ende der zwanziger Jahre verfügte er inzwischen über einen im ganzen Land angesehenen Betrieb mit einem Schauraum in Amsterdam.

Die Wirtschaftskrise der dreißiger Jahre zwingt H. Wagemans & Van Tuinen, wie die Möbelfirma seinerzeit hieß, dazu, sich weiter zu profilieren. Zu Beginn stand dabei die Entwicklung eines überzeugenden Markennamens sowie eines Firmenzeichens. Außerdem mussten sich die Möbel natürlich von denen anderer Anbieter unterscheiden. Der Schwerpunkt lag dabei auf Funktionalität, Komfort und Qualität. Dies wurde mit der ästhetisch durchdachten Gestaltung und dem innovativen Einsatz von Materialien kombiniert. 1928 wurde der neue Markenname eingeführt: Artifort. Das Wort ist vom lateinischen „ars“, das Kunst oder Kunde bedeutet, und von „fortis“, das für Stärke oder Kraft steht, hergeleitet. Auch das Wort „Komfort“ findet sich in diesem Markennamen zurück.
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Unverwüstliche Technik
Der Durchbruch für Artifort kommt, als die Firma Anfang der dreißiger Jahre anfängt, den Epeda-Federkern einzusetzen. Bis dahin wurden Gras, Rosshaar und Kapol als Füllmaterialien verwendet. Diese Stoffe wurden manchmal mit Sprungfedern aus Eisen kombiniert. Das Polstern der Möbel mit diesen Materialien war besonders arbeitsintensiv. Der Epeda-Federkern stellte eine attraktive Alternative dar. Artifort gelang es, eine Lizenz für das Epeda-Patent zu erhalten. Das Besondere an diesem Federkern, der bereits für Matratzen und Autostühle verwendet wurde, besteht daraus, dass er aus nur einem einzigen Drahtstück geflochten wird. Dadurch verknüpft der Epeda-Federkern ein hohes Maß an Komfort mit einer großen Haltbarkeit. Außerdem führte der Einsatz dieses Federkerns damals zu erheblichen Einsparungen bei der Herstellungszeit.

Durch die Beschäftigung des Innenarchitekten und Möbeldesigners Kho Liang Ie, der 1958 als ästhetischer Berater von Artifort eingestellt wurde, änderte sich viel. Sein vorausschauender Blick, sein umfassendes Wissen zur Welt des Designs und seine internationale Kontakte waren nicht nur für die Erfolge in den sechziger und siebziger Jahren entscheidend, sondern wirken sich noch bis zum heutigen Tag aus.

Artifort und Kho Liang Ie präsentierten aufsehenerregende Designs und sorgten gemeinsam dafür, dass der Name international ein hohes Ansehen erhielt. Architekten und Freunde guten Designs zählen zu den begeisterten Anhängern. 1959 gewinnt Kho Liang Ie den französischen Designer Pierre Paulin für das Unternehmen, der neue Techniken und Konstruktionen einführte. Außerdem entwickelt er zusammen mit Harry Sierman ein neues Firmenzeichen für Artifort.
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Prägend
Die Entwürfe von Paulin sind innovativ und erneuernd. Seine auffälligen, bunten Sitzskulpturen erregen im In- und Ausland großes Aufsehen. Bis heute prägen sie das Aussehen der Artifort-Kollektion in hohem Maß. Für die Herstellung dieser Entwürfe wurde in Zusammenarbeit mit der Entwicklungsabteilung von Artifort eine neue Konstruktionsmethode eingeführt. Artifort benutzte jetzt eingeschäumte Rohrrahmen aus Metall und elastische Bezüge. 1967 lernte Paulin außerdem Jack Lenor Larsen kennen. Ein Traumpaar. Sie veränderten die Sichtweise auf die Welt des Designs. In Form, Material und Textil. Jetzt, vierzig Jahre später, hat Artifort exklusiv für die Entwürfe von Paulin den Stoff Momentum wieder in die Produktion genommen.

Anfang der sechziger Jahre konzentriert sich Artifort stärker auf den Markt für internationale Projekte. Der englische Designer Geoffrey Harcourt entwirft eine umfassende Kollektion mit Projektmöbeln. Die Möbel sind international äußerst gefragt, sodass innerhalb kürzester Zeit ein großes Umsatzwachstum erzielt wird. Durch den Vertrieb von unter anderem den italienischen Castelli-Möbeln erweitert Artifort seine Tätigkeit auf dem Projektmarkt.
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Philosophie
In den darauf folgenden siebziger Jahren sieht sich Artifort einer immer stärkeren Konkurrenz ausländischer Hersteller ausgesetzt. Die Antwort von Artifort lautet wiederum Erneuerung. Das fing mit dem Firmenstil an: 1970 wurde das Firmenzeichen eingeführt, das auch heute noch verwendet wird. Zeitlos wie die Marke selbst.

