Architonic Newsletter 10.2013

Liebe Leser,

nachdem in vergangenen Jahren jeweils ein klarer Leader auszumachen war, haben es die vier grossen Ausstellungen am London Design Festival geschafft, sich jeweils auf ihre eigenen Stärken zu fokussieren und lieferten sich dieses Jahr zum ersten Mal ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen. Wir waren für Sie vor Ort und haben unter anderem einen Blick auf die erstaunlich zahlreichen "Designmanufakturen" unter den Ausstellern geworfen.

 

Hier die Inhalte unseres Oktober Newsletters in Kürze:

  • Individuell statt industriell: Designmanufakturen stellen in London aus
  • Konfrontation mit wahren Grössen: Die Ausstellung „In the Scale of Carbon“ von Materials Council
  • Architonic Fototour: London Design Festival 2013
  • Inspirierende Suchergebnisse N° 22: Couchtische mit Tischplatte freiform
  • Inspirierende Räume N° 14: Treppenräume
  • Architektur- und Designprojekte auf Architonic

 

Lassen Sie sich inspirieren!

Ihr Architonic Team

Zürich | Mailand | Barcelona | Berlin | Köln | Kopenhagen | Stockholm | London | New York

 

Verfolgen Sie Architonic auf:
Facebook | Twitter | Google+ | LinkedIn | Pinterest

Foto: Medusa. Design Claesson Koivisto Rune, handgefertigt in Santiago, Chile von Made in Mimbre, Prototyp 2013

Anzeige

Individuell statt industriell: Designmanufakturen stellen in London aus

Das jährlich stattfindende London Design Festival beweist, dass die britische Hauptstadt zu Recht den Status eines internationalen Zentrums der Kreativität trägt. Das Festival, das mittlerweile stadtweit über 300 Events umfasst, ist nicht zuletzt auch eine Plattform für einheimische Designmanufakturen. Selbstständig arbeitende Gestalter und kleinere Marken präsentieren hier ein vielseitiges Spektrum an Produkten, die sie in Eigenregie herstellen. Architonic wirft ein Licht auf einige dieser kreativen Werkstätten aus Grossbritannien und Irland. 

 

Irland ist für seine Handwerkstradition bekannt. Aktuelles irisches Produktdesign – hier an der Gruppenausstellung „Vernacular“ im Rahmen der Tent gezeigt – zeugt von der gekonnten Anwendung handwerklicher Techniken; Foto Sophie Mutevelian

Es gibt einen Teil Europas, der sich zwar abseits des kontinentalen Festlandes, aber keineswegs im Abseits befindet. Kreativität und Durchhaltewillen sind Eigenschaften, die den Briten und Iren traditionellerweise zugesprochen werden und die im gestalterischen Bereich unter anderem in der Arbeit eigenständiger Designmanufakturen ihren Ausdruck finden. Es ist daher keine Überraschung, dass das diesjährige London Design Festival als grosse, internationale Top-Veranstaltung auch kleineren Labels und selbstständigen Designern die Gelegenheit bot, ihre Arbeiten zu präsentieren – Kollektionen, denen die Macher den persönlichen Stempel nicht nur als Gestalter, sondern auch als Hersteller aufdrücken.

 

Dem Designer Gareth Batowski ist ein respektvoller Umgang mit den Materialien wichtig

Seien es aufstrebende Designer, die ihre ersten Entwürfe selbst produzieren, Designer mit einem handwerklichen Hintergrund oder solche, die über ihre Marke die völlige Kontrolle haben wollen und die Entstehung ihrer Produkte von der gestalterischen Idee bis hin zur Herstellung selbst steuern wollen; so unterschiedlich die Gründe für die Gründung einer kleinen Designmanufaktur auch sein mögen, dahinter stehen stets Gestalter, die ihr Geschick selbst in die Hand nehmen.

