Liebe Leser,

Für diesen Newsletter haben wir uns mit der Entwicklung des modernen brasilianischen Designs beschäftigt. Die Recherche hat sich gelohnt und wir können Ihnen eine umfangreiche Auswahl hervorragender Hersteller und Designer präsentieren.
Des Weiteren zeigen wir am Beispiel von Konstantin Grcics Myto Stuhl, wie fruchtbar die Zusammenarbeit zwischen Forschung, Industrie und Design sein kann.

Die internationale Möbelmesse in Köln ist für uns ein ganz besonderer Grund zur Freude, denn wir feiern unser fünfjähriges Firmenjubiläum und wollen mit Ihnen darauf anstossen. Architekten, Innenarchitekten und Fachplaner haben die Chance, eine von 500 imm-Freikarten zu gewinnen. Wir hoffen, Sie im Januar in Köln zu treffen.

Lassen Sie sich inspirieren!

Ihr Architonic-Team
Zürich | Frankfurt | Berlin | Barcelona | London
 
 
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Brasilianisches Design
Von Europa nach Brasilien und zurück?
    Brasilianisches Design  
Poltrona Vronka, 1962; Oscar Armchair, 1956 von Sergio Rodrigues

Parallel zur weltweit gefeierten Architektur der brasilianischen Moderne verdient auch das Design dieses aufstrebenden Industrielandes besondere Aufmerksamkeit. Obwohl es von europäischen Designvorstellungen stark beeinflusst wurde, entwickelte es seit der Mitte des 20. Jahrhunderts eine eigene, unverwechselbar brasilianische Ästhetik.
Der 1906 geborene und 1992 verstorbene Joaquim Tenreiro, Sohn portugiesischer Möbelbauer, war einer der ersten Brasilianer, der sich vom vorherrschenden traditionalistischen Stil abwandte. Er gilt als Begründer eines modernen brasilianischen Designverständnisses. Seine Möbelentwürfe aus den 1940er Jahren sind vorzugsweise aus landestypischen Materialien gefertigt und man sieht ihnen an, dass Tenreiro ihre Gestaltung - ganz im Sinne der Funktionalisten - an die wirtschaftlichen, geografischen und sozialen Verhältnisse Brasiliens anpasste und so dem brasilianischen Design eine eigene Identität verlieh. Oscar Niemeyer, der übrigens im Dezember seinen 100. Geburtstag feiern wird, zeigte sich als großer Bewunderer Tenreiros und richtete seine Bauten mit dessen Möbeln ein. Eine weitere Ikone ist der 1927 geborene Sérgio Rodrigues, der Anfang der 60er Jahre mit seiner „Poltrona Mole“ internationales Interesse an brasilianischem Möbeldesign weckte. Rodrigues gelang es, eine neue innovative Formsprache zu entwickeln, die sich mit ihrer Lässigkeit vom damaligen ästhetischen Standard erheblich abhob - er machte brasilianisches Design zu einem internationalen Trend. 2001 erwarb der brasilianische Hersteller LinBrasil die Rechte seiner Entwürfe und produziert mittlerweile 28 Arbeiten des Meisters.
Die Hochschule für Gestaltung in Ulm pflegte enge Beziehungen zwischen europäischer und brasilianischer Designszene. Sie suchte aufgrund ihrer internationalen Ausrichtung den Austausch mit brasilianischen Studenten und übte beachtlichen Einfluss auf deren Designauffassung aus. Als 1963 die erste brasilianische Designschule, die Escola Superior de Desenho Industrial (ESDI) in Rio de Janeiro u.a. von ehemaligen Ulmer Studenten gegründet wurde, waren die Methodik und das interdisziplinäre Konzept aus Ulm das Vorbild.

   
Fenda Stuhl von Ilse Lang, Farodesign; 20R Stuhl von Pedro Useche

Mittlerweile wurde in Brasilien mehr als ein halbes Jahrhundert moderne Designgeschichte geschrieben. Designschulen gibt es in jeder relevanten Stadt, brasilianisches Design wird mit internationalen Preisen ausgezeichnet und trotzdem fällt die mediale Resonanz vergleichbar mager aus - bis auf das Designerduo Fernando und Humberto Campana, das seit den frühen 90er Jahren enorme internationale Aufmerksamkeit genießt. Die beiden Brüder haben die sozialen und ökologischen Umstände ihrer Heimatstadt Sao Paulo zum Anlass genommen, sich mit recyclebarem Design bzw. Möbeln als Recyclingprodukt zu beschäftigen. Sie entwerfen u.a. für Premium-Hersteller wie Edra in Italien oder Habitart in Brasilien. Neben den sehr medienpräsenten Campanas gibt es allerdings eine Reihe von Herstellern und Designern, denen trotz ihrer qualitativ und ästhetisch hochwertigen Entwürfe international noch wenig Beachtung geschenkt wird. Dabei sind die sehr reduzierte und feingliedrige Tensor Serie des in Venezuela geborenen Pedro Useche oder der formvollendete Fenda Stuhl von Ilse Lang/Farodesign Arbeiten, die zeigen, dass es sich lohnt, über den eigenen Tellerrand zu schauen. In unserem neuen Sonderthema Design from Brazil möchten wir Ihnen eine Auswahl unserer Favoriten präsentieren.