Unter der mitreißenden, kreativen Führung von Harry Wagemans gelingt es Artifort nach wie vor, sowohl junge als auch etablierte Designer an sich zu binden. Nel Verschuuren, Bruno Ninaber van Eyben, Gijs Bakker, Jeremy Harvey, seinerzeit junge Designer und heute angesehene Namen, übernehmen Stellen bei Artifort. Pierre Paulin und Geoffrey Harcourt ergänzen die Kollektion jedes Jahr mit neuen Möbelstücken. Das Design der Möbel von Artifort unterscheidet sich weiterhin von anderen. Das darf der ästhetische Berater Kho Liang Ie leider nicht mehr lange miterleben, er stirbt 1975 im Alter von nur 47 Jahren. 

Die Firmenpolitik wird in den neunziger Jahren fortgesetzt. Artifort arbeitet jetzt mit Designern wie Jasper Morrison, Wolfgang Mezger, René Holten und Jan Pesman zusammen. Dies führt wiederum zu aufsehenerregenden Möbeln, die voll und ganz der Firmenphilosophie und den Werten der Marke gerecht werden. Design, Funktionalität und Qualität gehen dabei Hand in Hand.
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2000 und danach
1998 sorgt die Lande Groep aus Schijndel für neue Impulse bei der Marke Artifort. Es entstehen neue Fabriken in Schijndel und im belgischen Lanaken, in denen das Know-how zur Möbelherstellung bis zur Perfektion mit der Kunst des Polsterns verknüpft wird. Nach den schwachen neunziger Jahren ist Artifort jetzt wieder voll „Back in Business“. Auf dem Il Salone Internazionale del Mobile in Mailand, der wichtigsten europäischen Möbelmesse, ist Artifort wiederum deutlich präsent.

2002 schlägt die Geburtsstunde des Apollo von Patrick Norguet, einem jetzt schon legendären Sessel, der alles enthält, für das Artifort steht. Der Apollo steht am Anfang der noch immer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem französischen Designer und dem niederländischen Artifort.

2006 ist Artifort nach Jahren der Abwesenheit nun wieder in Kortrijk auf der Interieur 06, der wichtigsten Möbelmesse in Belgien, vertreten. In Zusammenarbeit mit Philips zeigt Artifort hier das Interieur der Zukunft.

2007 ist das Jubiläumsjahr für Artifort. 50-60-80. Pierre Paulin wird am 9. Juli 80 Jahre alt. 2007 ist er bereits seit 60 Jahren Designer, wobei er 50 Jahre für Artifort tätig ist. Grund genug also, dieses Jubiläum im großen Stil zu feiern. Der Stand auf der „Salone Internazionale del Mobile” steht daher ganz im Zeichen dieses Jubiläums. Um ihn zu ehren, zeigen sich der ABCD und der Le Chat im Momentum-Stoff von Jack Lenor Larsen in einem neuen Gesicht. Diese Kombination sorgt auch nach 40 Jahren für viel Gesprächsstoff.

Nach einem Jahr im Zeichen von Pierre Paulin werden bei dem Artifort Event in Schijndel Ende 2007 wieder neue Modelle präsentiert. Und zwar innovativ wie immer. Der Trance, Gap, Magnolia und der Presso - alle mit besonderen Details. Auch der Globus von Michiel van der Kley erweist sich als echter Hit. Zuerst als einfacher Arbeitsplatz, aber 2008 mit vielen Optionen und Speziallack erweitert. Flexibilität in optima forma.

Auch ein Hit im Jahr 2008: der Lotus und der Low Lotus von René Holten. Innovativer Materialgebrauch ergibt einen besonders zierlichen Sessel und diesen Stuhl. Auf den vielen Messen, auf denen sich Artifort in diesem Jahr zeigt, sorgen diese Modelle für großes Aufsehen.
 
Was 2010 bringen wird, ist noch eine Überraschung, aber eines ist sicher: Artifort ist - auch nach 120 Jahren - nach wie vor zukunftsweisend!
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Produktgruppe: Sitzmöbel Relaxmöbel Tische Aufbewahrung Kinderzimmermöbel Bürostühle Stauraummöbel Direktionseinrichtung Konferenz- / Besprechungsmöbel Informelle Zonen / Rückzugszonen Wartemöbel / Loungemöbel Sitzmöbel / Sitzsysteme Mehrzweckmöbel Gastronomie
Designer: Karel Boonzaaijer Jacco Bregonje Diplomat Khodi Feiz Geoffrey Harcourt René Holten Richard Hutten Ie Kho Liang Wolfgang C. R. Mezger Jasper Morrison Patrick Norguet Pierre Paulin Dick Spierenburg UNStudio Ben van Berkel Toine van den Heuvel Michiel van der Kley Gerard Vollenbrock
Artifort
Van Leeuwenhoekweg 20
P.O. Box 115 5482 TK, Schijndel
Niederlande
Phone: +31 73 658 00 20
Fax: +31 73 547 45 25
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