Simon Keane-Cowell

Autor

Simon Keane-Cowell
Zürich   Schweiz

Authentische Architektur: Die Londoner Architekten Carmody Groarke


„Die Stars von Morgen“, „eine Entdeckung“, „der neue Masstab“ - das sind nur einige der Attribute, die dem jungen Londoner Architekturbüro Carmody Groarke von den Medien attestiert wurden.
Die konzeptuell kraftvollen Projekte des erst vor vier Jahren gegründeten Büros scheinen genauso viele Fragen zu stellen, wie sie Antworten geben. Auch wenn Kevin Carmody und Anthony Groarke die starke Resonanz auf ihre Projekte als positiv empfinden, ist es ihnen wichtig, dass „man sich auf das Projekt und sich selbst konzentriert, ohne sich von äusseren Reaktionen beeinflussen zu lassen.“
Im Folgenden kommen die Architekten selbst zu Wort.
 

„Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch“ - ein viel zitierter Satz des deutschen Sozialphilosophen Theodor Adornos. Die Lyrik wird hier als überkommene und unangemessene Ausdrucksform nach einem dermassen traumatischen und unfassbar schrecklichen Ereignis wie dem Holocaust dargestellt. Gibt es einen Weg, das Unvorstellbare abzubilden?
Authentische Architektur: Die Londoner Architekten Carmody Groarke
Carmody Groarkes Denkmal für die Londoner Terror-Anschläge 2005, der schlimmste Angriff, der je in Friedenszeiten geschah.

Wenn jemand solch eine Frage beantworten kann, dann sind es die Londoner Architekten Kevin Carmody und Andy Groarke. Sie haben seit der Gründung ihres Büros vor vier Jahren ein beeindruckendes architektonisches Oeuvre an konzeptuell ansprechenden und gesellschaftlich und kulturell bedeutenden Projekten geschaffen.

Bereits nach 18 Monaten Zusammenarbeit gewann das junge Architekten-Duo einen Wettbewerb für ein Denkmal der Bomben - Opfer der Londoner Terror-Anschläge im Jahr 2005. „Es war eine unglaubliche Gelegenheit, an so einem interessanten Projekt zu arbeiten. Es beinhaltet Themen wie Bedeutung, Geschichte und Erinnerung und zeigt, was es heisst, hier und heute in einer Stadt wie dieser zu leben.“ Ihr Vorschlag bezog alle trauernden Familien in den Gestaltungsprozess mit ein. 2011 wird ein weiteres Denkmal-Projekt von Carmody Groarke eingeweiht: Im Londoner Natural History Museum wird es jenen gewidmet, die 2004 Opfer der Tsunami Katastrophe wurden.
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„Es erweckt tiefe Demut, etwas zu entwerfen, dessen Bedeutung nicht nur für den Auftraggeber sondern für die ganze Gesellschaft gelten muss.“ Andy Groarke zum „7 July Memorial“ im Hyde Park.

Die bedachte und kritische Annäherung, die Carmody Groarke eigen zu sein scheint, kann auch in ihren anderen Projekten beobachtet werden. Das Entwerfen für den öffentlichen Raum, Büros und Ausstellungen, sowie auch für private Bauherren, stellt das Büro breit auf. Breit war auch die Resonanz auf das Restaurant „Studio Dining East“. In diesem provisorischen Restaurant sitzend überblickte man die Baustelle des Olympia-Areals 2012. Es erhielt den „Architectural Review Award“ und ist immer noch im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde, es erntet Kritiker- und Presse-Lob, obwohl es nur für einige Wochen offen war.

Im Gespräch mit Andy Groarke interessierte mich, warum dieser Pop-up Pavillon den Nerv so vieler Menschen traf. Könnte dies auch eventuell an seinem vergänglichen Charakter liegen?
Authentische Architektur: Die Londoner Architekten Carmody Groarke
Öffentlicher Raum als temporäre Innovation: Das Pop-up Dachrestaurant Studio Dining East, das nur für 3 Wochen geöffnet war, bot spektakuläre Blicke auf die grösste Baustelle der Stadt: Das Olympia-Areal 2012.