Text von Nora Schmidt
 
 
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Gewinnen Sie Freikarten für die internationale Möbelmesse in Köln
 
Mit über 1300 internationalen Ausstellern ist die imm cologne noch immer eine der wichtigsten Möbelmessen weltweit. Mit Spannung erwartet wird die erstmals inhaltlich kuratierte Halle 11, gestaltet von Ben van Berkel.
Für Architonic ist die nächste imm vom 14.- 21.01.2008 ein ganz besonderer Grund zur Freude: Wir feiern unser fünfjähriges Bestehen und wollen mit Ihnen darauf anstossen. Für jedes Jahr, das es uns gibt, laden wir 100 Architekten, Innenarchitekten und Fachplaner auf unseren Stand und damit auf die imm ein. Teilnahmebedingung ist, zu einer dieser Berufsgruppen zu gehören. Wer sich bis zum 14.12. 2007 anmeldet, hat die Chance eine der 500 imm-Freikarten zu erhalten.
  Gewinnen Sie Freikarten für die internationale Möbelmesse in Köln Zur Verlosung 
 
 
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Design + Forschung + Industrie
 
Bereits mit der 2006 von BASF gegründeten designfabrik™ - der Anlaufstelle für Industriedesigner, die sich über Herstellungsverfahren, Werkzeuggestaltung usw. von Kunststoffexperten beraten lassen wollen - zeigte das weltweit führende Chemieunternehmen, dass es marktstrategisch neue Wege gehen möchte. Die enge Zusammenarbeit zwischen Designern, Forschungseinrichtungen und Herstellern hat sich für alle Beteiligten als ausgesprochen fruchtbar erwiesen.
Materialhersteller können sich ein Bild von den Materialansprüche der Designer und Hersteller machen und ihre Forschung dahingehend ausrichten. Im Gegenzug bekommen Designer Einblicke in die technischen Möglichkeiten, die ihnen mitunter gestalterisch neue Freiräume schaffen.

Die Kooperation zwischen BASF, dem deutschen Industriedesigner Konstantin Grcic und dem italienischen Möbelhersteller Plank kam durch den Workshop Universal Days zustande, zu dem BASF verschiedene Designer einlud und ihnen den neuen Kunststoff Ultradur© High Speed vorstellte.
Der besonders leicht fließende Werkstoff wurde eigentlich für den Automobilbereich entwickelt und soll Teile wie z.B. Extrusionsprofile, die momentan noch aus Aluminium bestehen, ersetzten. Mit Ultradur© High Speed können sie aus einem Teil gegossen werden.
Nach den ersten strategischen Gesprächen zwischen Grcic und BASF war klar, dass man die außergewöhnlichen mechanischen Charakteristika und produktionstechnischen Vorteile in einem Stuhlentwurf am besten demonstrieren könnte. Und tatsächlich scheint es, als wollte Grcic aus dem Material alles herausholen, was es zu bieten hat. Den filigranen Freischwinger als Monoblock, also mit einer einzigen Gussform, zu fertigen, wäre mit bisher existierenden Kunststoffen undenkbar gewesen. Die netzartigen Durchbrüche in der Sitzfläche und Rückenlehne von Grcics Entwurf sind erst durch die hohe Fließfähigkeit des neuen Materials möglich. Durch die engagierte Mitarbeit der erfahrenen BASF-Materialexperten und Kunststoffingenieure konnte das Serienwerkzeug des Myto Stuhls in der Rekordzeit von einem Jahr angefertigt werden. Mit leichten kosmetischen Veränderungen, wird Plank - der Möbelhersteller wurde von Grcic bereits zu Beginn des Projektes mit ins Boot geholt - den Myto Stuhl auf der Mailänder Möbelmesse im April 2008 präsentieren.

Text von Nora Schmidt

  Design + Forschung + Industrie  
Myto Stuhl von Konstantin Grcic für Plank
Zur Plank Kollektion 
 
 
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Blickfang in Zürich
 
Nach Stuttgart, Wien und Tokyo findet in Zürich vom 23.-25. November, kurz bevor der weihnachtliche Geschenkstress beginnt, die Blickfang statt - die Designmesse für, Mode, Möbel und Schmuck. Weihnachten ist zu erwähnen, weil die Blickfang eine so genannte Verkaufsmesse ist. Eine Messe also, auf der man sich nicht nur satt gucken, sondern auch satt kaufen kann. Für Designinteressierte ist das die Gelegenheit, die aktuellen Kollektionen von 200 Designerinnen und Designern aus dem Bereich Möbel, Leuchten, Mode, Schmuck und Accessoires zu begutachten und vielleicht das eine oder andere Stück direkt zu erwerben. Besonderes Highlight ist auch in diesem Jahr die Modeschau, bestritten von den ausstellenden Modedesignern. Für Kinderbetreuung ist übrigens gesorgt. Viel Spaß beim Blicke werfen.

  Blickfang in Zürich Blickfang Homepage 
 
 
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