Der Schatzsucher


Mit Entdeckergeist und Gespür für gute Gestaltung hat RICHARD LAMPERT ein eindrucksvolles Möbelportfolio geschaffen.
 

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Allroundtalent: Nicht nur der Hund schläft gut auf Stapelbett «Lönneberga»

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Wiederentdeckt: 1957 von Hirche entworfen, 2010 von Lampert in Serie gebracht, Sessel «H 57». Passend zum «H 57»: 2012 wurde eine Polsterhocker- Serie mit Tisch von Alexander Seifried entworfen, die an Donuts erinnert

Richard Lampert empfängt an seinem Firmensitz, einem liebevoll restaurierten Büro gleich hinter der Museumsmeile und dem Schloss in Stuttgart Mitte. An- hand der zahlreichen Möbel-Prototypen, die in den Räumen verstreut sind, erspürt man sofort den hier herrschenden kreati- ven Geist. Seit 20 Jahren produziert Richard Lampert mit seinem Unterneh- men erfolgreich Designklassiker von Egon Eiermann oder Herbert Hirche und entwickelt zeitgenössisches, innovatives Design. In seinem Portfolio, das mittler- weile mehr als 30 Produkte umfasst, be- finden sich ganz besondere Schätze, allen voran das Original Eiermann Tisch- gestell, für das er die ausschliesslichen Herstellrechte besitzt, oder etwa der Lounge Chair von Herbert Hirche. Ebenso wichtig ist Lampert die Realisierung neuer Ideen. In Zusammenarbeit mit jungen Designern gelingen Produkte, die sich durch eine unkonventionelle He- rangehensweise, hohe Qualität und zeit- lose Gestaltung auszeichnen. «Ich suche das Besondere», so Lampert, «eigenstän- dige Möbel, die trotzdem zu anderen Dingen passen.» Wie etwa der Sessel und die Couch «Cup», ein gefaltetes Polster- möbel vom Kölner Designer Eric Degenhardt, das eine deutlich architek- tonische Handschrift trägt.

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Erfindungsreich: Richard Lampert, mit Arbeitsstuhl «Seesaw», hat Klassiker und neues Design im Programm

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Unkonventionell: «Stijl» ist eine Hommage an die Urform von Tisch, Bank und Eckbank

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Geadelt: Seit 2012 gehört Schaukelpferd «Rocker» zur permanenten Ausstellung des MoMA New York

Nach Jahren als leitender Angestellter in Möbelunternehmen verspürt Lampert 1993 den Reiz, seinen eigenen Ideen zu folgen. Er gründet eine Firma, geprägt durch das Unternehmertum in seiner Familie, die in vier Generationen eine Möbelfabrik führte. Der Durchbruch gelingt ihm Ende der 90er-Jahre mit dem Rattanstuhl «Santa Lucia». Von dem ehemaligen Bauhausschüler Herbert Hirche in den 50er-Jahren entworfen und Ende der 60er für das italienische Restaurant Santa Lucia in Stuttgart gefertigt, entdeckt Lampert den Stuhl nach einer durchzechten Nacht in eben diesem Restaurant. Heute wird der Stuhl von ihm in Serie produziert und hat nichts an Eleganz eingebüsst. Eine weitere Kostbarkeit fand Lampert auf dem Speicher des 2002 verstorbenen Hirche: Der Prototyp eines Sessels für die berühmte Ausstellung Interbau 1956 in Berlin ist heute als Sessel «H 57» ein tragender Teil seiner Kollektion.

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Vielseitig einsetzbar: Das Original Eiermann Tischgestell mit den schräg liegenden Kreuzstreben

Neugierde und das Streben nach gelungenem Design lassen Richard Lampert in immer neue Bereiche vorstossen: 2011 präsentiert er auf der imm cologne die «Richard Lampert Kids Collection», die mit Witz und liebevollen Details brilliert. Das Schaukelpferd «Rocker» vom Londoner Designduo Doshi Levien schafft sogar den Weg in die permanente Sammlung des Museum of Modern Art in New York. Doch damit nicht genug. Unzählige Ideen in Richard Lamperts Kopf warten noch auf Umsetzung. Lamperts jüngster Streich: Die Kollektion «Living Outdoor», die ein ganzes Ensemble Gartenmöbel für Individualisten bietet.

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Skulptur im Garten: Outdoorsessel «Tie Break» bietet ein Tennisnetz als Sitzfläche

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Fotos: Markus Leser, Richard Lampert

Richard Lampert GmbH & Co. KG
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