Newsletter 10.2009

Liebe Leserinnen und Leser,

Endlich ist es soweit: Nach langer Arbeit sind wir mit dem Relaunch von architonic.com mit einer ausgefeilten Struktur und vielen neuen Services online gegangen. Die grösste Neuheit: Unser Nachschlagewerk für ausgewählte Architekturprojekte und Architektenprofile.

"A rose is a rose" - dieser Satz gilt nicht für die Wohnobjekte des Designers Tom Kühne. Frei von allgemeinen Vorstellungen entwirft er Möbel, deren Form aus der tatsächlichen Anwendungsweise entstehen. Wir trafen ihn in seinem Studio in Berlin.

Wir sind noch bis 1.11. mit unserem Concept Space II auf der 'Neue Räume' in Zürich. Sie sind herzlich willkommen!

Lassen Sie sich inspirieren!

Ihr Architonic Team
Zürich | Mailand | Berlin | Barcelona | Kopenhagen | London | Amsterdam | Miami
 
 
Verknüpfung von Architektur und Design
Der Architonic Relaunch ist online
 
Nach vielen Monaten intensiver Planung und Umsetzung sind wir nun mit unserem weitreichenden Relaunch online gegangen. Das Team aus Architekten, Programmierern und Grafikdesignern hat mit den Erfahrungen aus fast sieben Jahren Architonic das Nachschlagewerk für hochwertige Produkte, Materialien und Projekte nun noch klarer strukturiert und um viele neue Services erweitert. Wir hoffen, Sie finden nun noch schneller, noch bessere Ergebnisse!

  Verknüpfung von Architektur und Design  
Die neue Architonic Startseite

Das Redesign der Zürcher Grafikerin Trix Barmettler unterstützt die dynamischen Inhalte und setzt auf der Startseite den Fokus auf die Navigation von Products & Materials. Mit einem Klick bereits erhält der Leser eine visuelle Übersicht der Suchergebnisse.

Neu: Architektur & Gestaltung
Ein Raum ist dann von höchster Qualität, wenn Architektur und Design eine Einheit bilden. Architonic hat sich dieser symbiotischen Wechselwirkung zwischen Projekt und Produkt verschrieben und baut mit dem Bereich Architektur & Gestaltung ein umfassendes Nachschlagewerk für ausgewählte Architekturprojekte auf.

   
Neu: Architekturprojekte

Für die architektonische Entscheidungsfindung ist die Wirkung der Produkte im räumlichen Kontext massgeblich. Deshalb verknüpft Architonic die Projekte mit den darin eingesetzten Produkten, was für Entwerfer, Planer aber auch für Designer und Hersteller eine einmalige und neuartige Informationsquelle schafft.

   
Verlinkung der Projekte und angewandten Produkte

Bewerben Sie sich jetzt bei 'APPLY' mit Ihrem besten oder neusten Projekt. Bei positiver Entscheidung unserer Redaktion können Sie als 'Invited Architect' 10 Projekte kostenlos publizieren!

Architonic Professional
Mit einem kostenlosen Login können Sie ab sofort folgende neue Services nutzen:
- Favoritenliste (Abspeichern und Verwalten Ihrer eigenen Produktzusammenstellungen)
- CAD-Download&
- Automatischer Eintrag Ihrer Kontaktdaten in den Anfrageformularen
- Das aktuelle Architonic Poster als Willkommensgeschenk
 
 
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"Es geht mir um die Performance"
Im Interview mit dem Berliner Designer Tom Kühne
 
Wenn Tom Kühne, an der Küste geboren und zum Innenarchitekt ausgebildet, vom Segeln und seiner Faszination von Segelbooten erzählt, bekommt man eine Idee, wo der Ursprung seiner bedeutungsschwangeren und zugleich funktionalen Wohnobjekte liegt. Wir trafen ihn in seinem Studio in Berlin.