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Herzlichen Glückwunsch zum „Architectural Review Award“ (für Studio Dining East)!

Vielen Dank! Es war ein komisches Projekt, doch es scheint ein paar Wellen geschlagen zu haben.

Das hat es sicherlich. Es sieht so aus, als ob es den Nerv vieler Menschen getroffen hätte, ganz abgesehen von der Design-Presse. Ich frage mich, ob diese Faszination auch zu einem Teil von der temporären Natur des Projektes ausgeht – der Kraft der Nostalgie?

Nun, ich denke es gab eine Anzahl an Dingen, die viele Menschen interessierte. Z.B. Die Tatsache, dass man eine zeitlang Zeuge der Erstellung eines Jahrhundert-Projektes wurde, der Erstellung dieses sehr epischen Austragungsortes der Olympiade 2012. Sonst wäre es wohl sehr schwierig gewesen, diese riesige Baustelle den Bürgern zugänglich zu machen und ihnen zu zeigen, was in einem grossen Teil ihrer Stadt geschieht.
Es war also ein öffentlicher Raum, im wahrsten Sinne des Wortes, der mitten in diese ganze Geschäftigkeit gepflanzt wurde und es ermöglichte, Zeuge dieser faszinierenden Transformation des Ortes zu werden. Neue Strategien kommen zutage, wenn sich gross öffentlicher Räume verbinden. Grosse Stadien werden gebaut. Riesige Konstruktionen.
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Im Inneren des Studio Dining East: „Die ursprüngliche Idee war es, die Menschen hierher zu bekommen, doch nicht um ihnen ein Rundum-Panorama zu bieten, sondern um Intensitäten in ihrem Blickfeld zu schaffen,“ erklärt Groarke.

Das Studio Dining East war wohl ein kostengünstiger Kontrapunkt inmitten der Grossbaustelle und kein aufsehenerregendes Beispiel hinsichtlich der Baukosten – es wurde ganz ohne Scham einfach mit Verwendung möglichst weniger Materialien gebaut. Es war eine Rahmen für Aktivität. Keine Sensation an sich. Der daraus resultierende Gestaltungsprozess machte es visuell interessant. Die ursprüngliche Idee war es, die Menschen hierher zu bekommen, doch nicht um ihnen ein Rundum-Panorama zu bieten, sondern um Intensitäten in ihrem Blickfeld zu schaffen. Ein Restaurant ist hierfür sehr geeignet.

Der provisorische und zeitlich limitierte Aspekt des Gebäudes trug sicher dazu bei, zu unterstreichen, dass es hier eher um einen Prozess anstelle dem gebauten Objekt an sich geht.

Wir haben als junge Architekten viele Pavillons gestaltet. Der allererste Wettbewerb, an dem Kevin, ich und ein paar andere Kollegen teilnahmen, war ein Pavillon auf Coney Island, New York.
Das führte dazu, dass wir eine wissenschaftliche Arbeit über die Idee des Pavillons als Katalysator verfassten. Der Pavillon hat naturgemäss eine sehr kurze Lebensspanne. Man könnte eigentlich die Architekturgeschichte neu schreiben aus der Perspektive des Pavillons, genauso, wie man eine moderne Architekturgeschichte des Hauses schreiben könnte. Der Pavillon ist das architektonische Objekt, das der angewandten Kunst am nächsten ist, denn er kann auf den Ballast eines üblichen Gebäudes verzichten. Er wird nicht altersbedingt zerstört. Er muss nicht unbedingt all die Funktionen eines permanenten Gebäudes besitzen. Seine Aufgaben weichen ab von denen eines „echten“ Gebäudes, dennoch trägt er dieselbe kulturelle Verantwortung. Er muss für etwas stehen, jedoch nicht mit der ganzen Schwere eines permanenten Gebäudes. Das macht den Pavillon für uns Architekten so interessant.
Jedoch lassen sich diesem andere Projekte gegenüberstellen, die einen diametral anderen Wert auf der Zeitachse haben, wie z.B. unser „7 July Memorial“.
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'Drawing Fashion' Show im Londoner Design Museum, eine der vielen Ausstellungen, die von Carmody Groarke konzipiert wurden.

