Susanne Junker

Autor

Susanne Junker
Berlin   Deutschland

Das Labyrinthische


Über die Idee des Verborgenen, Rätselhaften, Schwierigen in der Geschichte der Architektur
 

(Text only in German)
Dieser Band der Bauwelt Fundamente war lange vergriffen und liegt nun als Neuauflage wieder vor. Jan Pieper, Professor für Baugeschichte an der RWTH Aachen, setzt sich darin mit dem architektonischen Thema „Labyrinth“ sozusagen als Synonym für Geheimnisvolles, Rätselhaftes, Nicht-sofort-Greifbares auseinander, das er in Indien und Nepal vorfindet und in der Folge in der europäischen Baugeschichte sucht.
Das Labyrinthische
Cover

Dieser kulturvergleichende Ansatz, der sich wie eine geisteswissenschaftliche Feldforschung liest, ist auch einer der Gründe für die Neuauflage, denn, wie Pieper in einem aktuellen Nachwort feststellt, viele der indischen Architekturen sind zerstört und verschwunden. Auch die Disziplin Baugeschichte habe sich verändert, von einer historisch-gesellschaftlichen „Kontextliteratur“ zu einer Bauforschung.
Das Labyrinthische
Sixtus V. auf einem zeitgenössischem Blatt für Rompilger, umgeben von seinen wichtigsten Bauten und Stadtplanungsmassnahmen

Trotz des anspruchsvollen Themas, das besonders für esoterisches Gaga anfällig ist, schreibt Pieper sehr klar, bleibt rational und lesbar.
Also, bitte lesen, „denn auch hier stand am Anfang eine weite Reise in eine fremde Welt, die plötzlich ins Bewußtsein treten liess, dass das Gesuchte ‚zu Hause‘ zu finden sei.“
Das Labyrinthische
Rekonstruktion der Stadt Ninive,die nach den Aussagen der Bibel nur in 3 Tagesreisen durchmessen werden konnte, oben links im Vergleich Bagdad

Facts:
Autor: Jan Pieper
Reihe Bauwelt Fundamente Band 127
368 Seiten, 180 Abbildungen
14 x 19 cm, Softcover
Birkhäuser, Basel, Boston Berlin 2009
Koproduktion mit dem Bauverlag BV, Gütersloh;
ursprünglich erschienen bei Vieweg & Sohn, Wiesbaden, 1987
Preisempfehlung des Verlags: 29,90 EUR
ISBN 978-3-7643-8627-6
Text deutsch
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