Anzeige

Konfrontation mit wahren Grössen: Die Ausstellung „In the Scale of Carbon“ von Materials Council

Es ist unsichtbar und geruchlos, in seiner Wirkung aber fatal – CO2. Auf Kohlenstoffdioxid sind heute 76% aller Treibhausgasemissionen zurückzuführen. Die Frage nach der CO2-Bilanz von Materialen stellt sich mehr denn je. Wie macht man den Besuchern einer Fachmesse jedoch auf zugängliche Weise verständlich, wie Materialien bezüglich der CO2-Emissionen im relativen Vergleich untereinander abschneiden? Materials Council zeigt dies in einer neuen Ausstellung beispielhaft.

 

Ausstellungsansicht von 'In the Scale of Carbon'

An der Super Brands London wurde in der vergangenen Woche jedoch eine Ausstellung präsentiert, in welcher den Grössendimensionen eine entscheidende Rolle zukam: Grösser bedeutete hier definitiv besser. Veranstaltet wurde die informative Schau mit dem Titel „In the Scale of Carbon“ von den Experten von Materials Council, die mit ihrem Fachwissen über Materialien Architekten und Designern beratend zur Seite stehen.

Der Weltklimarat IPCC wird in Stockholm demnächst seinen neuesten Klimabericht vorlegen, in welchem deutlicher als je zuvor zum Ausdruck kommen wird, dass der Mensch für den globalen Temperaturanstieg verantwortlich ist. Auch Gestalter und Hersteller stehen in der Verantwortung und müssen sich vermehrt damit befassen, welche Auswirkungen die verwendeten Materialien auf das Klima haben und wie hoch die entstehenden Umweltkosten sind.

 

Ausstellungsansicht von 'In the Scale of Carbon'

In der Ausstellung „In the Scale of Carbon“ wurde auf eindrückliche Weise veranschaulicht, welche Menge von einem bestimmten Material eingesetzt werden kann, bis die dadurch entstehenden CO2-Emissionen die Marke von einer Tonne erreichen. Ausgestellt wurden Kuben aus Materialien, wie Beton, Ton, Stahl, Aluminium, Gummi oder Hartholz, die im Bau häufig verwendet werden. Das Volumen der einzelnen Kuben stand dabei in Relation zur CO2-Bilanz des Materials, aus dem sie erstellt wurden. Anhand der unterschiedlichen Dimensionen der einzelnen Kuben wurde folglich ersichtlich, wie klimaschädlich ein Material im Vergleich zu den anderen ist. Je grösser der Kubus, desto besser (bzw. weniger schlecht) die CO2-Bilanz des verwendeten Materials.

Anzeige

Architonic Fototour London Design Festival 2013

 

Das Motto des diesjährigen London Design Festival – "Design is everywhere" – war mehr als treffend. Als globaler Design-Hotspot tut London gut daran, für die alljährliche Zusammenkunft der Designszene alle Register zu ziehen. Das diesjährige Programm bestand aus nicht weniger als 300 Events und enthielt neben den grossen Ausstellungen 100% Design, Designjunction, Tent, Super Brands und Decorex dutzende von offenen Showrooms, unzählige Ausstellungen von Jungdesignern sowie temporäre Installationen, die teils Highlights des internationalen Schaffens, teils eindrückliche Lokale Talente zeigten. Während einer Septemberwoche war Design für einmal tatsächlich überall.

Das Architonic Team war für Sie vor Ort und hat die Highlights zusammengefasst. Viel Spass mit den Fototouren!

Anzeige

Inspirierende Suchergebnisse N° 22

 

Couchtische mit Tischplatte freiform

Inspirierende Räume N° 14

 

Treppenräume

Architektur- und Designprojekte auf Architonic

 

YLAB Arquitectos

One Family House in Vallvidrera | Barcelona | Spanien | Realisiert 2013

Claesson Koivisto Rune

Medusa, Bellota and Chinita | Santiago | Chile | Prototypen 2013

Emmanuel Babled Studio

Elix | Niederlande | 2012

brose~fogale

Camerino Collection | Großbritannien | 2013