Auf jeden Fall, und dazu wollte ich gerade übergehen, wenn ich darf.
Angesichts der gerade laufenden Untersuchung betreffend der Angriffe des 7.Juli scheint es die richtige Zeit zu sein, um über dieses Projekt nachzudenken.
Die Beziehung zwischen Architektur, Gedächtnis, und Verlust ist faszinierend. Wie unterscheidet sich der Arbeitsprozess eines solchen Projektes von anderen? Wie war es für dich, ein physisches und dauerhaftes Zeichen der Erinnerung zu schaffen?


Dieses Projekt – wir entwerfen gerade auch ein weiteres Denkmal beim Natural History Museum für die Opfer der Tsunami Katastrophe im Jahr 2004 – war ein offener Wettbewerb. Wir schlugen vor, mit den trauernden Familien zusammenzuarbeiten, die so zu den Bauherren des Denkmals wurden. Wir schlugen einen architektonischen Prozess vor anstatt eines künstlerischen. Viele Dinge hatten Einfluss auf dieses Denkmal, das liess uns über den Auftrag des Architekten und den Auftrag eines Künstlers für ein Werk nachdenken.

Es war ein schwieriges Unterfangen für uns, von Anfang an etwas vorzuschlagen, was allen Familien gerecht wird. Also beschlossen wir, diese grosse Frage nach der Identität und danach, was ein Denkmal für ein Ereignis der modernen Geschichte einer Metropole darstellen kann, in viele kleinere und leichter verdauliche aufzuteilen. Ein Gespräch über die Bedeutung und Umsetzung ergab sich nach sechs Monaten. Es erweckt tiefe Demut, etwas zu entwerfen, dessen Bedeutung nicht nur für den Auftraggeber sondern für die ganze Gesellschaft gelten muss. Unser Auftraggeber ist wirklich die gesamte Stadt London. Dieser Vorfall hat letzten Endes die Gesllschaft erschüttert. Diese relativ kurz aufeinanderfolgenden Terror-Angriffe auf der Welt veränderte die Art, wie wir uns verhalten, enorm.
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Ökonomie der Mittel: Ein Auftrag der Architecture Foundation für einen kostengünstigen Ausbau ihrer Londoner Büros wurde vollkommen aus Schichtholz materialisiert

Wie eng wurden die trauernden Familien mit eingebunden?

Sie wurden 18 Monate lang in jede Bauherren Sitzung mit einbezogen, je einmal im Monat.

Wir hatten auch weitere Versammlungen, in denen wir Präsentationen vor fast allen Hinterbliebenen hielten – das war ein sehr emotionaler Prozess. Sechs der Familien gründeten einen Ausschuss. Wir mussten jedoch auch im Hinterkopf behalten, dass wir in einem denkmalgeschützen Park bauen wollten. Es ist der grösste öffentliche Park in London. Es geht oft darum, Gegensätzlichkeiten anzugleichen, emotional und pragmatisch, heutige und geschichtliche. Und wie kann etwas, das von einer kürzlich geschehenen zivilen Katastrophe erzählt, so gestaltet werden, dass es auch in 300 Jahren - das war die vorgegebene Lebensdauer - noch Gültigkeit besitzt? Was müssen wir hinsichtlich der Materialwahl und Form berücksichtigen, um die Dauerhaftigkeit zu gewährleisten?

Wir widersetzten uns der Idee, dass dieses Denkmal einen belehrenden Charakter hat zugunsten eines Prozesses der Entdeckung und Interpretation durch die Sprache einer abstrakten Architektur. Wir sprachen mit den Hinterbliebenen über die Idee des Figurativen und der Abstraktion. Und darüber, dass es kein bildliches Symbol dieses Ereignisses gab, das auf irgendeine Weise ein Zeichen der Versöhnung sein könnte – denn letztendlich markiert es nicht nur eine Katastrophe oder einen Augenblick. Es muss auch Hoffnung erwecken und die Würde der Menschen repräsentieren, die ihr Leben verloren. Es hätte jeder von uns in dieser Stadt sein können. Und nicht zuletzt muss es ausdrücken, dass die Familienangehörigen immer noch stark sind und aufrecht stehen.

