Newsletter 06.2010

Liebe Leserinnen und Leser,

wünschen Sie sich manchmal einen Moment der Ruhe? Nehmen Sie ihn sich. Auch wenn Sie die Fussball-WM nicht verpassen möchten - wir nähern uns diesem und weiteren Themen aus einer anderen Perspektive in der aktuellen Ausgabe des Architonic Newsletters.

Diesen Monat untersuchen wir den neuen Trend subterranen Bauens, der sich nicht nur durch faszinierende Beziehungen zwischen Architektur und Landschaft und besondere Gebäudetechnologien auszeichnet, sondern auch einen interessanten Aspekt in der Nachhaltigkeits-Debatte darstellt.

Einen weiteren Artikel widmen wir der finnischen Design-Legende Tapio Wirkkala, dessen zwei ikonische Entwürfe des "X-Frame" - Tisches und der Leuchte "TW001" von Artek wieder in Produktion genommen wurden.

Schlussendlich hinterfragen wir, wer die Rechnung für die neuen, grossartigen WM-Stadien in Südafrika wirklich bezahlt (das tun wir natürlich auch ein wenig, um sie hinter dem Fernseher hervorzuholen).

Wie immer stellen wir auch eine Auswahl der neuesten Projekte unserer Kategorie "Architektur & Gestaltung" vor, die von Architonic sorgfältig und speziell für Sie selektiert wurden.

Lassen Sie sich inspirieren!

Ihr Architonic Team
Zürich | Mailand | Berlin | Barcelona | Kopenhagen | London | Miami
 
 
Camouflage Architecture - Bauen unter der Erde
    Camouflage Architecture - Bauen unter der Erde  
Oberlichter im Dach des Californian Academy of Sciences Gebäudes; Fotograf: Justine Lee © Rpbw, Renzo Piano Building Workshop
Die Wombles-Wohnung befand sich im Londoner Vorort Wimbledon (UK), nahe der nächsten U-Bahnstadion, und verkörperte den Traum aller Kinder: Unterirdisch gelegen und höhlenartig besteht der Womble-Bau aus dem, was die Wegwerfgesellschaft nicht mehr braucht. Ein frühes Beispiel also der Nachhaltigkeit und der Verwendung von Recycling-Baustoffen.
Ob die im Folgenden beschriebenen Projekte durch den Womble-Bau inspiriert wurden, ist unwahrscheinlich, dennoch stehen sie ihm in Funktionalität und Aussergewöhnlichkeit nicht nach.
   
Villa Vals, Vals, Schweiz; Architektur: SeARCH / Bjarne Mastenbroek i.c.w. CMA; Fotograf: Iwan Baan
In dem für seine Therme berühmten Kurort Vals in der Schweiz schlug nicht etwa ein Meteorit ein: Die kalottenförmige Vertiefung in der Erde ist ein Ferienhaus.
Erstaunt über die lockeren Bauvorschriften nahe des Thermalbades, einem architektonischen Meisterwerk von Peter Zumthor, entschied sich der Bauherr für einen Minimaleingriff, um den Ausblick aus der Therme nicht zu verbauen.
Das Gebäude sollte sich völlig in die Landschaft einfügen und dennoch genügend Licht und Ausblicke auf die szenische Landschaft bieten.
   
Villa Vals, Vals, Schweiz; Architektur: SeARCH / Bjarne Mastenbroek i.c.w. CMA; Fotograf: Iwan Baan
Das gelang den Architekten Christian Müller und Bjarne Mastenbroeck, indem sie die Fensterflächen abwinkelten und um einen kreisrunden Hof anordneten. Perfekt getarnt ist der Eingang: Der Zugang erfolgt durch ein Maiensäss (Alphütte) und einen unterirdischen Tunnel hindurch.
Diese Idee erinnert an eine Ausstellung im Museum für Gestaltung Zürich mit dem Titel "Falsche Chalets", die Fotos von als Scheunen getarnten Beobachtungsbunkern zeigte.
 
 
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From Start to Finnish: Architonic wirft einen Blick in Tapio Wirkkalas bemerkenswertes Oeuvre
    From Start to Finnish: Architonic wirft einen Blick in Tapio Wirkkalas bemerkenswertes Oeuvre  
'Bolle' Flaschen von Tapio Wirkkala, ein Produkt seiner Zusammenarbeit mit dem Muranoglas-Hersteller Venini, 1966-67; Foto Venini
Zwei der herausragendsten Entwürfe Tapio Wirkkalas aus den späten 60-er und frühen 70-er Jahren werden seit kurzem von Artek wieder aufgelegt; Auch auf internationalen Design-Messen wurde Wirkkalas Werk wiederentdeckt, so wie auf der "Design Miami Basel", auf der originale Vintage-Stücke des finnischen Gestalters zu sehen waren. An dieser Stelle blickt Architonic zurück auf das Schaffen dieses grossen Meisters, dessen Beitrag zur Designgeschichte der Nachkriegszeit genauso gross wie auch vielseitig war.
 
 
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Eigentor: Der Preis für Südafrikas neue Stadien für die WM 2010 ist hoch - wer bezahlt ihn?
    Eigentor: Der Preis für Südafrikas neue Stadien für die WM 2010 ist hoch - wer bezahlt ihn?  
Das Moses Mabhida Stadion in Durban, eines der vielen Stadien, die für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika entstanden; Foto Marcus Bredt
Seit dem Anpfiff der WM richtet die Welt den Blick auf Südafrika. Doch welches architektonische Vermächtnis wird die diesjährige Weltmeisterschaft hinterlassen - und vielleicht noch viel wichtiger: Was werden ihre ökonomischen Auswirkungen sein?
 
 
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Slowenisches Design
    Slowenisches Design  
Pobi Batterieladegerät von Iskra, Designer Marijan Gnamuš, 1973
Im Februar ging die Ausstellung "ISKRA: NON-ALIGNED DESIGN 1946-1990" im Architekturmuseum Ljubljana AML zu Ende. Sie bot einen Einblick in das goldene Zeitalter slowenischen Produktdesigns von den 1960-er bis 90-er Jahren.
Nach den Turbulenzen des Zerfalls Jugoslawiens und wirtschaftlichen Nöten der neuen jungen demokratischen slowenischen Republik macht nun eine neue Generation junger slowenischer Designer auf sich aufmerksam, denen wir uns nach einem kurzen Rückblick auf die slowenische Designgeschichte widmen wollen.
 
 
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Neue Projekte aus 'Architektur & Gestaltung'
 
Productora
   
House in Chihuahua, Foto von Iwan Baan
VMB Arkitekter
   
Kapelle in Ringkøbing
Bassam El-Okeily Architecte
   
The Narrow House, Foto von Tim Van de Velde
Axelrod Design
   
eHouse, Foto von Amit Geron
Brückner & Brückner Architekten
   
Erweiterung des Heizkraftwerkes, Foto von Constantin Meyer, Köln
Shun Hirayama Architecture
   
Les Aventuriers, Foto von Daici Ano
 
 
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