Liebe Leserinnen und Leser,

Entgegen der Unkenrufe hat sich die Kölner Möbelmesse für die meisten als guter Start ins neue Jahr erwiesen.
In unserem Februar Newsletter haben wir für Sie eine Auswahl von Neuheiten der diesjährigen imm cologne zusammengestellt.

Die MaterialVision ist die Frankfurter Fachmesse für Materialien im Bereich Produktentwicklung, Design und Architektur. Wir stellen Ihnen einige Gewinner des zu diesem Anlass vom Rat für Formgebung verliehenen Design Plus - Preises vor.

Lassen Sie sich inspirieren!

Ihr Architonic Team
Zürich | Frankfurt | Berlin | Barcelona | Kopenhagen | London
 
 
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Neues aus Köln
Unsere Auswahl der Neuheiten auf der imm cologne 2008
    Neues aus Köln  
Auch wenn die imm cologne neben der zum internationalen Designevent avancierten Mailänder Messe und der vom Design-Boom in Frankreich beflügelten Maison & Objet deutlich an Relevanz einbüssen musste, die Resonanz der ausstellenden Hersteller war mehrheitlich überaus positiv. Der ausbleibende Massenandrang, wie man ihn aus dem glamourösen Mailand kennt, hat sich für Köln tatsächlich als Vorteil erwiesen, da die Fachhändler und Hersteller hier die Zeit und Ruhe finden, konzentriert Gespräche zu führen und Geschäfte abzuschliessen.
Entgegen dem allgemeinen Trend, Neuheiten für Mailand "aufzubewahren", haben einige Hersteller Köln offensiv für ihren ersten Markttest mit Neuheiten genutzt - und wurden laut eigenen Aussagen mehr als belohnt. Wir haben Ihnen einige herausragende Neuheiten zusammengestellt.

Mehr Neuheiten der imm cologne 2008 
 
 
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Material Vision
Zusammengestellt von Christiane Sauer
 
Innovative Materialien inspirieren Designer und Architekten immer wieder zu neuen Produkten und Anwendungen. Aktuelle Entwicklungen im Bereich neuer Werkstoffe und Oberflächen wurden Ende 2007 in Frankfurt a.M. vorgestellt.
Die MaterialVision als Plattform der Materialien für Produktentwicklung, Design und Architektur, zeichnete dieses Jahr 30 Produkte mit dem Design Plus-Preis aus. Hierbei stand als Auswahlkriterium die Kombination von innovativem Material, gelungenem Design und intelligenter Funktionalität im Vordergrund.

  Material Vision  
The Kettle von Heat Concepts, IDEO

Zu den prämierten Produkten gehört zum Beispiel THE KETTLE (Heat Concepts, IDEO), ein Wasserkocher in Form einer Karaffe, der dank seines hitzebeständigen Werkstoffes Ultrason ohne Griff auskommt. Der technische Kunststoff, von der BASF entwickelt, ist geeignet für den Einsatz bei hohen Temperaturen bis zu 220 °C. So kann der Kocher jederzeit - auch mit heißem Inhalt - von außen ohne Verbrennungsgefahr berührt werden. Die Klarheit des sprudelnden Wassers wird in dem transparenten Gefäß beim Kochvorgang inszeniert.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Leuchte Lyn von Christophe Marchand Design. Der Jury gefiel besonders die gelungene Verbindung von Hightech und Charme, die sich in dem mittels neuester Strick-Technologie hergestellten textilen Lampenschirm ausdrückt. Das Formstrickgewebe besteht aus einem hitzebeständigen, Licht reflektierenden Polyamidgewebe, wodurch das Licht diffus gestreut wird.

   
Lyn von Christophe Marchand Design

Die ZipLiege, ein Produkt der Fertigungstechnologie ZipShape von designtoproduction, Zürich, überzeugte die Jury durch die zugrunde liegende einfache Fertigungsweise. Das ZipShape-Verfahren ermöglicht es, einfach gekrümmte Flächen ohne Formlehren zu fertigen. Das System verwendet zwei individuell gezinkte Platten, die sich so miteinander verzahnen, dass sie nur in der gewünschten Krümmung zusammenpassen. Dabei bestimmt die Geometrie der Zähne die Krümmung der Platte.
Auf Grundlage einer Computerzeichnung wird die Form der Zahnung berechnet und automatisiert gefertigt. Diese Technologie bekam darüber hinaus ganz aktuell den iF Material Award 2008 verliehen.

