Seit 1930 produziert das Unternehmen Thonet im hessischen Frankenberg den eleganten Klubsessel S 35 mit dem dazugehörigen Hocker S 35 H in einer Version mit Rohrgeflecht. Entworfen hat ihn der berühmte Bauhaus-Lehrer und Architekt Marcel Breuer. In den Produktkatalogen der 30er Jahre wurde der Sessel noch als B 35 geführt. Der Entwurf eines auf Kufen stehenden Sessels mit federnder Sitzfläche stammt bereits aus dem Jahr 1928/29.
Der frei schwingende Klubsessel B 35 wurde erstmals 1930 im Pariser Grand Palais als ein Beitrag des Deutschen Werkbundes vorgestellt. Breuer selbst hatte, gemeinsam mit Walter Gropius und Herbert Bayer, diese Premiere zeitgenössischer deutscher Möbelproduktion in Frankreich ausgerichtet. Mit seinem B 35 war es Marcel Breuer gelungen, alle Funktionen eines frei schwingenden Stahlrohrsessels in der Konstruktion einer einzigen durchgehenden Linie aufzunehmen. Dadurch entstand eine Dopplung des Freischwinger-Effekts, denn die unabhängig vom Sitz federnden Armlehnen balancierten das Schwingen des nach hinten auskragenden Sitz-Rückgestells aus. Die Ur- Version des S 35 bzw. B 35 verfügte über eine Bespannung aus Eisengarn und Armauflagen mit Holz. Bald aber gab es auch Versionen in Leder und Rohrgeflecht sowie gepolsterte Varianten.
Sessel, freischwingend, Korbgeflecht, Armauflagen Buche gebeizt, Gestell Rundrohr 25 x 2 mm
S 35 R
Jahr:
1929

R 35 R: Sessel, freischwingend, Korbgeflecht, Armauflagen Buche gebeizt, Gestell Rundrohr 25 x 2 mm
S 35 RH: Hocker zu S 35 R
S 35 R / S 35 RH
Jahr:
1929

Sessel, freischwingend, mit Kuhfellbespannung, Armauflagen Buche gebeizt, Gestell Rundrohr 25 x 2 mm
S 35 LV
Jahr:
2004 (Reedition)

S 35 LV: Sessel, freischwingend, mit Kuhfellbespannung, Armauflagen Buche gebeizt, Gestell Rundrohr 25 x 2 mm
S 35 LVH: Hocker zu S 35 LV
S 35 LV / S 35 LVH
Jahr:
1928/1929 (Reedition 2005)
