Simon Keane-Cowell

Autor

Simon Keane-Cowell
Zürich   Schweiz

Im Lampenfieber: Euroluce 2013 – Teil II


Brauchen Sie mehr Licht in Ihrem Leben? Der zweite Teil von Architonics Übersicht über die neuen Highend-Beleuchtungsdesigns an der diesjährigen Euroluce Messe in Mailand könnte Ihnen die Erhellung bringen, nach der Sie suchen.
 

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Von Architekten gestaltet
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Die Beleuchtung hat grossen Einfluss darauf, wie der architektonische Raum in seiner Ausgestaltung wahrgenommen wird. Es ist daher wenig verwunderlich, dass sich Architekten weiterhin selbst aktiv im Bereich des Beleuchtungsdesigns tätig sind. Es ist auch nicht überraschend, dass sie ihre eigene Formsprache von Bauprojekten im grossen Massstab auf kleinere Objekte übertragen. Architekten sind sich gewohnt, die Welt aus einer ganzheitlichen Perspektive zu betrachten. Sie achten daher darauf, dass ihre gestalterische Handschrift auch in den von ihnen entworfenen Designobjekten erkennbar ist – nicht zuletzt auch hinsichtlich des Brandings.

Im Lampenfieber: Euroluce 2013 – Teil II
Die Architektin Zaha Hadid gestaltete die Hängeleuchte „Aria“ für Slamp im parametrischen Stil, den ihr Büro prägte. Die Lampe ist aus 50 Schichten Cristalflex geformt, ein Techno-Polymer, das der Hersteller selbst patentieren liess

Im Lampenfieber: Euroluce 2013 – Teil II
Der Architekt Daniel Libeskind ist berühmt für seine „Cuts“, Einschnitte in den Gebäudefassaden, die unter anderem als Fenster dienen. In seiner Tischlampe „Paragon“ für Artemide greift er auf dieses Element seiner Designsprache zurück

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Gubi führt die eigene Mission, herausragende Designs des 20. Jahrhunderts neu zu produzieren, fort: Die Hängelampe „Turbo“ des Architekten Louis Weisdorf ist von der japanischen Papierlampe inspiriert und erschien erstmals um 1965

Im Lampenfieber: Euroluce 2013 – Teil II
Sein Werk lebt weiter: Die Lampe „Projecteur“ des Architekten Le Corbusier, 1954 für den Chandigarh High Court entworfen, konnte von Nemo dank Skizzen aus dem Archiv der Le Corbusier Foundation in Paris neu aufgelegt werden

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LED
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Innerhalb von relativ kurzer Zeit wurde LED als Beleuchtungstechnologie zum grossen Konkurrenten der Kompaktleuchtstofflampe, die noch bei ihrer Einführung als Nachfolgerin der ausgemusterten, hell leuchtenden Glühbirne angekündigt wurde. In der Zwischenzeit ist die Energiesparlampe von LED technologisch überholt worden. Die Standardlichtquelle der Zukunft werden LED-Elemente sein. Es überrascht daher nicht, dass die Aussteller des Highend-Beleuchtungsbereichs an der Euroluce Kollektionen präsentierten, in denen die sich rasant entwickelnde Technologie eine enthusiastische Aufnahme fand.

Im Lampenfieber: Euroluce 2013 – Teil II
Halb Lampe, halb Skulptur: Jede von Ingo Maurers neuen LED-Lampen mit dem sprechenden Namen „Knot“ wird dank 3D-Drucktechnologie individuell hergestellt und besteht aus Polyamid, Stahl und Aluminium

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Konstantin Grcics Lampe „OK“ ist sowohl in formaler als auch in technologischer Hinsicht innovativ. Der deutsche Designer entwarf für Flos eine ultra-dünne LED-Lampe, deren Licht über 360 Grad in alle Richtungen gelenkt werden kann

Im Lampenfieber: Euroluce 2013 – Teil II
Die neueste LED-Technologie trifft in der Leuchtenserie „Pandora“ von Barovier & Toso auf Jahrhunderte alte Techniken zur Glasherstellung. Die Familie besteht aus Kronleuchtern mit 5, 8 und 10 Armen sowie einer Wandlampe mit zwei Lichtern

Im Lampenfieber: Euroluce 2013 – Teil II
Die extrem dünne, kreisförmige LED-Lampe aus pulverbeschichtetem Stahl von frauMaier, eignet sich besonders für die Verwendung in Räumen mit niedrigen Decken

Im Lampenfieber: Euroluce 2013 – Teil II
In Carsten Gollnicks neuer LED-Hängeleuchte „Sarto“ für Anta vermischen sich verschiedene Objekttypen. Mit Qualitätsleder hat Gollnik ein Material ins Lampendesign eingeführt, das man von Accessoires aus dem Highend-Bereich kennt