   
ZipShape gestaltet von Schindlersalmerón

Der Holzwerkstoff Maplex (well Ausstellungssytem GmbH) zeichnet sich durch Nachhaltigkeit und vielseitige Verwendungsmöglichkeiten aus. Der zu 100 Prozent aus Cellulose gefertigte Werkstoff ist dauerhaft formbar wie Metall und kann problemlos geschnitten, gebohrt, geprägt oder gestanzt werden. Der Werkstoff, der auch als „Holzblech“ bezeichnet wird, ist vollständig biologisch abbaubar. Mit Maplex sind dauerhafte Formgebungen wie in der Blechbearbeitung möglich. Durch seine flache Beschaffenheit kann der Werkstoff mit CNC-Maschinen bearbeitet werden - er ist also bestens geeignet für Serienfertigungen etwa von Stühlen, Regalen, Deko- oder Wandobjekten. Durch seine metallähnlichen Eigenschaften ist der Werkstoff auch im Automobilbau einsetzbar.

   
Maplex von Well Ausstellungessystem GmbH

Eine weitere Auszeichnung ging an Mediamesh, ein patentiertes System zur Medialisierung großer Fassadenflächen, das von ag4 media facade GmbH und GKD - Gebr. Kufferath AG entwickelt wurde.
Im Grundkonzept ist Mediamesh ein Edelstahlgewebe mit eingewebten LED-Profilen und dahinter geschalteter Mediensteuerung. Die LEDs geben das Bild auf der Fassade wieder, wobei ein weites Spektrum an Grafiken, Texten und Videos gezeigt werden kann.

   
Mediamesh von ag4 media facade GmbH und GKD - Gebr. Kufferath AG
 
 
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Junges Design an der imm cologne 2008
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Die imm cologne bietet auch dieses Jahr wieder verschiedene Möglichkeiten junge Design-Talente zu entdecken und frische Ideen aufzuspüren. Die Messe präsentiert die dritte Auflage des Events [d3] design talents, mit neuem Auftritt. Aus der bisherigen Trilogie von Future Point, Inspired by Cologne und NRG werden [d3] schools, [d3] contest und [d3] professionals. Ebenfalls neu ist der Standort - [d3] design talents zieht um in die Halle 2.1 und ist somit noch näher am Geschehen.
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Allen Unkenrufen zum Trotz
 

Vorletzten Sonntag schlossen die Tore der diesjährigen imm cologne. 107 000 Besucher aus 103 Ländern besuchten die internationale Möbelmesse - eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Trotz der allgemeinen Unkenrufe ist Köln unter den Fachbesuchern noch immer eine der weltweit relevantesten Möbelmessen - in Köln macht man Business, darin sind sich die teilnehmenden Hersteller mit ihren sonst sehr unterschiedlichen Rückmeldungen einig.
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GFK trifft Porzellan
 

„Projekt Professur“ - so nennt sich die Einrichtung der HfG Karlsruhe, bei der namhafte Designer an die Hochschule eingeladen werden und die sich nach mittlerweile drei Berufungen als voller Erfolg auswies. Bevor der Münchner Stefan Diez im letzten Jahr den einjährigen Lehrauftrag innehatte, wurden bereits James Irvine aus Mailand und Jurgen Bey aus Rotterdam an den Oberrhein gelockt.
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Die VIA Designförderung
 

Anlässlich der ersten Möbelmesse 'Meuble Paris' und im Rahmen ihres jährlichen Designförderungsprogramms hat VIA dort den Designer Jean-Louis Frechin mit dem Carte Blanche-Stipendium ausgezeichnet und die zehn Projektförderungs-Stipendien sowie das neue Partnerschaftsprojekt 'Gestaltung und Handwerk' vorgestellt, das den Gestalter Philippe Nigro und die Handwerker Compagnons du Devoir
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Mehr Farbe!
 

Wenige Kilometer nördlich von Stockholm, in einem pitoresquen Haus inmitten der ehemaligen Jagdgründe des Königs - hier hat Fredrik Mattson sein Studio. Der 34-jährige Möbeldesigner hat sich vor allem in den letzten Jahren mit seinen verspielten und farbenfrohen Entwürfen einen Namen in der skandinavischen Designszene gemacht.
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Greenhouse in Stockholm
 

Wie auf vielen anderen Messen ist auch in Stockholm seit 2003 die Präsentation der Jungdesigner ein wichtiger Bestandteil des Programs. In dörflicher Atmosphäre - die Ausstellung wurde vom schwedischen Designstudio TAF geplant - präsentieren internationale Talente ihre Arbeiten.
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