DELUGAN MEISSL

Associated Architects | Wien | Seit 1993 | Angestellte 19

Porsche Museum

Stuttgart-Zuffenhausen | Deutschland | 2005-2008

Porsche, eine Weltmarke, die Innovation und Tradition konsequent verbindet. Die über 100jährige Firmengeschichte ist geprägt von Leidenschaft und Vision. Mit dem neuen Porsche Museum wird ein Ort geschaffen, der der selbstbewussten Haltung und dem hohen Anspruch des Unternehmens architektonisch Ausdruck verleiht. Wissen, Glaubwürdigkeit und Entschlossenheit sind ebenso sehr Teil der Firmenphilosophie, wie Mut, Begeisterung, Kraft und Unabhängigkeit. Jede Idee wird als Chance verstanden, sich offensiv neuen Herausforderungen zu stellen, und Grenzbereiche auszuloten. Das Museum verkörpert genau jene Position, Exklusivität zu repräsentieren, ohne abzugrenzen, Tradition widerzuspiegeln, ohne auf den lebendigen Austausch zu verzichten, die Porsche so unverwechselbar machen.

"Das neue Porsche Museum verkörpert durchwegs unsere Auffassung von Architektur, die sich stets im Spannungsfeld zwischen Gebautem und seinen Benutzern bewegt."
Roman Delugan

Die zentrale Entwurfsidee bestand darin, die vielseitige und lebendige Marke in eine architektonische Sprache zu übersetzen. Das Museum weist jene spezifischen Bedingungen auf, die dem Besucher die Marke Porsche räumlich und sinnlich vermittelt. Dynamik und Geschwindigkeit, Statik und Stillstand werden sowohl an der Konfiguration des Gebäudes als auch an der räumlichen Vermittlung erfahrbar. Mit dem Museum wurde ein offener, klar definierter Ort geschaffen, der sämtliche markenspezifischen Qualitäten in sich trägt. Tempo und Leidenschaft finden darin ihre räumliche Entsprechung und können im sinnlichen Erleben eindrücklich nachvollzogen werden. „Erfahrung“ und „Erfahrbarkeit“ dienten durch jeweilige räumliche Zuweisungen im architektonischen Grundkonzept als primäre Entwurfsparameter. Die scheinbare Gegensätzlichkeit der architektonischen Form steht als adäquate Antwort bezogen auf die Funktion des Hauses und der Sonderstellung ihrer Exponate. Die Konzeption des Museums manifestiert unsere Auffassung von Gebäuden als interaktive Organismen, als kommunizierende Teile eines Gesamtsystems. Die konstante Wechselbeziehung zwischen Gebautem und seiner Umgebung wird gleichermaßen als Qualität begriffen, wie ein funktionsgerechtes und nutzungsorientiertes Raumangebot. Die spezifischen Eigenschaften der räumlich definierbaren Umgebung werden als Landschaft bzw. Stadtlandschaft begriffen, der eigene Ansatz als dessen Interpretation.

Designteam:

Entwurf: Delugan Meissl Associated Architects
Projektleiter: Martin Josst
Mitarbeiter: Jörg Rasmussen, Torsten Sauer, Tapio Lassmann, Zoltan Adorjani, Philip
Beckmann, Imke Haasler, Hendrik Steinigeweg, Gerhard Gölles,
Sebastian Brunke, Tom Hindelang

Auftraggeber:

Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft
Porscheplatz 1
D-70435 Stuttgart

Projektpartner:

Ausstellungsgestaltung: HG Merz Architekten Museumsgestalter
Architekt (Ausführungsplanung): Wenzel + Wenzel Architekten
Architekt (Bauleitung): Gassmann + Grossmann Baumanagement GmbH
Tragwerksplaner: Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI, GmbH
Projektsteuerung: Drees & Sommer
Lichtplanung: Delux AG, Regensdorf-Zürich
Medientechnik: macom GmbH communications consulting engineers
Planung Gebäudetechnik: Interplan Gebäudetechnik GmbH; Jürgensen + Baumgartner
Ingenieurbüro für Versorgungstechnik GmbH
Thermische Bauphysik: IFB Wolfgang Sorge IB für Bauphysik GmbH - Beratende
Ingenieure VBI, Nürnberg, Deutschland
DELUGAN MEISSL-Porsche Museum
Level 0, Section lines Fotograf: Delugan Meissl
Projektadresse

Porscheplatz 1, 70435 Stuttgart-Zuffenhausen