Geldbörse | von Zezschwitz

von Zezschwitz-Geldbörse

Schätzpreis: 3000 Euro

Erzielter Preis : 4000 Euro

Auktion:
Auktion 13, Jugendstil–Art Déco

Verkaufsdatum: 2003-05-09

Ort der Auktion:
Munich, Germany

Los Nummer: 337

Design

Josef Hoffmann (1870-1956)
Einführungsjahr 1909
Hersteller Wiener Werkstätte

Architonic ID

4101497

Runde, flache Form, scharniert, Schnappverschluß; gefaltete Innenausstattung mit drei Fächern aus hellgrauem Seidenrips. Dm. 6,5 cm. Ausführung: Wiener Werkstätte. Silber, beidseitig angelegter Deckeldekor mit stilisierten, reliefiert ausgeformten Blattranken, leicht vergoldet. Bez.: Wiener Silberpunze, Marke der Wiener Werkstätte.
Nachträglich mit Öse und Ring versehen. Vergoldung berieben.

Das 1909 von Josef Hoffmann entworfene Modell für eine Geldbörse mit der Werk-Nr. S 1449, wurde zum ersten Mal am 23.07.1909 ausgeführt. Am 6.05.1910 folgten vier weitere Exemplare in Silber, vergoldet, von denen eines das vorliegende Exemplar sein dürfte. Die Entwurfszeichnungen zu dieser Geldbörse befinden sich im Archiv der Wiener Werkstätte, Museum für Angewandte Kunst, Wien: eine Bleistiftzeichnung zeigt den Deckeldekor und die Seitenansicht mit dem Vermerk 'Portemonai aus Alpaka versilbert & vergoldet', den Stempel 'Ausgeführter Entwurf 'und die Bezeichnung 'Hoffmann'. Eine weitere Bleistiftzeichnung gibt die Seitenansichten verschiedener Dosen und Geldbörsen wieder: die Entwurfszeichnung links unten mit der Beschriftung 'Geldbörse Blätter & Schnecken' bezieht sich auf das vorliegende Modell.

Literatur: Ausst. Kat. Josef Hoffmann, Wien, Museum Bellerive Zürich 1983, Nr. 114, mit Abb. 76, S. 82 (Entwurf als 'Kleiner Spiegel', mit langem Griff).