NoéMie Schwaller
Autor
NoéMie Schwaller
Zürich
Schweiz

Pariser Pyramiden

  1. Es scheint, als hätten es die Pariser mit der Pyramidenform. Nach dem Eiffelturm und den Pyramides du Louvre entsteht nun ein drittes Gebäude mit drittes Gebäude mit Spitze.
    Pariser Pyramiden
  2. Seit 1977, als der ungeliebte Tour Montparnasse fertig wurde, durfte kein Architekt in der französischen Hauptstadt innerhalb des Boulevard Périphérique höher als die festgelegten 37 Meter Traufhöhe bauen. Der 210 Meter hohe Montparnasse-Turm ist nach dem Eiffelturm das höchste Gebäude der Stadt und trägt den Spitznamen «das düstere Monster». Ansonsten ist Paris weitgehend hochhausfrei; das Büroviertel La Défense mit zahlreichen Wolkenkratzern befindet sich bereits ausserhalb der Stadtgrenze.
    Pariser Pyramiden
    Keystone
  3. Diese Zeiten scheinen seit der Wiederwahl des sozialistischen Pariser Bürgermeisters Bertrand Delanoë nun engültig vorbei. Dieser hat bereits elf Hochhaus-Entwürfe für die Seine-Stadt vorgestellt, diese Pläne aber stossen teilweise auf Widerstand der Grünen, die einen Verkehrskollaps befürchten. Doch auch Präsident Sarkozy drängt darauf, dass Grand Paris demonstriere müsse, eine Weltstadt zu sein, und er will sich wohl auch architektonisch und damit dauerhaft mit hohen Türmen, die für Unternehmen interessant sind, verewigen.
    Pariser Pyramiden
  4. Le Projet Triangle von Herzog & de Meuron wird nun das erste Hochhaus in Paris seit der Tour Montparnasse sein und steht unter dem Druck entsprechend hoher Erwartungen. Der Entwurf besteht aus einer 50-geschossigen, verglasten Glaspyramide mit dreieckiger Grundfläche. Der bis zu 180 Meter hohe Hotel- und Büroturm soll im 15. Arrondissement im Südwesten der Stadt gebaut werden und vor allem Büroräume für insgesamt etwa 5000 Menschen beherbergen. Vorgesehen sind ausserdem eine Ladenzeile im Erdgeschoss, ein Hotel und ein Panoramarestaurant.
    Pariser Pyramiden
  5. Am Eingang des Messegeländes an der Porte de Versailles liegend, soll das Monument städtebaulich zusammenbinden und natürlich als Aushängeschild der Pariser Messe dienen. Für die Schweizer Stararchitekten integriert sich das Hochhaus in die Stadt und stellt die historische Achse zwischen der rue de Vaigirard und der avenue Ernest Renan wieder her. Die Architekten haben die Form einer Pyramide angeblich auch deswegen gewählt, weil sie weniger massiv sei und einen geringeren Schatten werfe. Sie haben das Gebäude im Auftrag des Unternehmens Unibail entworfen; die Eröffnung ist für 2012 geplant.
    Pariser Pyramiden