Freischwinger | von Zezschwitz

von Zezschwitz-Freischwinger

Schätzpreis: 12000 Euro

Auktion:
Auktion 12, Modernes Design

Verkaufsdatum: 2002-12-06

Ort der Auktion:
Munich, Germany

Los Nummer: 45

Design

Ludwig Mies van der Rohe
Einführungsjahr 1927
Hersteller Berliner Metallgewerbe, Joseph Müller

Architonic ID

4101519

Prototyp des sog. 'Weißenhofstuhls'. Gebogenes Kufengestell, gebogene Armlehnen um die Rückenlehne geführt, Spannbügel unterhalb des Sitzes. H. 80 cm; 52 x 82 cm. Ausführung: Berliner Metallgewerbe, Joseph Müller, Berlin, um 1927/28. Stahlrohr, gebogen, vernickelt und verschraubt. Rücken und Sitzfläche mit schwarzer Lederbespannung, Kordelbespannung.

Zusatz: Der Freischwinger stammt ursprünglich aus dem Besitz des Bildhauers und Bauhauslehrers Paul-Rudolf Henning, in dessen Haus Mies van der Rohe lebte, als er 1927 nach Berlin kam. Im Keller dieses Hauses entstanden die ersten Vorentwürfe und Experimente zu diesem Stuhl. Paul-Rudolf Henning behielt diese Prototypen, da er die etwas zierlicheren Proportionen bevorzugte. Bei diesen Prototypen ist das verwendete Stahlrohr etwas dicker (29 mm) und die Vernickelung im Vergleich zu den später in Serie produzierten Exemplaren von geringerer Qualität. Die Konstruktion besteht lediglich aus zwei miteinander verschraubten Elementen, dem gebogenen Rohr des Stuhlgestells und dem der Armlehnen. Das Gegenstück zu diesem Prototyp befindet sich in einer Schweizer Privatsammlung.

Literatur: Tilmann Buddensieg, Berlin 1900-1933, New York, Berlin 1987, Abb. Nr. 1; Vgl. Sotheby's, Auktion 25.10.1991, 'Bauhaus, Wiener Werkstätte and other Important 20th Century Design', Kat. Nr. 161.