Moormann reference projects

Gästehaus berge

Aschau im Chiemgau | Germany

Moormann reference projects-Gästehaus berge
Moormann reference projects-Gästehaus berge
berge – kommt von (Her-)berge, bergen, geborgen sein, Berge. berge ist Name, aber auch Thema für das Projekt und drückt sich in der architektonischen Sprache des Gästehause aus. Das Ambiente in berge ist klar und einfach, gemäß einer traditionellen Herberge. Das Haus hat 16 individuell eingerichtete Wohnungen, zumeist mit kleinen Küchen zum Selbstversorgen. Außerdem eine ‚Große Stube‘, in der Gruppen Platz finden, zum Kochen, Arbeiten oder Feiern. Ohne Service ist der Gast in berge sein eigener Herr und muss sich selbst versorgen. Viele Bücher, kein Fernseher oder andere Ablenkungen laden ein, sich zurückzuziehen.

berge – ein denkmalgeschütztes, ehemals sehr marodes Gebäude fiel dem Bauherrn wie eine „ungeplante Dreingabe“ beim Kauf eines Grundstückes in den Schoß. Dieses Bauwerk aus 1552 – in dem seit dem Jahr 1671 der Sitz des ‚Dorfbäck’ nachgewiesen ist, der später als Hofbäcker den Schlossherrn auf dem angrenzenden Burgberg belieferte, und dann als Gastwirtschaft bzw. zuletzt als Jugendhotel genutzt wurde – war so baufällig, dass es den nahenden, strengen Bergwinter ohne Notsanierung des Daches nicht überstanden hätte. Und so kam der Stein ins Rollen: Ein neues Dach hat nur Sinn, wenn auch das Dachgeschoss repariert wird. Ein Dachgeschoss benötigt jedoch tragfähige Stockwerke darunter, und so weiter und so weiter.

Erst wurden die historischen Strukturen erkundet und freigelegt, dabei wurde soviel wie möglich von der Substanz erhalten. Ausbesserungen, wie zum Beispiel im alten Dachstuhl wurden nicht versteckt, sondern bewusst in traditioneller, handwerklicher Manier gezeigt. Das Haus – stark verbaut und angestückelt – sollte seine ehemalige Würde wiedergewinnen.

Bei der Innenarchitektur wurde an jedem Detail getüftelt und auf jeden Raum speziell eigegangen. Es kam auch schon vor, dass eine Mauer dreimal, nur um ein paar Zentimeter versetzt, neu hochgezogen wurde. Licht war das große Thema, Proportionen, Materialien. In berge wurde mit natürlichen Materialien gebaut: Lehmbauplatten, Hanfdämmstoff oder unbehandeltes Holz – sowohl beim Boden aus Bergfichte oder auch bei den den eigens entwickelten Möbeln und Einbauten – kamen zum Einsatz. Die Arbeit mit Materialien in Ihrer rohen, unbehandelten Form – an vielen Ecken ist auch unbehandelter Stahl zu sehen – ist prägend für die Innenarchitektur. Der damit einhergehende natürliche Alterungsprozess, der die Schönheit des Materials zeigt, ist charakteristisch für das Haus. Das Material und auch die Flächenheizungen (Erdwärme) sorgen für ein angenehmes Raumklima.

Die enge Zusammenarbeit mit ortsansässigen Handwerkern, die Unterstützung verschiedener Partner und der work – in - progress, machten berge zu einem besonderen Projekt und einer besonderen Herberge. Zu Baustellenpreisen konnten die ersten Gäste schon im Rohbau nächtigen – nur etwas für besondere Liebhaber! Und so ist es auch geblieben: berge ist kein „Designhotel“ im konventionellen Sinne, berge bietet keinen Luxus, sondern ist Ort der Ruhe und Entschleunigung, und gleichzeitig Begegnungsstätte mit Raum für Austausch und Kommunikation.

Design team:

Design/Architektur: Nils Holger Moormann

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