Es kam uns also angemessen vor, dass jedem verlorenen Leben ein Element gewidmet wurde, und dass jeder einzelne Verlust markiert wurde, das war eine sehr starkes Symbol. 52 Leben wurden innerhalb einer Stunde an vier verschiedenen Orten geraubt. Das Denkmal bekam seine Identität durch die Kommunikation dieser Tatsachen in einem offenen Raster. Und der Besucher kann sich in diesem Raster bewegen und den Lettern, die in den gegossenen Oberflächen der Elemente eingeschrieben wurden, Fakten entnehmen. Ein Prozess der Erkundung. In hundert Jahren müssen die Betrachter wahrscheinlich über die Bedeutung nachdenken, und darüber, was am 7. Juli 2005 geschah. Das Denkmal ist sowohl Teil der narrativen Geschichte wie auch ein physisches Objekt.
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Für den Ausbau der Architecture Foundation berechneten Carmody Groarke die Kosten für jedes einzelne Stück Schichtholz. „Es ist wichtig, dass Architekten den Wert von allem kennen, mit dem sie arbeiten,“ so Groarke.

Dieser Prozess der Interpretation, bei dem das Werk sich dem Betrachter nicht sofort in einem direkten und figurativen Sinn erschliesst, scheint mir der einzige Weg zu sein, ein Projekt wie dieses anzugehen. Es ruft mir Adornos Diktum in den Sinn, dass es unmöglich sei, ein Gedicht nach Auschwitz zu schreiben, dass es also nichts gibt, welches das wirklich Traumatische darstellen kann.

Absolut.

Es muss sehr Respekt einflössend sein an so einem sensiblen und allseits beachteten Thema zu arbeiten. Das Denkmal für die Veteranen des Vietnam-Krieges in Washington DC wurde von den Soldaten als Schande empfunden, als es enthüllt wurde. Hattet ihr Bedenken, wie euer Denkmal aufgenommen würde?

Als junges Büro nahmen wir das Risiko in Kauf. Damals gab es uns erst seit 18 Monaten, wir gewannen den Wettbewerb und es erschien uns als richtig, dieses Projekt zu machen.
Die Möglichkeit an so einem interessanten Projekt zu arbeiten, das Themen wie Bedeutung, Umsetzung, Erinnerung und Leben in einer modernen Metropole einschliesst, war einfach zu gut, um die Chance nicht zu ergreifen.
Die Idee Maya Lins war unbeschreiblich wichtig für uns, denn ihr Beispiel ermöglichte es uns, mit den Auftraggebern über Abstrahierung und Abbildung zu sprechen.
Auf der einen Seite ist das Denkmal sehr bildlich – es sind 52 Elemente. Andererseits orientiert es sich an Maya Lins Denkmal in dem Sinne, dass sie es wichtig fand, die Lebenden über die Toten zu stellen.
Wir wollten ein lebendiges Denkmal. Die Aktivierung der Lebenden macht das Denkmal aus. Auch wenn es dem von Maya Lin nicht ähnelt – wir benutzten keinen schwarzen polierten Granit um den Betrachter optisch in das Werk einzuschliessen. Doch es war uns wichtig, dass die Aktivität dem Statischen überstellt wird, dass sich das Lebende mitten in einem Feld bewegt, das den Toten geweiht ist. Wir mussten jedoch gut aufpassen, dass die Objekte nicht wie Ersatz-Gräber wirkten. Dies sind keine Massengräber wie in Nord-Frankreich. Die Feinheiten des kulturellen Gedächtnisses, was es bedeutet ein verlorenes Leben darzustellen, waren auch ein wichtiger Gesprächspunkt mit den Familien.
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Carmody Groarkes NLA Skywalk

Wie könnt ihr den Erfolg eines solchen Projektes messen?