Im Lampenfieber: Euroluce 2013 – Teil II
Die renommierte Designerin Gae Aulenti weilt nicht mehr unter uns. Seine Tischleuchte „Pipistrello“ hingegen wird in einer geringeren Grösse und im Retrofit mit LED neu herausgebracht. Die Kultlampe für Martinelli Luce erschien erstmals 1965

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Der Kopf der super-minimalistischen Stehleuchte „Supernova F“ von Delta Light besteht aus einer schlanken, semitransparenten Scheibe, die mit LED-Elementen versehen ist und nach den Bedürfnissen des Nutzers eingestellt werden kann

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Die Tischlampe „Light to Me“ von Nahuel Mattias Vega für Ilide enthält grobkörniges Salz. Dieses dient dazu, den Strahl des kalten LED-Lichts zu brechen, und ruft ein einzigartiges Spiel von Licht und Schatten hervor

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Erstmals erschien Miguel Milás Leuchte „Cesta“ und ihre kleinere Schwester „Cestita“ (hier abgebildet) um 1965. Santa&Cole hat die Lampen mit ihrer einfachen Form frisch aufgelegt. Neu sind sie auch mit LED-Leuchtmitteln verfügbar

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Wie der Name erahnen lässt, besteht die LED-Leuchte „Cubismo“ aus einer Reihe von Würfeln. Einige davon reflektieren das Licht, andere streuen es. Die Wandleuchte wurde von Luca Bettonica und Mario Melocchi für Cini&Nils gestaltet

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Massivholz und Pyrex Glas bilden die materielle Basis der Hängelampe „Etna“ von Dresslight. Die LED-Lampe ist ein starkes Argument für lineares Design

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Obwohl Marc Sadlers äusserst linienförmige Stehlampe "Twiggy" für Foscarini erst im Jahr 2006 erschien, ist sie schon fast ein Designklassiker. Neuerdings ist die Leuchte auch für die LED-Epoche ausgerüstet, in der wir bereits leben

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Reine Geometrie: Die LED-Tischlampe „Sorry Giotto 1“ von Catellani & Smith ist gestalterisch auf einen Kreis, eine der einfachsten Ausdrucksformen, reduziert. Hergestellt wurde die Leuchte aus blauem, handbemaltem Kupfer

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Im Inneren des Aluminium-Mantels der „millelumen sculpture“ sind 18 Power-LEDs angebracht. Die ausdrucksstarke Stehleuchte von millelumen stammt von Dieter K. Weis

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Outdoor
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Ah, die grossartigen Outdoor-Leuchten. Der Trend, der den Aufenthalt im Freien vermehrt zu einem „gestalteten“ Erlebnis macht, setzt sich fort. Im Kontext des Wohnens wird beispielsweise der Garten zunehmend als ein zusätzlicher Raum des Hauses gedacht. Im Zuge dieser Entwicklung erweitern Hersteller unter anderem auch ihr Angebot an wetterfesten und zeitgemässen Beleuchtungsprodukten, die speziell für den Outdoor-Gebrauch entwickelt wurden. Die jüngste Euroluce war ein Schaufenster für eine Reihe von innovativen Designs in diesem Bereich.

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Fabio Schiavetto und Riccardo Furlnetto gestalteten für Torremato die neuen LED-Lampen „Keirei“. Die Outdoor-Leuchten aus Gusseisen sind von höflichem Charakter: Sie scheinen sich vor einem zu verneigen

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Die formal reduzierte Lampe „Versus“ hat Pepe Llaudet für Faro entworfen. In der Essenz besteht sie aus zwei zusammengefügten Kegeln. Die Leuchte ist sowohl für den Outdoor- als auch für den Indoor-Gebrauch konzipiert

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Laut Hersteller ist „Kap“ eine Chill-out-Leuchte für den Aussenbereich. Der Entwurf stammt von LEDS-C4 und dem DIBA Design Studio. Keine Sorge: Was Sie sehen, sind keine Magic Mushrooms. Es ist das Resultat eines Rotationsschmelzverfahrens

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Inside out: Für seine Lampen der „Fiordo“-Serie für Il Fanale hat sich Fausto Dalla Torre an der archetypischen Form einer Schirmleuchte für den Innenbereich bedient und mit robusten Materialen eine Leuchte für den Aussenbereich geschaffen

Im Lampenfieber: Euroluce 2013 – Teil II
Die Kollektion „Amphora“, die Alex Fernández Camp und Gonzalo Milà für Bover entworfen haben, umfasst freistehende Outdoor-Leuchten. Die handgemachten Körbe aus Kunstfasern erinnern in Ihrer Form an herkömmliche Gartentöpfe aus Terrakotta

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