Rooijakkers + Tomesen Architecten

Amsterdam

Lightcatcher

Soest | Niederlande | Realisiert 2006

Rooijakkers + Tomesen Architecten-Lightcatcher
Fotograf: Luuk Kramer, Robert Poeze
Rooijakkers + Tomesen Architecten-Lightcatcher
Fotograf: Luuk Kramer, Robert Poeze
Rooijakkers + Tomesen Architecten-Lightcatcher
Fotograf: Luuk Kramer, Robert Poeze
Die Kerkenbuurt in Soest ist ein kleiner historischer Dorfkern der als Ensemble unter Denkmalschutz steht. Eines der charakteristischsten Gebaude ist das Alte Frauen und Männerhaus aus dem Jahre 1782. Ursprünglich befanden sich in dem Haus drei Wohnungen, die inzwischen aber zusammengelegt wurden. Nachdem erste Umbauplane am Einspruch der Denkmalbehörde gescheitert waren wurde der Entwurf in Form eines freistehenden Pavillons akzeptiert. Der Pavillon nimmt den Platz ein, an dem vorher zwei Scheunen gestanden haben und ist ein nahezu eigenständiges Haus. Der Pavillon bietet eine große, teils überdachte Terrasse und erlaubt dank seines flexiblen Grundrisses eine Nutzung als Gästehaus, Atelier und Orangerie. Darüber hinaus umfasst der Pavillon einen von den Bauherren gewünschten großen Abstellraum.


Der Pavillon besteht aus zwei Geschossen: Souterrain und Erdgeschoss. Das Souterrain ist in Beton mit der Textur rauer Schalung ausgefährt, die Ründer werden von einem Lärchenbalken abgedeckt, der eine Balkenlage trägt. Sie bildet den Boden des Innenraumes und kragt nach Süden als Terrasse aus. Durch die schlanke Konstruktion und die großzügige Verwendung vom Glass bekommt der Pavillon eine Leichtigkeit, die durch den Sockel, den das Souterrain bildet, noch verstärkt wird. Der Pavillon scheint zu schweben. Ein überzeugendes Detail ist auch der Glasstreifen durch den sowohl visueller Kontakt zwischen Souterrain und Garten, als auch zwischen Souterrain und Obergeschoss hergestellt wird. Letzteres wird erreicht in dem das Glas sich im Boden zwischen den Geschossen fortsetzt.


Das Obergeschoss ist komplett in Holz ausgefährt, die Konstruktion bilden 15 Spanten, die in einem konsequenten Raster von 90 Zentimetern angeordnet sind. Die Strassen- und Rückseite sind von außen mit rauer, schwarz gestrichener Stulpschalung und von innen mit Multiplexplatten mit Lärchenfurnier verkleidet wodurch der Bau auch ausgesteift wird. So weckt die geschlossene und den Nachbarn zugewande Rückseite des Pavillons die Assoziation an ein landwirtschaftliches Gebäude. Im Gegensatz hierzu sind Süd- und Ostseite fast vollständig verglast. Sie öffnen sich zum Garten hin und erlauben einen Panoramablick über Dorf und Landschaft. Der Pavillon wird so zum Lichtfänger für den Innenraum.


Wo möglich erfällt die Konstruktion mehrere Funktionen. An der Südseite dienen die Spanten auch als Leibung für die Fenster, an der geschlossenen Nordseite tragen sie das Bücherregal. Vor der Glasfassade dienen sechs verschiebbare Paneele mit vertikalen Lamellen dem Sonnenschutz. Auch sie sind aus Lärchenholz und können hintereinander vorbeigeschoben werden, was ein variantenreiches Spiel zwischen offen und geschlossen entsteht lösst. Die Paneele gleiten in Sögeschnitten in den Bodendielen wodurch keine weitern mechanischen Teile nütig sind.


Ein Kern in der Mitte des Pavillons verbindet beide Geschosse. Er ist so schlank, dass er wie eine hohle Wand Leitungen, Heizung und die Lüftungskanäle aufnimmt. Auch die Schiebetüren mit denen der Raum in einzelne Zimmer unterteilt werden kann nimmt der Kern auf.


Der zurückhaltende Pavillon, dessen Innenraum erstaunlich großzügig wirkt, erscheint durch die Prëzision und Konsequenz mit der er geplant und ausgefährt ist als eine sehr kohërente Einheit. Mit dem Projekt wird so der Beweis gefährt, wie gut sich zeitgenössische Architektur in einen sensiblen historischen Kontext einfägen lösst, wenn sie sich mit ihm hinsichtlich der handwerklichen Ausfährung messen kann.

Rooijakkers + Tomesen Architecten-Lightcatcher
Fotograf: Luuk Kramer, Robert Poeze
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