Wir waren uns sicher, dass es nicht unser Denkmal ist, das enthüllt wird, sondern das der Hinterbliebenen. Wir blieben im Hintergrund bei der Eröffnung. Der Erfolg beruht wohl darauf, dass die Familien stolz darauf sind, sie können sich darauf beziehen und sagen, dass es ihnen half, quasi kathartisch, Frieden zu schliessen und sicherzustellen, dass dieses schlimme Ereignis nicht in Vergessenheit gerät. Wir sehen den Erfog darin, dass die Familien von ihrem Denkmal sprechen, von etwas, das ihnen gehört.

Ihr scheint euch zu öffentlichen und kulturellen Projekten hingezogen zu fühlen. Woher kommt das?

Es ist interessant, im öffentlichen Sektor zu bauen. Doch es ist genauso interessant, Projekte für private Bauherren auszuführen. Als junges Architekturbüro – und wir sind gerade erst vier geworden – muss man jede gute Gelegenheit ergreifen, um möglichst breit aufgestellt zu sein, besonders in diesen Zeiten. Es ergeben sich oft Möglichkeiten von den ungewöhnlichsten und unerwartetsten Seiten. Junge Architekten schauen sich nach Marktlücken um. Nicht viele Architekten hätten die Herausforderung eines solchen Projektes gesucht – aus Angst um ihren Ruf.
Als wir anfingen, war Architektur noch „nice-to-have“ – nun muss sie zum „need-to-have“ werden.
Wir suchen immer nach sehr ungewöhnlichen Projekten. Studio Dining East und das Denkmal markieren hier wohl zwei Extreme.

Ausstellungs-Design ist offenbar etwas, das euch beiden Spass macht: Arbeiten im Rahmen eines gegebenen architektonischen Kontextes.

Ich denke, dass dies aus meiner Zeit im Chipperfield Studio kommt, in der ich mit Kevin zusammenarbeitete. Aus der Zusammenarbeit mit Künstlern konnten wir viel lernen. Wir arbeiteten bereits mit einer Reihe an Künstlern zusammen, wie z.B. Antony und Carsten Höller.
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Carmody Groarkes Entwurf für einen Besucher-Pavillon auf New Yorks Coney Island neben dem ikonischen „Parachute Jump“ aus dem Jahr 1939

Könnt ihr euch vorstellen, auch an einem anderen Ort tätig zu sein? Wie stark ist euer kreatives Schaffen mit der Stadt verknüpft?

Nun, wir haben uns an Wettbewerben auf der ganzen Welt beteiligt. Wir bauen liebend gerne überall, wo sich Möglichkeiten ergeben. Ein paar Projekte konnten wir in Südirland realisieren und im Moment arbeite wir an einem mobilen Pavillon in Norddeutschland. Wichtig ist es, dass die Entwurfsidee geographisch und kulturell mit dem Ort verknüpft ist.

Authentische Architektur: Die Londoner Architekten Carmody Groarke
Die Zusammenarbeit mit Künstlern empfinden Carmody Groarke als wichtige Grundlage für ihr Architektur

Du hast die schwierigen Zeiten erwähnt, in denen wir uns momentan befinden. Das Phänomen der Star-Architekten wird hoffentlich dadurch auf die Probe gestellt, indem jedes Projekt seine Relevanz und Wertigkeit beweisen muss.

Ja, aber ich denke es geht noch darüber hinaus. Ich glaube, dass wir Architekten den Wert aller Dinge kennen müssen, mit denen wir arbeiten. Dies schliesst die Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber mit ein, der ebenfalls über die Kosten des Gebäudes im Bilde ist.
Ich denke, dass die Architekten in den vergangenen Jahren die Aufgabe der Budgetierung vernachlässigt haben. Es ist sehr nachteilig, dass sie ihre professionelle Verantwortung nicht gänzlich akzeptieren. Architektur verführt dazu, sie zu sehr in Bildern zu beurteilen und dies täuscht über andere wichtige Zusammenhänge hinweg.

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