Porsche, eine Weltmarke, die Innovation und Tradition konsequent verbindet. Die
über 100jährige Firmengeschichte ist geprägt von Leidenschaft und Vision.
Mit dem neuen Porsche Museum wird ein Ort geschaffen, der der selbstbewussten
Haltung und dem hohen Anspruch des Unternehmens architektonisch Ausdruck
verleiht. Wissen, Glaubwürdigkeit und Entschlossenheit sind ebenso sehr Teil der
Firmenphilosophie, wie Mut, Begeisterung, Kraft und Unabhängigkeit. Jede Idee wird
als Chance verstanden, sich offensiv neuen Herausforderungen zu stellen, und Grenzbereiche
auszuloten. Das Museum verkörpert genau jene Position, Exklusivität zu
repräsentieren, ohne abzugrenzen, Tradition widerzuspiegeln, ohne auf den lebendigen
Austausch zu verzichten, die Porsche so unverwechselbar machen.
"Das neue Porsche Museum verkörpert
durchwegs unsere Auffassung von Architektur,
die sich stets im Spannungsfeld zwischen
Gebautem und seinen Benutzern bewegt."
Roman Delugan
Die zentrale Entwurfsidee bestand darin, die vielseitige und lebendige Marke in eine
architektonische Sprache zu übersetzen. Das Museum weist jene spezifischen Bedingungen
auf, die dem Besucher die Marke Porsche räumlich und sinnlich vermittelt.
Dynamik und Geschwindigkeit, Statik und Stillstand werden sowohl an der Konfiguration
des Gebäudes als auch an der räumlichen Vermittlung erfahrbar. Mit dem
Museum wurde ein offener, klar definierter Ort geschaffen, der sämtliche markenspezifischen
Qualitäten in sich trägt. Tempo und Leidenschaft finden darin ihre räumliche
Entsprechung und können im sinnlichen Erleben eindrücklich nachvollzogen werden.
„Erfahrung“ und „Erfahrbarkeit“ dienten durch jeweilige räumliche Zuweisungen
im architektonischen Grundkonzept als primäre Entwurfsparameter. Die scheinbare
Gegensätzlichkeit der architektonischen Form steht als adäquate Antwort bezogen auf
die Funktion des Hauses und der Sonderstellung ihrer Exponate.
Die Konzeption des Museums manifestiert unsere Auffassung von Gebäuden als
interaktive Organismen, als kommunizierende Teile eines Gesamtsystems. Die konstante
Wechselbeziehung zwischen Gebautem und seiner Umgebung wird gleichermaßen
als Qualität begriffen, wie ein funktionsgerechtes und nutzungsorientiertes
Raumangebot. Die spezifischen Eigenschaften der räumlich definierbaren Umgebung
werden als Landschaft bzw. Stadtlandschaft begriffen, der eigene Ansatz als dessen
Interpretation.
Designteam:
Entwurf: Delugan Meissl Associated Architects
Projektleiter: Martin Josst
Mitarbeiter: Jörg Rasmussen, Torsten Sauer, Tapio Lassmann, Zoltan Adorjani, Philip
Beckmann, Imke Haasler, Hendrik Steinigeweg, Gerhard Gölles,
Sebastian Brunke, Tom Hindelang
Auftraggeber:
Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft
Porscheplatz 1
D-70435 Stuttgart
Projektpartner:
Ausstellungsgestaltung: HG Merz Architekten Museumsgestalter
Architekt (Ausführungsplanung): Wenzel + Wenzel Architekten
Architekt (Bauleitung): Gassmann + Grossmann Baumanagement GmbH
Tragwerksplaner: Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI, GmbH
Projektsteuerung: Drees & Sommer
Lichtplanung: Delux AG, Regensdorf-Zürich
Medientechnik: macom GmbH communications consulting engineers
Planung Gebäudetechnik: Interplan Gebäudetechnik GmbH; Jürgensen + Baumgartner
Ingenieurbüro für Versorgungstechnik GmbH
Thermische Bauphysik: IFB Wolfgang Sorge IB für Bauphysik GmbH - Beratende
Ingenieure VBI, Nürnberg, Deutschland