  "Es geht mir um die Performance"  
Tom Kühne, 'Hellebarde'

Tom, Du hast lange Jahre Architektur entworfen. Inwiefern beeinflusst dich das bei der Arbeit als Designer?
Wie auch bei anderen Architekten, wird das Design ganz stark beeinflusst. Man spricht ja regelrecht von Architektendesign. Also man spürt es einfach, ob ein Objekt von einem gelernten Industriedesigner oder einem Architekten gestaltet wurde. Ich denke, dass ein Architekt, weil er sich ja in größeren Maßstäben bewegt, nicht so form- und detailverliebt an das Objekt heranmacht. Er steht dem Design eher skeptisch gegenüber und versucht, andere Parameter einfließen zu lassen. So stellt ein Designer die Funktion nicht so grundlegend in Frage; er versucht vielmehr sie mit einem neuen Formwagnis zu beleben. Ein Architekt denkt da eher zwanghaft philosophisch, mit ganz unterschiedlichem Erfolg natürlich, über Handlungsweisen, über Bewegungsräume und Alltagsfunktionen nach.

Und das hat mit den Dimensionen zu tun?
Klar. Ein Architekt ist ein Generalplaner und je größer die Materie, die er plant, desto mehr werden ihm die Prozesse bewusst. Er muss mehr über Zeit, Raum und über Wege nachdenken. Er darf die Randparameter nicht außer Acht lassen, die den Weg beeinflussen. Da fließt eine höhere Komplexität mit ein. Und das führt zu Lösungen, die sich zwar auch in einer Formensprache ausdrücken, die jedoch stärker auf die tatsächliche Anwendung hinweisen. Und das ist es auch, was meine Objekte tun sollen.

   
'Wohnwagen' by Tom Kühne

Mit deinen Wohnobjekten machst du dich sehr frei von gängigen Vorstellungen und dabei scheinst du manchmal, wie z.B. mit dem Wohnwagen vollkommen neue Arten von Möbelstücken zu erfinden. Um was genau geht es dir bei deinen Wohnobjekten? Und mit welcher Methodik gehst du vor?
Es geht mir um die Performance. Ich sehe die Benutzung des Objektes sozusagen hoch stilisiert. Die Bedeutung einer Handhabung, so auch das Eigenleben der Dinge ist uns eigentlich nicht bewusst. Aber in den Ritualen des Zen-Buddhismus wird es sehr deutlich. Hier ist die Kunst des Bogenschiessens ein gutes Beispiel. Worum geht es da eigentlich? Es geht darum, einen Bewegungsablauf nachzuempfinden und diesen immer weiter zu perfektionieren. Das umfassende Zusammenspiel zwischen eigenem Körper und Bogen wird einem dadurch bewusst. Erst durch ein solches Bewusstwerden entsteht eine tiefere Beziehung zu den Dingen: man fängt an, sie zu schätzen, man entwickelt Gefühl. Mit meinen Objekten möchte ich einen solchen Umgang mit Dingen erreichen.

Kannst du diese Konditionierung anhand eines deiner Objekte beschreiben?
Ich habe eine Leuchte entwickelt, die man wie eine Fahne oder wie eine Fackel trägt. Der Leuchtkörper schwebt als Trophäe über dem Kopf. Er demonstriert feierliche Macht und versinnbildlicht wie eine Fackel die Gewalt über das Licht.
Ganz anders gesellt sich dazu die aus dem Lot bringende Schwäche der Leuchte, indem sie die Wand zum Anlehnen benötigt. In dem lanzenähnlichen Stab erahnt man wiederum eine weitere Gewalt, gemischt mit glatter Eleganz, die der Waffe, dessen Handhabung sich bis zum Stock zurückführen lässt. Hier finden sich also mehrere Assoziationszweige, desto mehr, umso emotionaler die Resonanz zum Objekt.
 
 
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Neue Räume
 
Zum dritten Mal ist Architonic bei der Internationalen Wohn- und Möbelausstellung 'Neue Räume' in Zürich präsent, wo Sie uns in unserem Concept Space II noch bis Sonntag, den 1. November besuchen können. In unserem nächsten Newsletter werden wir ausführlich über den stimmungsvollen Event und unsere Relaunch Party berichten.

  Neue Räume
 
 
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